Elektrisches Gefühl

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Elektrisches Gefühl
Juli
Veröffentlichung 27. August 2010
Länge 3:43
Genre(s) Pop-Rock
Text Simon Triebel, Eva Briegel
Musik Simon Triebel
Verlag(e) EMI Music Publishing
Label Island
Album In Love

Elektrisches Gefühl ist ein Lied der deutschen Band Juli aus dem Jahr 2010. Es erschien als erste Singleauskopplung aus ihrem dritten Album In Love.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sängerin Eva Briegel erklärt die Bedeutung des Liedes wie folgt:

„Im Song geht es um den Moment, wenn etwas kippt. Wenn man sich aus einer Starre lösen kann, wenn man lange passiv war, eingefroren, sich nicht bewegt hat, wenn man dann merkt, es kommt ein Funke, so eine Initialzündung, und man kann wieder durchatmen und ist wieder beweglich. Das ist ein elektrisches Gefühl. Es hat etwas von einem Stromstoß, es pickst und prickelt. Andererseits passt der Songtitel gut zur Platte, weil wir viele Elektro-Elemente verwenden und vom erdigen Sound weggegangen sind.“

Eva Briegel: Interview in der Zeitschrift streifzug, Ausgabe September 2010.[1]

Veröffentlichung und Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrisches Gefühl erschien am 27. August 2010 als Vorabsingle des Albums In Love, das am 17. September 2010 veröffentlicht wurde. Die Band stellte das Lied unter anderem am 18./19. September in der Samstagabendshow Schlag den Raab auf ProSieben vor.[2]

Die Single wurde ausschließlich als 2-Track-Version veröffentlicht:

# Titel Spiel-
dauer
1. Elektrisches Gefühl 3:43
2. Elektrisches Gefühl – Akustikversion 3:15

Am 10. September 2010 stieg Elektrisches Gefühl auf Platz 12 in die offiziellen deutschen Singlecharts ein, was zugleich die Höchstposition war, die das Lied erreichte. Es konnte sich knapp ein halbes Jahr bis Anfang März 2011 in den Charts halten; mehr als drei Jahre später stieg es am 24. Mai 2013 noch einmal für eine Woche auf Platz 94 in die Charts ein.[3] In Österreich, wo das Lied ebenfalls am 10. September in die Charts einstieg, gelang die Höchstposition erst am 22. Oktober mit Platz 21.[4] In der Schweiz erreichte das Lied keine Chartsnotierung.[5]

Charts Höchst-
position
Wochen
DeutschlandDeutschland Deutschland[3] 12 27
OsterreichÖsterreich Österreich[4] 21 13

Musikvideo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das offizielle Musikvideo zu Elektrisches Gefühl wurde Ende Juli 2010 gedreht.[6] Es entstand unter der Regie von Chrsn von der Pfadfinderei sowie mit Sascha Wolfram an der Kamera. Drehort waren die Havelstudios in Berlin.[7] Das Video zeigt Eva Briegel bei der Toilette vor dem Badezimmerspiegel, wobei nach und nach die übrigen Bandmitglieder hinzukommen. Die Sängerin beschreibt den Inhalt des Videos folgendermaßen:

„In dem Video geht es ums Ausgehen: Sich fertig machen, im Spiegel betrachten und dann einfach los starten.“

Eva Briegel: Interview mit Gala.de, 20. August 2010[7]

Mitwirkende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eva Briegel: Gesang
  • Andreas „Dedi“ Herde: Bass
  • Jonas Pfetzing: Gitarre
  • Simon Triebel: Gitarre
  • Marcel Römer: Schlagzeug
  • Olaf Opal, Tobias Siebert: Produktion
  • Juli: Produktion (Akustikversion)
  • Jörg Siegeler: Engineering
  • Tobias Siebert, Olaf Opal: Abmischung
  • Simon Triebel: Abmischung (Akustikversion)
  • George Marino, Sterling Sound, New York: Mastering
  • Jörg Siegeler, Studio Kanal 24, Bochum: Mastering (Akustikversion)
  • Sven Sindt: Fotos
  • Universal Music Domestic Pop: Musiklabel
  • Island Records: Musiklabel
  • EMI Music Publishing: Musikverlag
  • Studio Kanal 24, Bochum: Tonstudio
  • Radio Buellebrueck, Berlin: Tonstudio
  • Pfadfinderei: Artwork

Sesamstraßen-Version[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 produzierte die ARD unter dem Reihentitel Sesamstraße präsentiert: Ernie & Bert Songs eine Reihe Clips, in denen bekannte Pop- und Rockmusiker (darunter etwa Herbert Grönemeyer und Lena) jeweils einen ihrer Hits mit neuem Text gemeinsam mit den Figuren Ernie und Bert aus der Sesamstraße präsentierten.[8] Die Band Juli steuerte unter dem Titel Komm endlich raus und spiel eine neue Version von Elektrisches Gefühl bei. Im Video versucht Eva Briegel gemeinsam mit Bert, den am Computer spielenden Ernie zum Spielen im Freien zu bewegen. Die übrigen Bandmitglieder sind unterdessen an ihren Instrumenten zu sehen.[9] Der Clip wurde erstmals am 8. Dezember 2011 im KI.KA ausgestrahlt.[8]

Coverversionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrisches Gefühl wurde mehrfach von Teilnehmern in Castingshows interpretiert:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marc Schäfer: Eva Briegel: „Wir tragen eine Sehnsucht in uns“. In: streifzug – Magazin für Stadt und Landkreis Gießen. September 2010, S. 13 (giessener-allgemeine.de (Memento vom 2. Juni 2016 im Internet Archive) [PDF]).
  2. Juli – Elektrisches Gefühl. MySpass.de, abgerufen am 3. Juni 2016.
  3. a b Juli – Elektrisches Gefühl. Offizielle Deutsche Charts, abgerufen am 3. Juni 2016.
  4. a b Juli – Elektrisches Gefühl. austriancharts.at, abgerufen am 3. Juni 2016.
  5. Juli – Elektrisches Gefühl. hitparade.ch, abgerufen am 3. Juni 2016.
  6. Videodreh zu „Elektrisches Gefühl“ noch diese Woche. esistjuli.de, 21. Juli 2010, abgerufen am 3. Juni 2016.
  7. a b Ihr Freund macht die Mama. Gala.de, 20. August 2010, abgerufen am 3. Juni 2016.
  8. a b Sesamstraße präsentiert: Ernie & Bert Songs. NDR, abgerufen am 3. Juni 2016 (PDF, offizielle Pressemappe).
  9. ‚Komm endlich raus und spiel‘ – JULI macht Musik mit Ernie und Bert – Sesamstraße – NDR – ARD auf YouTube
  10. X Factor – Meral mit dem Juli Hit „Elektrisches Gefühl“ – Video. clipfish.de, 21. September 2010, abgerufen am 3. Juni 2016.
  11. Lena Sicks – Elektrisches Gefühl. The Voice of Germany, 6. Januar 2012, abgerufen am 3. Juni 2016.
  12. DSDS 2013: Lisa Wohlgemuth singt „Elektrisches Gefühl“ von Juli. rtl.de, 7. April 2013, abgerufen am 3. Juni 2016.
  13. DSDS 2013: Lisa Wohlgemuth singt „Elektrisches Gefühl“ von Juli. rtl.de, 11. Mai 2013, abgerufen am 3. Juni 2016.
  14. Jazzy Gudd: Elektrisches Gefühl. The Voice of Germany, 26. November 2015, abgerufen am 3. Juni 2016.