El Hamma (Gabès)

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El Hamma
El Hamma.jpg
Verwaltung
Staat TunesienTunesien Tunesien
Gouvernement Gabès
Postleitzahl 6020
Demographie
Bevölkerung 34.835 Einw. (2004[1])
Geographie
El Hamma (Tunesien)
El Hamma
El Hamma
Koordinaten 33° 53′ N, 9° 48′ OKoordinaten: 33° 53′ N, 9° 48′ O

El Hamma (arabisch الحامة, DMG al-Ḥāma), auch El Hamma de l'Arad, ist eine Oasenstadt im südlichen Tunesien. Sie liegt im Gouvernement Gabès und hat etwa 35.000 Einwohner.[1] Der Ortsname stammt von Hamma für Bad und resultiert aus natürlichen artesischen Quellaustritten in ihrem Gebiet.

Lage und Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die städtische Ortschaft bildete sich aus ursprünglich fünf einzelnen dorf- und gartenähnlichen Einzelsiedlungen. Diese sind Bechima (1870 angelegt), Bou Attouche, Debdaba, El Ksar und Sembat.

Die Stadt liegt am Fuße des östlichen Ausläufers des Djebel Tebaga in der Arad-Ebene, der die südliche Begrenzung für das geologische Senkungsgebiet Chott el Fedjadj bildet.

Ihre moderne Siedlungsstruktur liegt zu beiden Seiten der durch die Ortschaft führenden Hauptstraße. Die Grünzonen der eigentlichen Oase erstreckt sich in den nördlichen Stadtteilen.

Der überwiegende Teil der Bewohner ist städtisch geprägt. Ursprünglich siedelten hier Nomaden des Stammes Beni Zid. Viele Einwohner der Stadt fühlen sich zu dieser Gruppe zugehörig. Im Umfeld der Stadt befinden sich ausgedehnte Anlagen mit Dattelpalmen, die für einen Teil der Bevölkerung eine Einkommensquelle bieten.

Wasserquellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die dieser Oasengruppe zu Grunde liegenden Wasserquellen bilden das größte Grundwasserreservoir zwischen dem Chott el Fedjadj und der Stadt Gabès. Ihr Auftreten war bereits in der römischen Antike bekannt und deshalb trug der Ort den Namen Aquae Tacapitanae.

Das Wasser tritt in Form artesischer Thermalquellen von selbst aus und besitzt eine Temperatur von 45 °C. Sie sind gering schwefelhaltig.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an der tunesischen Regionalstraße P16, die von der Hafenstadt Gabès ins westliche Landesinnere bis nach Tamerza an die algerische Grenze führt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst Mensching: Tunesien (Wissenschaftliche Länderkunden, Band 1.), Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 1974

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Institut National de la Statistique - Tunisie (französisch)