Elferkofel

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Elferkofel
Die Gruppe des Elferkofels von Südwesten

Die Gruppe des Elferkofels von Südwesten

Höhe 3092 m s.l.m.
Lage Grenze Südtirol / Provinz Belluno, Italien
Gebirge Sextener Dolomiten
Koordinaten 46° 38′ 10″ N, 12° 22′ 41″ O46.63611111111112.3780555555563092Koordinaten: 46° 38′ 10″ N, 12° 22′ 41″ O
Elferkofel (Alpen)
Elferkofel
Erstbesteigung Michel Innerkofler, 1878

Der 3092 m s.l.m. hohe Elferkofel oder kurz Elfer (italienisch Cima Undici) ist mit seinem Nordgipfel der höchste Gipfel der nach ihm benannten Elfergruppe in den Sextener Dolomiten. Der Südgipfel überschreitet mit 3068 m s.l.m. ebenfalls noch die Dreitausendergrenze.

Zur Gruppe gehören u.a. noch die nördlich vorgelagerte Sextener Rotwand, der Zsigmondykopf, die Hochbrunner Schneid sowie Monte Giralba di Sopra und Monte Giralba di Sotto. Das Elfermassiv ist die einzige Gebirgsgruppe der Sextener Dolomiten, an der sich mehrere kleine Gletscherreste halten konnten. Zusammen mit dem Neuner, dem Zehner (bei dem es sich um die bereits erwähnte Sextener Rotwand handelt), dem Zwölferkofel und dem Einser bildet der Elfer die so genannte Sextener Sonnenuhr, die der Bevölkerung Sextens recht verlässlich die Bestimmung der Tageszeit anhand des Sonnenstandes erlaubt(e).

An der »Fotografierstelle« des Alpinisteigs

Die Erstbesteigung des Südgipfels des Elferkofels gelang 1878 dem großen Dolomitenführer Michel Innerkofler aus Sexten.[1] Sein Bruder Hans Innerkofler und Baron Roland von Eötvös blieben unterhalb des Gipfels zurück.[2]

Vielerorts findet man Reste der im Ersten Weltkrieg angelegten militärischen Stellungen. Unterschlüpfe, Maschinengewehrnester, Reste alter Holzleitern, Verbauungen und Relikte aus Stacheldraht begegnen dem Bergsteiger und Höhenwanderer auch heute noch an vielen Stellen, z.B. in der Umgebung der Elferscharte. Die dortige italienische Stellung wurde von den Alpini über eine in die Felsbänder gesprengte Steiganlage versorgt. Heute führt über diese Trasse der unter Klettersteiggehern sehr beliebte Alpinisteig (Strada degli Alpini). Trittsichere, schwindelfreie und entsprechend ausgerüstete Bergsteiger können über diesen Eisenweg ohne großen Höhenunterschied entlang der Westseite des Massivs vom Giralbajoch zur Elferscharte und von dort ostwärts zur Sentinellascharte den Spuren der Alpini folgen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Richard Goedeke: Sextener Dolomiten. Alpenvereinsführer. Bergverlag Rother, München 1988, ISBN 3-7633-1255-2, S. 260.
  2.  Carl Diener: Die Sextener Gruppe. In: Eduard Richter, Deutscher und Österreichischer Alpenverein (Hrsg.): Die Erschließung der Ostalpen. 3, Verlag des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, Berlin 1894, S. 526.