Elbtal (Hessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Elbtal
Elbtal (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Elbtal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 30′ N, 8° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Limburg-Weilburg
Höhe: 176 m ü. NHN
Fläche: 11,11 km2
Einwohner: 2393 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 215 Einwohner je km2
Postleitzahl: 65627
Vorwahl: 06436
Kfz-Kennzeichen: LM, WEL
Gemeindeschlüssel: 06 5 33 005
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 1
65627 Elbtal
Webpräsenz: www.gemeinde-elbtal.de
Bürgermeister: Joachim Lehnert (parteilos)
Lage der Gemeinde Elbtal im Landkreis Limburg-Weilburg
Rheinland-Pfalz Hochtaunuskreis Rheingau-Taunus-Kreis Lahn-Dill-Kreis Bad Camberg Beselich Brechen (Hessen) Dornburg (Hessen) Elbtal (Hessen) Elz (Westerwald) Hadamar Hünfelden Limburg an der Lahn Limburg an der Lahn Löhnberg Mengerskirchen Merenberg Runkel Selters (Taunus) Villmar Waldbrunn (Westerwald) Weilburg Weilmünster WeinbachKarte
Über dieses Bild

Elbtal ist die kleinste Gemeinde im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftaufnahme der Gemeinde aus Richtung Südosten mit Hangenmeilingen im Vordergrund, Heuchelheim hinten links sowie Dorchheim und Elbgrund hinten rechts

Elbtal liegt am Südhang des Westerwaldes über dem Lahntal.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den vier Ortsteilen Dorchheim (Sitz der Gemeindeverwaltung), Elbgrund, Hangenmeilingen und Heuchelheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hügel zu beiden Seiten des Elbbachs waren schon in der Jungsteinzeit bewohnt; zahlreiche Funde von Steinwerkzeugen beweisen das. Die Ringwallanlage "Heidenhäuschen" bei Hangenmeilingen wird auf die Hallstattzeit (750 bis 450 vor Christus) datiert.

Heuchelheim wurde 772 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erstmals erwähnt, Waldmannshausen, eine der Vorgängergemeinden von Elbgrund, am 21. Oktober 1138 im Rahmen einer Schenkung an das Kloster St. Goar, Dorchheim 1215 in einer Urkunde des Klosters Maria Laach, Mühlbach, die zweite Vorgängergemeinde von Elbgrund, 1230 in einer Schenkung der Grafen von Nassau an den Deutschen Orden und Hangenmeilingen am 21. Januar 1333.

Die noch heute erhaltene Wasserburg Waldmannshausen in Elbgrund war im Mittelalter Sitz des Walpoden, der die Gerichtshoheit über das Umland hatte. Die Anlage weist ein spätgotisches Wohnhaus mit zwei Rundtürmen und Wirtschaftsgebäuden auf, die heute noch genutzt werden. Westlich davon befinden sich die Ruinen einer kreisförmig angelegten, älteren Burg. 1835 kam die Burg in den Besitz der bedeutenden Frankfurter Bankiersfamilie Bethmann. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie Quartier der US-Armee. Heute wird sie als Schullandheim genutzt.

Eines der ältesten Gebäude in der Gemeinde ist der Marienstätter Hof in Dorchheim, der seit 1993 als Elbtaler Rathaus genutzt wird. Das genaue Baujahr ist unbekannt. Er ist einer von drei noch erhaltenen Höfen, der dem Kloster Marienstatt gehörte.

Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde in der Gemarkung Mühlbach Ton und Basalt abgebaut.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar 1971 schlossen sich die Orte Dorchheim, Hangenmeilingen und Heuchelheim zu einer Gemeinde mit dem Namen "Elbtal" zusammen.[2] Am 1. Juli 1974 kam die damals noch selbständige Gemeinde Elbgrund hinzu[2], die 1936 aus den vormals selbstständigen Gemeinden Mühlbach und Waldmannshausen gebildet worden war.

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
4
6
5
Von 15 Sitzen entfallen auf:
  • SPD: 4
  • CDU: 6
  • BLE: 5
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,1 6 32,6 5 43,2 7 41,3 6
BLE BürgerListe Elbtal 34,6 5 28,9 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 27,3 4 27,7 4 27,1 4 25,3 4
FWG Freie Wählergemeinschaft Elbtal 10,9 2 13,5 2 13,8 2
FBH Freie Bürgerliste Hangenmeilingen 9,4 1 10,0 2
BLD Bürgerliste Dorchheim 6,8 1 9,6 1
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 15
Wahlbeteiligung in % 47,5 45,9 45,6 57,0
Rathaus der Gemeinde Elbtal in Dorchheim

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burg Waldmannshausen
  • Kapelle St. Nikolaus auf dem Dorchheimer Friedhof
Gebaut am Anfang des 12. Jahrhunderts, im 16. Jahrhundert umgebaut, Mittelpfeiler mit reichem Schnitzwerk versehen, Chorraum mit Gemäldezyklus.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elbtal ist eine Wohngemeinde, neben dem ortsüblichen Handel und Handwerk gibt es keine Industrie.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 54 Siegen - Limburg und ist damit gut an das Fernstraßennetz angeschlossen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde besteht mit der Elbtalschule in Dorchheim eine gemeinsame Grundschule. Als weiterführende Schulen werden üblicherweise die Mittelpunktschule St. Blasius in Frickhofen und die Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar aufgesucht.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten Elbtal Sonnenblume in Dorchheim
  • Kindergarten Elbtal St. Josef in Dorchheim
  • Freiwillige Feuerwehr Dorchheim, gegr. 1895 (einschl. Jugendfeuerwehr seit 27. April 2000)
  • Freiwillige Feuerwehr Elbgrund, gegr. 1934 (einschl. Jugendfeuerwehr seit 25. August 2007)
  • Freiwillige Feuerwehr Hangenmeilingen, gegr. 1934 (einschl. Jugendfeuerwehr seit 1. September 1978)
  • Freiwillige Feuerwehr Heuchelheim, gegr. 1934

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2015 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 369.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elbtal – Sammlung von Bildern