Elbersberg

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Elbersberg
Koordinaten: 49° 45′ 4″ N, 11° 26′ 42″ O
Höhe: 481 m ü. NHN
Einwohner: 438
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91278
Vorwahl: 09243
Bild von Elbersberg

Elbersberg ist ein Dorf im oberfränkischen Landkreis Bayreuth in Bayern. Es gehört zur Stadt Pottenstein und liegt in der Fränkischen Schweiz.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf freier Flur, etwa 3,5 km südöstlich von Pottenstein an der Kreisstraße BT 41, die im Südwesten in die Bundesstraße 470 mündet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elbersberg wurde möglicherweise erstmals urkundlich im Jahre 1090 als „Albewinsberg“ oder „Albuinsberg“ genannt. Sicher ist eine erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1109 durch eine Bestätigungsbulle des Papstes Paschalis II. über die Stiftungsgründer des Klosters Weißenohe. Ursprünglich dürfte Elbersberg dem Pfalzgrafen Aribo II. gehört haben, der das Kloster Weißenohe stiftete. Anfang des 13. Jahrhunderts verpfändete der Bamberger Bischof den Ort an die Schlüsselberger. Am 22. Mai 1308 vermachte Eberhard II. von Schlüsselberg den Ort schließlich an das 1260 errichtete Frauenkloster in Schlüsselau. Da dieses jedoch zu weit entfernt lag, wurde 1358 mit dem Bistum Bamberg ein Tauschvertrag vereinbart. Dadurch wurde Bamberg erstmals Landes- und Lehnsherr über den Großteil der heutigen Pfarrei Elbersberg. Im Dunkel der Geschichte liegt die kirchliche und pfarrliche Zuständigkeit über Elbersberg. Sicher dürfte aber sein, dass die ersten Christen hier zum Gottesdienst in die sogenannte „Alte Kirche“ am Eichenbühl gingen. Am Lichtmesstag des Jahres 1430 wurde diese Kirche – heute bekannt als Birkenreuther Kapelle - durch die Hussiten zerstört. In der Festschrift zum Jubiläum der Pfarrei St. Jakobus Elbersberg heißt es dazu: „Dabei wurde der Priester mit 68 Männern, die die Kirche heldenhaft verteidigten, auf grausame Weise getötet“. Seit wann genau in Elbersberg eine eigene Kirche stand, ist heute nicht mehr bekannt. Jedoch liegt der Schluss nahe, dass Elbersberg schon im 13. Jahrhundert eine Kirche hatte und diese seit mindestens 1358 Pfarrkirche war. Zur Zeit der Reformation gingen die Elbersberger 115 Jahre lang nach Pottenstein in die Kirche. Erst 1554 wurde an den stehengebliebenen Turm der „Alten Kirche“, der die Angriffe der Hussiten überstand, ein Langhaus angebaut. 1548 entstand dann die neuorganisierte Pfarrei Elbersberg. 1552 wurde Elbersberg protestantisch. Der erste nachgewiesene Pfarrer von Elbersberg war Johann Helldörfer aus Siegmannsbrunn von 1548 bis 1560. Laut Chronik soll er eine „sehr schillernde und zwiespältige Gestalt“ gewesen sein. Er hatte zwar Theologie studiert, zweifelhaft sei aber, ob er als katholischer Geistlicher zu bezeichnen war. Denn er hatte Frau und Kinder, darunter sein Sohn Lorenz, der selbst Priester wurde. Bereits wenige Jahre später, 1557, also noch immer in der Amtszeit von Pfarrer Helldörfer, wurde Elbersberg wieder katholisch. Die heutige Pfarrkirche St. Jakobus konnte schließlich am 23. August 1848 durch Erzbischof Bonifatius von Urban nach 13-jähriger Bauzeit geweiht werden. Seit 1548 stehen 51 Pfarrer in der Chronik der Pfarrei. Die Namen der vorherigen Pfarrer, seit der Pfarreigründung im Jahr 1358, sind nicht mehr bekannt.[1]

Bis zur Gemeindegebietsreform war Elbersberg eine selbständige Gemeinde im damaligen Landkreis Pegnitz. Ortsteile waren neben dem Hauptort Altenhof, Geusmanns, Mittelmühle, Schüttersmühle und Wannberg. Weidenhüll von der aufgelösten Gemeinde Bronn kam 1976 dazu. Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Elbersberg aufgelöst und in die Stadt Pottenstein eingegliedert.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Elbersberger Kirche St. Jakobus der Ältere wurde auf dem Grundstück eines Vorgängerbaus, der wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste, 1833–35 nach Plänen von Joseph Schierlinger unter Mitwirkung Leo von Klenze errichtet. Die Jakobus dem Älteren geweihte einschiffige Saalkirche mit einem achteckigen Turm über dem Presbyterium hat eine spätbarocke Ausstattung mit einem reich dekorierten Hauptaltar und zwei ebenso reich geschmückten Nebenaltären. Einer davon ist ein Marienaltar mit einer barocken Skulptur der Madonna mit Kind. Der zweite ist der Hl. Ottilie geweiht. Die Kirche hat eine Orgel mit einem teils vergoldeten barocken Prospekt.

In der Liste der Baudenkmäler in Pottenstein (Oberfranken) sind für Elbersberg sechs Baudenkmäler aufgeführt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fränkische Schweiz. Abgerufen am 8. Januar 2014.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 677.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elbersberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien