Elchingen auf dem Härtsfeld

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Elchingen auf dem Härtsfeld
Stadt Neresheim
Wappen von Elchingen
Koordinaten: 48° 47′ 28″ N, 10° 15′ 54″ O
Eingemeindung: 1. Mai 1972
Postleitzahl: 73450
Vorwahl: 07367
Elchingen auf dem Härtsfeld (Baden-Württemberg)
Elchingen auf dem Härtsfeld

Lage von Elchingen auf dem Härtsfeld in Baden-Württemberg

Elchingen auf dem Härtsfeld ist ein Stadtteil von Neresheim im baden-württembergischen Ostalbkreis. Der einst selbständige Ort wurde im Jahr 1972 nach Neresheim eingemeindet.

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elchingen auf dem Härtsfeld liegt nordwestlich des Stadtkerns von Neresheim an der Landesstraße L 1084 und an den Kreisstraßen K 3296 und 3297. Südlich und östlich verläuft die B 466 und westlich die A 7. Südlich vom Ort liegt der Flugplatz Aalen-Heidenheim.

Der Ort liegt auf dem Härtsfeld, einer Hochfläche im Osten der Schwäbischen Alb.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früheste Besiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Anzeichen der Besiedlung auf dem Elchinger Gebiet stellen die im nördlichen Heiligenwald gelegenen hallstattzeitlichen Grabhügel dar. Circa 20 Stück dieser Hügel befinden sich dort. Einer von ihnen wurde geöffnet, es wurden Urnen und andere Gefäße gefunden.

Römer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gebiet des heutigen Elchingen verlief die Römerstraße, die die römischen Ansiedlungen in Heidenheim und Bopfingen verband. Ein römischer Wachhügel befand sich in der Nähe der heutigen Kirche. Auch wurden Reste von römischen Gebäuden in der Fuchsgasse und etwas östlich von Elchingen gefunden.

Ab dem Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elchingen wurde 1144 als Alchingen erwähnt, hälftig zum Zehentbezirk der Ohmenheimer Kirche gehörig. Später waren die Herren von Hürnheim die Hauptbesitzer, Conrad vom Hohenhause verkaufte Elchingen an die Grafen von Oettingen, welche 1311 ihren Besitz samt dem Kirchsatz dem Kloster Neresheim um 1200 Pfund Heller überließen. 1343 ist die Witwe des Vogts von Diepertsbuch die Besitzerin. Elchingen kommt 1764 wieder komplett an das Kloster Neresheim, mit dem es 1803 zu Thurn und Taxis kommt, 1810 zu Württemberg.

Elchingen war von 1901 bis 1972 mit der Härtsfeldbahn an das Bahnnetz angeschlossen. Am 1. Mai 1972 wurde die bisherige Gemeinde Elchingen nach Neresheim eingemeindet.[1]

Dreißigjähriger Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im dreißigjährigen Krieg wurde Elchingen bis auf fünf bebaute Güter zerstört.

Ortsbrände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1654: komplett abgebrannt
  • 13. Mai 1756: 123 Gebäude mit Kirche abgebrannt
  • 13. Juni 1845: 25 Gebäude abgebrannt
  • 14. Juni 1870: 44 Gebäude abgebrannt

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot ein trabender goldener Elch.“

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportverein Elchingen e.V. 1966[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 445.
  2. Website des Sportvereins Elchingen e.V. 1966