Eiskonfekt

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Eiskonfekt
Zutatenliste eines in Deutschland verkauften Eiskonfekt-Produkts in verschiedenen Sprachen

Eiskonfekt ist eine Zuckerware mit einem hohen Anteil an Kokosfett, deren Aussehen und Konsistenz Schokolade ähnelt.[1] Die Süßigkeit wurde 1927 vom Wernecker Konditor Adam Eichelmann erfunden.[2] Heute ist sie auch in Schweden, Österreich und der Schweiz verbreitet.

Trotz des Namens hat sie nichts mit Eis zu tun. Umgangssprachlich werden teilweise auch kleine Stücke (Vanille)eis, die mit einer Schoko-Glasur umhüllt sind, als „Eiskonfekt“ bezeichnet.

Eiskonfekt wird zu einem großen Teil (bis zu 50 %) aus Kokosfett hergestellt.[3] Hinzu kommen mindestens 5 % Kakaopulver. Die Herstellung unterscheidet sich nicht wesentlich von Schokolade. Die Komponenten werden in Knetern verrieben und das Knetgut anschließend durch die Engspalte von Walzwerken getrieben. Die Masse wird dann in die typischen Kapseln oder Würfel gegossen.[1]

Das Gefühl der Kühle wird durch die niedrige Schmelztemperatur des Kokosfetts hervorgerufen. Diese liegt bei 20 bis 23 °C, im Gegensatz zu der von Kakaobutter mit 33 bis 35 °C. Das Kokosfett senkt die Schmelztemperatur der Mischung erheblich. Diese entzieht dem Mundraum die zum Schmelzen benötigte Wärme. Fällt die Temperatur der Zungenoberfläche unter 24 Grad Celsius, so wird dies als Kälte wahrgenommen.[3] Durch Zusatz von Dextrose oder Menthol kann das Gefühl der Kühle im Mund nochmals verstärkt werden. Zudem wird Eiskonfekt in der Regel gekühlt verzehrt.[1]

Eine bekannte Verpackungsform sind bunte, kleine, gezackte Alu-Schälchen; oft wird Eiskonfekt aber auch in Form kleiner, in verschiedenfarbiges Papier eingewickelter Tafeln verkauft.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Nugat, Trüffel und Eiskonfekt. In: bdsi.de. Abgerufen am 17. Mai 2020.
  2. Schoko-Träume im Schlaraffenland. In: Main Post. 29. November 2005, abgerufen am 21. Mai 2020.
  3. a b Thomas A. Vilgis: Eiskonfekt – Physics meets Physiology. In: Physik in unserer Zeit. Volume 40, Nr. 3, Mai 2009, S. 162, doi:10.1002/piuz.200990056 (Volltext [abgerufen am 18. Mai 2020]).