Eiskonfekt

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Eiskonfekt

Eiskonfekt ist eine süße Schokoladenpraline, die 1927 in Deutschland erfunden wurde. Diese speziell zubereiteten Pralinen sind außer in Deutschland auch in Schweden, Österreich und in der Schweiz verbreitet und bekannt.

Trotz des Namens hat sie nichts mit Eis zu tun. Umgangssprachlich werden teilweise auch kleine Stücke Vanilleeis, die mit einer Schoko-Glasur umhüllt sind, als „Eiskonfekt“ bezeichnet.

Eiskonfekt wird nach der Originalrezeptur zu einem großen Teil aus ungehärtetem Kokosfett hergestellt, das in reiner Form bei 20 bis 23 Grad Celsius schmilzt. Hinzu kommen Kakaopulver oder Kakaomasse, eventuell auch Füllungen in anderen Geschmacksrichtungen (neuerdings auch Erdbeergeschmack), wobei Nougat überwiegt.

Das Gefühl der Kühle wird dadurch hervorgerufen, dass das Kokosfett im Mund schmilzt und dem Mundraum die zum Schmelzen benötigte Energie, also Wärme, entzieht. Fällt die Temperatur der Zungenoberfläche unter 24 Grad Celsius, so wird dies als Kälte wahrgenommen. Durch Dextrose oder Menthol wird das Gefühl der Kühle im Mund nochmals verstärkt. Zudem empfehlen Hersteller in der Regel die Lagerung im Kühlschrank.

Eine bekannte Verpackungsform sind bunte, kleine, gezackte Alu-Hütchen; oft wird Eiskonfekt aber auch in Form kleiner, in verschiedenfarbiges Papier eingewickelter Tafeln verkauft.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas A. Vilgis: Eiskonfekt - Physics meets Physiology, in: Physik in unserer Zeit, 3/2009 (40), S. 162