Eisenberg (Allgäu)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eisenberg
Eisenberg (Allgäu)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eisenberg hervorgehoben
Koordinaten: 47° 37′ N, 10° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Seeg
Höhe: 818 m ü. NHN
Fläche: 13,62 km2
Einwohner: 1189 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87637
Vorwahl: 08364
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 125
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pröbstener Straße 9
87637 Eisenberg
Webpräsenz: www.eisenberg-allgaeu.de
Bürgermeister: Manfred Kössel (Überpart.Wgem.)
Lage der Gemeinde Eisenberg im Landkreis Ostallgäu
Österreich Kempten (Allgäu) Landkreis Oberallgäu Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Unterallgäu Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Landsberg am Lech Rettenbach am Auerberg Westendorf (Allgäu) Wald (Allgäu) Waal (Allgäu) Untrasried Unterthingau Halblech Stöttwang Stötten am Auerberg Seeg Schwangau Rückholz Ruderatshofen Roßhaupten Ronsberg Rieden (bei Kaufbeuren) Rieden am Forggensee Pfronten Pforzen Osterzell Oberostendorf Obergünzburg Nesselwang Mauerstetten Marktoberdorf Lengenwang Lechbruck am See Lamerdingen Kraftisried Kaltental Jengen Irsee Günzach Hopferau Görisried Germaringen Füssen Friesenried Eisenberg (Allgäu) Eggenthal Buchloe Bidingen Baisweil Biessenhofen AitrangKarte
Über dieses Bild

Eisenberg ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenberg liegt in der Planungsregion Allgäu. Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Eisenberg. Zur Gemeinde Eisenberg gehören die Ortsteile Baumgarten – Eisenberg (ehemals die Ortsteile Pröbsten und Eisenburg) – Holz – Hummel – Kögelhof – Lieben – Oberdolden – Oberreuten – Osterreuten – Schweinegg – Speiden – Stockach – Unterdolden – Unterreuten – Weizern – Zell.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herrschaft Eisenberg war ursprünglich Eigentum der Herren von Hohenegg. 1382 übergab Bertold von Hohenegg seinen Besitz an Herzog Leopold III. von Österreich (1351–1386), um ihn anschließend für sich und seine Erben als Lehen wieder zu erhalten. Erbin war seine Tochter Anna, die vor 1376 den Friedrich von Freyberg ehelichte.

Im 15. Jahrhundert spalteten sich zwei selbständige Besitzkomplexe ab: Ca. 1420 die Herrschaft Freyberg-Eisenberg-Hohenfreyberg mit dem Amtmannsitz in Zell und 1467 die Herrschaft Freyberg-Eisenberg-Hopferau mit dem Amtmannsitz in Hopferau. Der eisenbergische Amtmann wohnte im Schlösschen in Weizern. Dort hatten die Freiherrn von Freyberg-Eisenberg zu Eisenberg ein Niedergericht für ihren Herrschaftsbereich eingerichtet.

Mit der Rheinbundakte 1806 kam Eisenberg zu Bayern und im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 493 549 547 767 749 742 870 979 1127 1204 1222 1187 1189
Die Pfarrkirche St. Moritz in Zell
Die Wallfahrtskirche Mariahilf in Speiden

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Manfred Kössel. (Überparteiliche Wählergemeinschaft).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt von Silber und Blau; oben schräg gekreuzt ein gestürztes rotes Schwert mit goldenem Griff und eine rote Lanze mit goldener Spitze und abhängendem rotem Fähnchen, darin ein durchgehendes goldenes Balkenkreuz; unten drei, zwei zu eins gestellte goldene Kugeln. Schwert und Lanze sind die Insignien von St. Moritz, dem Patron der Pfarrkirche. Der geteilte Schild mit den drei goldenen Kugeln ist das Wappen der Familie von Freyberg, der ehemaligen Ortsherrschaft.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 56 und im Bereich Handel und Verkehr 33 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. In den sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 103 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 337. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 46 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 944 ha (mit zu 100 % Dauergrünfläche). Eine wichtige Erwerbsquelle ist auch der Fremdenverkehr.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pfarrort ist Zell mit der Pfarrkirche St. Moritz. Im Ortsteil Speiden steht die Wallfahrtskirche Maria Hilf mit einer sehenswerten Rokokoausstattung. Oberhalb von Zell befinden sich die beiden Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg. Auf Gemeindegebiet liegt außerdem der Burgstall Gschrift und das Geotop Nr. 777A023 (aufgelassener Steinbruch mit Reiselsberger Sandstein am Schrofeneck)[1] (PDF; 256 kB)

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten mit 25 Kindergartenplätzen
  • Grundschule mit 7 Lehrern und 124 Schülern
  • Burgenmuseum Eisenberg: Exponate aus den Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Guggemos: Eisenberg im Wandel der Zeit. Gemeinde Eisenberg, 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eisenberg (Allgäu) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).