Eisenbergwerk Gonzen

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Zugang zum Bergwerk
Besucherbahnhof (2016)

Das Eisenbergwerk Gonzen ist seit 1983 ein Schaubergwerk am Gonzen in Vild bei Sargans.

Das Bergwerk mit rund 90 km Stollen und Strecken war bis 1966 in Betrieb und ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung. Abgebaut wurden Eisen- und Manganerze, vor allem Hämatit, Magnetit und Hausmannit.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erzabbau ist ab 200 v. Chr. nachgewiesen. 1315 wurden Schmelzanlagen in Flums, Mels und Plons (heute Gemeinde Mels) urkundlich erwähnt. 1823 kaufte Johann Georg Neher das Eisenwerk Plons und das Bergwerk Gonzen; 1919 wurde die Eisenbergwerk Gonzen AG gegründet, deren Abbaukonzession 2003 um weitere 80 Jahre verlängert wurde. Um 1920 beschäftigte das Werk 150 bis 180 Personen. 1942 förderten 380 Bergarbeiter 116'000 Tonnen Eisenerz. Nach Kriegsende sank die Jahresproduktion auf 18'000 Tonnen. Wegen sinkender Weltmarktpreise wurde der Abbau am 2. Mai 1966 eingestellt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Silvio Bucher: Gonzen. In: Historisches Lexikon der Schweiz
  • Willfried Theodor Epprecht: Die Eisen- und Manganerze des Gonzen. Dissertation ETH, Zürich 1946.
  • Johannes Huber (Hrsg.): Gonzen: Der Berg und sein Eisen. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2010.
  • Paul Hugger, Willfried Epprecht: Der Gonzen: 2000 Jahre Bergbau. Das Buch der Erinnerungen. Eisenbergwerk Gonzen, Sargans 1991.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bergwerk Gonzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 47° 3′ 27″ N, 9° 27′ 5″ O; CH1903: 752900 / 213800