Eisenwurzenweg

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Eisenwurzenweg
Das Zirbitzkogel-Schutzhaus
Das Zirbitzkogel-Schutzhaus
Karte
Karte des Wanderweges
Daten
Länge 580 kmdep1
Markierungszeichen rot-weiß-rot 08
Startpunkt Rottal
49° 1′ 13,8″ N, 15° 1′ 14″ O
Zielpunkt Seebergsattel
46° 25′ 9″ N, 14° 31′ 38″ O
Typ Weitwanderweg
Höchster Punkt Zirbitzkogel-Schutzhaus (2376 m)
Niedrigster Punkt Persenbeug (240 m)
Schwierigkeitsgrad mittel
Jahreszeit Sommer
Monate Juni bis Oktober
Gipfel der Stumpfmauer bei Hollenstein an der Ybbs

Der Eisenwurzenweg (auch Österreichischer Weitwanderweg 08) ist ein Weitwanderweg in Österreich, der vom nördlichsten Punkt Österreichs (Rottal im Waldviertel) zum Seebergsattel nahe dem südlichsten Punkt Österreichs führt. Seine Route verläuft durch die Bundesländer Niederösterreich, Steiermark und Kärnten, ein kurzes Stück auch durch Oberösterreich.

Benannt ist der Weg nach der Eisenwurzen, einem Teil der Kalkalpen im Dreiländereck zwischen Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark, den er durchquert. Der Eisenwurzenweg wurde 1980 eröffnet, für die Durchwanderung der rund 580 km langen Strecke sind ca. vier Wochen zu veranschlagen.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausgangspunkt befindet sich direkt am nördlichsten Punkt Österreichs bei Rottal, von dort führt der Weg über Litschau, Gmünd und Weitra auf den Nebelstein, wo er auf den Nord-Süd-Weitwanderweg, den Niederösterreichischen Mariazellerweg sowie den Ostösterreichischen Grenzlandweg trifft, die hier ihren Ausgang nehmen. Weiter führt er nach Schönbach. Über Bärnkopf und durch die Ysperklamm wird der Ostrong erreicht, an dessen südlichem Ende die Donau bei Persenbeug überschritten und das Waldviertel verlassen wird.

Über Neustadtl an der Donau gelangt man nach Amstetten und Euratsfeld und zur Wallfahrtskirche in Sonntagberg. Es folgt der Abstieg nach Waidhofen an der Ybbs. Der Weg strebt weiter nach Hollenstein an der Ybbs, wo der Aufstieg auf die Voralpe in Angriff genommen wird, über deren Gipfel man Altenmarkt bei St. Gallen im Ennstal erreicht.

Von der Ennstaler Hütte kann optional der Tamischbachturm bestiegen werden, nach dem Abstieg von der Hütte wird nochmals die Enns gequert. Stationen im Gesäuse sind Johnsbach, die Mödlinger Hütte und die Oberst-Klinke-Hütte. Von Trieben wird das Triebental aufwärts gewandert, bis am Kettentörl auf die Südseite des Alpenhauptkamms gewechselt wird. Vorbei am Ingeringsee und über die Fohnsdorfer Höhe gelangt man bei Fohnsdorf ins Murtal.

Am Ortsrand von Judenburg beginnt der Aufstieg zum Zirbitzkogel, wo der Eisenwurzenweg beim Schutzhaus knapp unterhalb des Gipfels seinen höchsten Punkt erreicht. Die nächsten Etappen folgen dem Höhenrücken der Seetaler Alpen und der Saualpe südwärts, über das Klippitztörl wird zum Ladinger Spitz und zur Wolfsberger Hütte gewandert. Bei Diex beginnt der Abstieg zur Drau, die bei Stein im Jauntal überquert wird.

Via Gallizien wird der Wildensteiner Wasserfall erreicht, der den Beginn des Aufstiegs zur Eisenkappler Hütte markiert. Der Hochobir kann, muss aber nicht erstiegen werden. Noch einmal wird ins Tal abgestiegen, um nach dem Durchschreiten der Trögerner Klamm den letzten Aufstieg, zum Seebergsattel zu beginnen. Am Grenzübergang der Seeberg Straße endet der Eisenwurzenweg.

Markierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markierungstafel des Eisenwurzenwegs

Der Weg ist durchgehend mit rot-weiß-roten Farbzeichen und der Wegnummer 08 markiert. Teilstrecken des Nord-Süd-Weitwanderweges sind mit 208, 308, 608 und 908 (z. B. von Rottal bis zur Donau: 608) bezeichnet. Es gibt einige lokale Wegvarianten, welche mit 08A gekennzeichnet sind.

Der Verlauf des Weitwanderwegs 08 wird durch die österreichischen alpinen Vereine festgelegt, Ansprechpartner und Auskunftsstelle ist die Sektion Weitwanderer des Österreichischen Alpenvereins. Nach Durchwanderung des Weges kann dort ein Abzeichen angefordert werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erika Käfer, Fritz Käfer: Weitwanderweg 08 - vom nördlichsten Punkt zum südlichsten Punkt Österreichs. Hrsg.: Österreichischer Alpenverein, Sektion Weitwanderer. Graz November 2019.
  • Hans Hödl, Werner Rachoy, Robert Wurst: Auf Österreichs großen Wegen. Weitwanderweg 01 - 10. Styria, Graz 1984, ISBN 3-222-11540-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]