Elchniederungsbahn

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Niederungsbahn/Elchniederungsbahn
Elchniederungsbahn (blau)Staatsbahnstrecken (grün)Kreisgrenze bis 1920 (rot)heutige litauisch-russische Staatsgrenze (gelb)
Elchniederungsbahn (blau)
Staatsbahnstrecken (grün)
Kreisgrenze bis 1920 (rot)
heutige litauisch-russische Staatsgrenze (gelb)
Streckenlänge: 53,4 km
Spurweite: 750 mm (Schmalspur)
(Groß) Brittanien–Kaukehmen (Kuckerneese)–Karkeln
Kursbuchstrecke: DR 120j (1940)
Streckenlänge: 36,9 km
(Groß) Brittanien–Seckenburg
Kursbuchstrecke: DR 120j (1940)
Streckenlänge: 21,7 km
Strecke – geradeaus
Staatsbahn Königsberg–Tilsit von Tilsit
Bahnhof, Station
0,0 Groß Brittanien/Brittanien (Ostpr) Klbf (Schtscheglowka)
   
Staatsbahn Königsberg–Tilsit nach Königsberg
   
2,4 Neukirch (Ostpr) (Timirjasewo)
   
5,2 Budehlischken/Hocheneiche (Ostpr)
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8,4 Bogdahnen/Bolzfelde (Werchni Bisser)
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10,1 Neu Sköpen
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10,8 Alt Sköpen (Mostowoje)
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12,3 Gut Neuhoff/Neuhof-Kaukehmen
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13,5 Trumpeiten/Trumpenau
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14,7 Kaukehmen/Kuckerneese (Jasnoje)
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15,4 Kaukehmen-West/Kuckerneese-West
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17,2 Groß Allgawischken/Schlichtingen
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18,0 Klein Allgawischken/Allgau
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18,7 Schneiderende
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21,2 Schakuhnen (Ostpr)/Schakendorf (Lewobereschnoje)
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23,0 Schudereiten/Jägerhöh
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25,7 Spucken/Stucken (Jasnopoljanka)
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28,1 Ackelningken/Ackeln
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29,2 Lukischken/Luken
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31,8 Kallningken/Herdenau (Prochladnoje)
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34,1 Tramischen/Trammen (Rasdolnoje)
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36,9 Karkeln (Myssowka)
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7,9 Wolfsberg
   
10,6 Reatischken/Budeweg (Aisty)
   
12,2 Andreischken/Nassenfelde
   
14,6 Norwischeiten/Schwanensee
   
17,1 Lappienen/Rauterskirch (Bolschije Bereschki)
   
20,3 Kryszahnen/Seckenburg Hp
   
21,7 Kryszahnen/Seckenburg (Sapowednoje)
   
Lände am Kleinen Friedrichsgraben[1] (Greituschke)

Die Elchniederungsbahn war ein Kleinbahnbetrieb im ehemaligen Landkreis Elchniederung in der preußischen Provinz Ostpreußen. Entsprechend dem ursprünglichen Namen des Kreises hieß sie bis 1938 Niederungsbahn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des Landkreises Elchniederung erstreckte sich im Mündungsdelta des Memelflusses vom westlichen Stadtrand Tilsits bis zum Kurischen Haff. Nach dem Ersten Weltkrieg war noch der auf dem linken Flussufer liegende Teil des Kreises Heydekrug hinzugekommen.

Der Anschluss an das Eisenbahnnetz war erst 1891 durch die Staatsbahnstrecke Tilsit–Labiau–Königsberg erfolgt, an der die Kreisstadt Heinrichswalde lag.

Danach erhielt das Land bis zum Haff einen Schienenweg durch die Niederungsbahn. Die Insterburger Kleinbahn-AG nahm den ersten Abschnitt am 7. Juli 1902 in Betrieb; er begann am Bahnhof der Ortschaft Groß Brittanien und führte in nordwestlicher Richtung über Budehlischken (Hoheneiche, heute nicht mehr existent) zu dem früheren Sitz des Landratsamtes in Kaukehmen (später: Kuckerneese) mit 2.200 Einwohnern.

Erst im Februar 1911 erreichte die 37 Kilometer lange Bahn das Haff bei dem Ort Karkeln; im selben Jahr wurde am 20. November eine Zweigbahn von Budelischken nach Seckenburg (17 km) eröffnet. Damit war das in der Schmalspur von 750 mm angelegte Kleinbahnnetz insgesamt 53 Kilometer lang.

Die Betriebsführung oblag der Ostdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft (ODEG) in Königsberg. 1924 wurde die Insterburger Kleinbahnen-AG. in Ostpreußische Kleinbahnen AG umbenannt.

Im Jahre 1939 standen folgende Fahrzeuge zur Verfügung: sechs Dampflokomotiven, elf Personen-, vier Pack- und 107 Güterwagen sowie fünf Omnibusse.

Bereits am 10. Juni 1929 war der Schienenverkehr durch Buslinien ergänzt worden: eine Linie führte von Tilsit nach Karkeln, die andere von Heinrichswalde nach Seckenburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegfried Bufe (Hrsg.): Eisenbahnen in West- und Ostpreußen. (= Ostdeutsche Eisenbahnen 1). Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1986, ISBN 3-922138-24-1.
  • Jörg Petzold: Die Elchniederungsbahn. Dezember 2000, (Heimatbrief „Die Elchniederung“ Nr. 32 und 33, ZDB-ID 1019305-4), s.a.
  • Paul Lemke: Der Kreis Elchniederung. Band 1 und 2. Herausgegeben von der Kreisgemeinschaft Elchniederung e.V. 1967–1969.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortsplan Seckenburg. wiki-commons.genealogy.net, abgerufen am 27. Januar 2017.