El-Argar-Kultur

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Die El-Argar-Kultur, ist eine zweiphasige bronzezeitliche Kultur, die im Südosten Spaniens zwischen 1800 und 1300 v. Chr. verbreitet war. Sie entstand aus der Los Millares-Kultur und wurde benannt nach der wichtigsten Fundstätte, einer Höhlensiedlung bei Antas in der Provinz Almería etwa 40 Kilometer nordöstlich der Stadt Almería. Weiter nördlich schloss die verwandte Motilla-Kultur (Motilla del Azuer) an.

Die umfangreichen Siedlungen der Kultur bestanden aus rechteckigen Häusern mit Sockeln aus Bruchgestein. Steinkisten und Pithoi (span: Tinjana) wurden als Bestattungsformen gefunden. Charakteristisch für die Kultur sind anspruchslose, knickwandige Keramikgefäße, Dolchstäbe, Flachbeile und hier erstmals nachgewiesene Fayencen. Die Toten wurden meist als Hocker in den Siedlungsarealen und innerhalb der Häuser beerdigt. Importwaren aus dem östlichen Mittelmeer und Ägypten belegen weitreichende Handelsverbindungen.

Zu den wichtigsten Fundplätzen dieser Kultur in der Provinz Almeria zählen neben El Argar (Antas):

Literatur[Bearbeiten]

  • Oswaldo Arteaga, Hermanfrid Schubart: Fundamentos arqueológicos para el estudio socio-económico y cultural del área de El Argar. In: Homenaje a Luis Siret (1934–1984). Actas del Congreso, Cuevas del Amanzora, Junio 1984. Minuesa, Madrid 1984, ISBN 84-505-3511-5, S. 289–307.
  • Oswaldo Arteaga: Tribalización, jerarquización y Estado en el territorio de El Argar In: SPAL. Bd. 1, 1992, ISSN 1133-4525, S. 179–208.
  • Hermanfrid Schubart, Volker Pingel: Eine bronzezeitliche Höhensiedlung in Andalusien. In: Archäologie in Deutschland. Heft 4, 1992, ISSN 0176-8522, S. 10–13.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: El-Argar-Kultur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien