Ekkehard Lieberam

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Ekkehard Lieberam (* 21. August 1937 in Braunschweig) ist ein deutscher Staatsrechtler und Publizist.[1] Er leitete das Projekt Klassenanalyse@BRD des DKP-nahen politischen Vereins Marx-Engels-Stiftung von 2003 bis 2011 und ist Vorsitzender des Marxistischen Forums in Sachsen.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lieberam war SPD-Mitglied und übersiedelte am 1. März 1957 in die DDR. Dort war er Professor für Staatstheorie und Verfassungsrecht an der Akademie der Wissenschaften der DDR und am Institut für Internationale Studien der Karl-Marx-Universität Leipzig. Er war seit 1964 Mitglied der SED.[3] 1989 PDS-Mitglied und heute Mitglied der Partei Die Linke.

Er war ab 1992 acht Jahre Mitarbeiter bzw. Referent für Rechtspolitik der Linken im Bundestag.

Neben seiner Tätigkeit als Wissenschaftler und Herausgeber arbeitet er als Autor und Kommentator u. a. für die Tageszeitung junge Welt.[4]

Er ist Kritiker der Politik und Strategie der Partei Die Linke.[5]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Zerstörung der Vereinigungsfreiheit in Westdeutschland und der Kampf der Volkskräfte für die Erhaltung, die verfassungsmäßige Sicherung und den Ausbau dieses Grundrechts. Leipzig 1965
  • Griff nach der Notstandsdiktatur. Leipzig 1966
  • Politische und rechtliche Probleme der Anpassung des Parteienmechanismus an die neue Lage des Imperialismus der BRD. 1971
  • Bundestagsparteien im politischen Machtmechanismus der BRD. Verlag Marxistische Blätter, 1974
  • Krise der Regierbarkeit, ein neues Thema bürgerlicher Staatsideologie. Verlag Marxistische Blätter, 1977
  • Zu Ursachen des Scheiterns des europäischen Sozialismus. Berlin 2005
  • Die dritte große Depression. Berlin 2009
  • Arbeitende Klasse in Deutschland. Bonn 2011
  • Krise und Manövrierfähigkeit der parlamentarischen Demokratie. pad-Verlag, Bergkamen 2012
  • Weltwirtschaftskrise als Zeitenwende – Krise oder Ende? pad-Verlag, Bergkamen 2013
  • Die Wiederententdeckung der Klassengesellschaft, pad-Verlag, Bergkamen 2014, ISBN 978-3-88515-258-3
  • Rechte Geschichtspolitik unter linker Flagge. Berlin 2016
  • Am Krankenbett der Linkspartei. Therapie: Mehr Marx als Murks im Pad-Verlag Bergkamen 2019, ISBN 978-3-88515-298-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Arnold Schölzel: Ein Unermüdlicher. In: junge Welt. 21. August 2017, S. 11 (online [abgerufen am 23. August 2017]).
  2. Eulenspiegel Verlagsgruppe
  3. TAZ vom 9. Oktober 2009
  4. https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/artikel/312460.die-mitmachfalle.html
  5. Arnold Schölzel: »Prekarisierte Schichten betreten die politische Bühne«. Gespräch mit Ekkehard Lieberam.Über das Wahldebakel der Linkspartei und dessen Ursachen, die Integrationskraft des Parlamentarismus und die Anpassung an den Politikbetrieb. In: junge Welt. 15. Juni 2019, abgerufen am 20. Juni 2019: „Veränderung geht nur über Massenmobilisierung, über die Förderung von Gegenwehr, über eine Einheitsfront gegen Neoliberalismus und Kriegspolitik“