Ejektionsreflex

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Der Ejektionsreflex, Milchejektionsreflex oder Milchspendereflex ist ein durch das Saugen eines Jungen bei der Mutter ausgelöster Reflex zur Stimulierung der Milchabgabe. Die Reizung der Zitze beziehungsweise Brustwarze wird von sensiblen Nervenfasern zum Hypothalamus der Mutter geleitet. Im Hypophysenhinterlappen wird daraufhin das Peptidhormon Oxytocin abgegeben. Durch dieses Hormon werden die Myoepithelzellen der Milchdrüse angeregt sich zu kontrahieren. Dies bewirkt wiederum einen Milchtransport von den Endkammern (Alveolen) in die Milchsammelräume (Zisternen) der Milchdrüse. Die Zeit von der Stimulation der Zitze bis zum Einschießen der Milch beträgt etwa zehn Sekunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Heldmaier, Gerhard Neuweiler: Vergleichende Tierphysiologie: Band 2 Vegetative Physiologie. Springer 2004, ISBN 978-3540000679, S. 387.