Eissporthalle Frankfurt

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Eissporthalle Frankfurt
Eissporthalle Frankfurt
Eissporthalle Frankfurt
Daten
Ort Am Bornheimer Hang 4
DeutschlandDeutschland 60386 Frankfurt am Main, Deutschland
Koordinaten 50° 7′ 31″ N, 8° 43′ 17″ OKoordinaten: 50° 7′ 31″ N, 8° 43′ 17″ O
Eigentümer Stadt Frankfurt am Main
Eröffnung 19. Dezember 1981
Oberfläche Eisfläche
Parkett
PVC-Bodenbelag
Architekt Richard Heil
Werner Deyle
Kapazität 7.992 Plätze (Konzerte)
6.990 Plätze (Eishockey, davon 3.246 Sitzplätze)
Verein(e)
Veranstaltungen

Die Eissporthalle Frankfurt, nach ihrer städtischen Lage auch Eissporthalle am Bornheimer Hang oder Eissporthalle am Ratsweg genannt, ist eine Eissporthalle in Frankfurt am Main. Die Halle liegt im Ortsteil Bornheim unterhalb des Bornheimer Hangs und ist im Besitz der Stadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Deutschen Patent- und Gebrauchsmuster-Ausstellung wurde 1882 in Frankfurt für die Dauer von fast 3 Monaten eine Kunsteisbahn mit einer Fläche von 520m² von betrieben,[1] es war nach London und New York, die wohl dritte weltweit. Etwa 10 Jahre später wurde im Palmengarten eine permanente Eisbahn installiert. Ab 1960 gab es die Eisbahn in der Radrennbahn und Kunsteisbahn Frankfurt.

Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1970er Jahren begannen die Planungen für den Neubau einer Eissporthalle hinter dem Festplatz. Der Entwurf der Architekten- und Ingenieur-Gemeinschaft Heil (Frankfurt) & Deyle - (Stuttgart) war von Anfang an für Mehrzwecknutzung konzipiert. Neben der Haupteisfläche in der Größe eines Eishockeyfeldes (ca. 1.800 m²), die von 6.990 Zuschauerplätzen (davon 3.246 Sitz-, 3.732 Steh- und 12 Behindertenplätze) umgeben ist, verfügt die Anlage über eine geschlossene kleinere Eishalle (675 m²) und einen großen 400 m langen Außenring. Ein weiteres von einem Zeltdach überspanntes Eishockeyfeld (1.800 m²) wird im Sommer zu Tennisplätzen umfunktioniert. Des Weiteren gibt es Einrichtungen, die dem Publikumslauf dienen, wie Schlittschuh-Verleih, Umkleidekabinen oder ein Restaurant. Die Eissporthalle wurde am 19. Dezember 1981 eröffnet und galt lange als eine der modernsten Hallen ihrer Art in Deutschland.

Seit Schließung der alten Eislaufbahn am Waldstadion ist die Eissporthalle die einzige Eisbahn in Frankfurt.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben verschiedenen stattfindenden Veranstaltungen, wie z. B. Eiskunstlauf-Wettbewerben, diente die Halle vorwiegend dem DEL-Club Frankfurt Lions bis zu deren Lizenzentzug im Sommer 2010[2] als Trainings- und Spielstätte. 2004 konnte das DEL-Gründungsmitglied hier seine erste Deutsche Meisterschaft feiern.

Für die Mitglieder der Turngemeinde Bornheim besteht in den Monaten von Oktober bis März an zwei Terminen in der Woche die Möglichkeit, die Eissporthalle zum Eislaufen zu nutzen[3].

Mit Hessen tanzt findet zudem einmal im Jahr die größte Tanzsport-Veranstaltung der Welt in der Eissporthalle sowie in der wenige Autominuten entfernten Fabriksporthalle statt, wobei in der Eissporthalle Bewerber diverser Alters- und Leistungsklassen auf bis zu acht Tanzflächen parallel antreten.

Bei der Handball-WM 1982 war die Eissporthalle Austragungsort einiger Gruppenspiele. Danach wurden bis Ende 1986 fünf weitere Handball-Länderspiele, zweimal gegen die damalige Tschechoslowakei, je einmal gegen die Sowjetunion, Rumänien und Jugoslawien, in der umgerüsteten Halle ausgetragen.

Direkt vor der Eissporthalle befindet sich der Frankfurter Festplatz, auf dem neben der zweimal jährlich durchgeführten Frankfurter Dippemess weitere Veranstaltungen, wie z. B. Zirkusvorstellungen, stattfinden. In der Zeit zwischen den Veranstaltungen dient der Festplatz als Parkplatz der Eissporthalle.

Die Eissporthalle und der Festplatz sind über den U-Bahnhof Eissporthalle der Linie U7 der U-Bahn Frankfurt und über eine Haltestelle der Linie 12 der Frankfurter Straßenbahn an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.

In unmittelbarer Nähe zur Eissporthalle befindet sich das Stadion am Bornheimer Hang sowie der Frankfurter Ostpark.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eissporthalle nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft durch die Frankfurt Lions am 16. April 2004.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eissporthalle Frankfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Linde AG: "75 Jahre Linde", 1954, S. 52
  2. Frankfurt Lions geben auf: Keine Zukunft in DEL
  3. Website der Turngemeinde Bornheim