Eisingen (Bayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eisingen
Eisingen (Bayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eisingen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 46′ N, 9° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 327 m ü. NHN
Fläche: 5,32 km2
Einwohner: 3372 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 634 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97249
Vorwahl: 09306
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 126
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfarrer-Henninger-Weg 10
97249 Eisingen
Webpräsenz: www.eisingen.de
Bürgermeisterin: Ursula Engert (Unabhängige Bürger)
Lage der Gemeinde Eisingen im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Eisingen ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisingen liegt in der Planungsregion Würzburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisingen gliedert sich in zwei Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Eisingen.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Namen Eisingen liegt der Personenname Iso, Yso oder Îso zugrunde, der durch das Zugehörigkeitssuffix -ing abgeleitet wurde.[3]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1045 Ysungun
  • 1165 Ysingen
  • 1182 Isingin
  • 1337 Isingen
  • 1490 Eyssingen
  • 1584 Eisingen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine fränkische Siedlung ist in die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts zu datieren. Seit 1164 hatte das Kloster Oberzell Besitz in Eisingen, ihm oblag auch bis in die Neuzeit die seelsorgerische Betreuung des Ortes. Um 1500 besaß das Ritterstift (bis 1464 Benediktinerkloster) St. Burkard in Würzburg die Dorfherrschaft und gut die Hälfte der Grundherrschaft. Weitere Grundherren waren das Klarissenkloster St. Agnes (in dessen Besitz später die Jesuiten und dann die Universität Würzburg traten), das Kloster Himmelspforten, das Stift Neumünster und das Hofkammerzinsamt, letzteres wohl als Rechtsnachfolger der ehemals burkardinischen Propstei Frauenberg. Als Teil des Hochstiftes Würzburg wurde Eisingen 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) an Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1496 Einwohner
  • 1987: 2492 Einwohner
  • 1991: 2954 Einwohner
  • 1995: 3330 Einwohner
  • 2000: 3561 Einwohner
  • 2005: 3611 Einwohner
  • 2010: 3600 Einwohner
  • 2015: 3372 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist Ursula Engert (Unabhängige Bürger Eisingen - UBE). Das Amt des zweiten Bürgermeisters trägt Hans Kohl (SPD). Dritter Bürgermeister ist Julian Hertzig (CSU).

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisingen unterhält eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Bernières-sur-Mer.

Allianz Waldsassengau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 20. November 2014 ist Eisingen zusammen mit zwölf weiteren Gemeinden in der Allianz Waldsassengau organisiert.[4] Der Verein dient der interkommunalen Zusammenarbeit.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunst und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Sankt-Nikolaus-Kirche in der Ortsmitte kann man das Kreuz des berühmten Bildhauers Tilman Riemenschneider sehen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das begehbare Labyrinth beim St. Josefs-Stift und die Galerie „Kunst im Erbachshof“ im Weiler Erbachshof.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einmal im Jahr findet das so genannte Backhäuslesfest in Eisingen statt. Bei diesem wird in dem noch erhabenen alten Steinbackofen Brot und Blaatz gebacken. Organisiert wird es vom Festausschuss der Vereine.

Im Jahre 1855 forderte das königliche Landgericht, dass zum Schutz vor Feuer und zur Holzersparnis zwei öffentliche Backhäuser zu errichten seien. Bis dahin war an den meisten Höfen in Eisingen ein Privatbackofen zu finden. Der Abbruch des Backhauses des Oberdorfes (westlicher Ortsteil) wurde 1952 vom Gemeinderat beschlossen.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Eisingen ist die große Behinderteneinrichtung St. Josefs-Stift mit etwa 350 Heimplätzen für körperlich und geistig behinderte Menschen beheimatet. Die Robert-Kümmert-Akademie gGmbH, Tochtergesellschaft des St. Josefs-Stift, hat ihren Sitz in Eisingen.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Eisingen-Waldbrunn mit Mittagsbetreuung
  • sechsgruppige Kindertagesstätte
  • Jugendzentrum
  • Krabbelstube
  • sechs Kinderspielplätze
  • Gemeindebücherei

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Eisingen liegt verkehrsmäßig gut an das überörtliche Straßennetz angebunden. Die A 3 Frankfurt am MainNürnberg und A 81 Heilbronn sind nur etwa zwei Minuten entfernt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eisingen (Bayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/172905&attr=OBJ&val=1785
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 63 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen. Verein. Abgerufen am 20. Januar 2016.