Ekkehard Schütze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ekkehard Schütze (* 4. Mai 1908 in Berlin; † 4. Oktober 1980 in Schwerin) war ein deutscher Chirurg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel für Ekkehard Schütze am ehemaligen Bezirkskrankenhaus in Schwerin

Schütze studierte Medizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. 1928 wurde er Mitglied des Corps Borussia Greifswald.[1]

An der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin promovierte er 1934 zum Dr. med.[2] 1953 habilitierte er sich an der Universität Rostock.[3] Als Professor und Chefarzt der Chirurgie leitete er bis 1974 das Bezirkskrankenhaus des Bezirks Schwerin in der Werderstraße 30. Indem er operative Abteilungen zusammenlegte, gründete er den Vorläufer vom heutigen Klinikum Schwerin.

Nach 1945 engagierte sich Schütze bei sozialen Projekten und in der Sozialpolitik Mecklenburgs. Als ehemaliger Schweriner Sozialdemokrat wurde er Anfang der 1950er Jahre aus der SED ausgeschlossen, weil er die Umwandlung der SED in eine „Partei neuen Typus“ offen kritisiert hatte. Er konnte allerdings seine Tätigkeit als Arzt weiter ausüben, da Mediziner unbedingt gebraucht wurden.

„Das Elend um mich herum verdirbt mir die Freude am eigenen Wohlergehen und nimmt mich in die Pflicht, denen zu helfen, die sich selber nicht helfen können.“

Ekkehard Schütze

Anlässlich seines 100. Geburtstages ehrte das Klinikum Schwerin Schütze als „Urvater des Schweriner Gesundheitswesens“ mit einer Gedenktafel im ehemaligen Bezirkskrankenhaus, das nach der Wende (DDR) zuletzt als Orthopädische Klinik gedient hatte.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die drei Elemente der Heilkunde. Schwerin 1961

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 18, 509
  2. Dissertation: Transitorische Glykosurie bei Tubarabort. Berlin, 1934
  3. Habilitationsschrift: Der Schenkelhalsbruch und seine Behandlung unter besonderer Berücksichtigung der homoioplastischen Osteosynthese

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]