Elftraud von Kalckreuth

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Elftraud „Elfi“ von Kalckreuth (* 22. Mai 1937 in Breslau)[1] ist eine deutsche Autorin sowie ehemalige Fernsehansagerin und Schauspielerin (unter dem Künstlernamen Eva Anthes).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Kalckreuth studierte nach dem Abitur Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. Sie arbeitete als Funk- und Synchronsprecherin, Regieassistentin und Filmschauspielerin.[1] Zwischen 1959 und 1960 wirkte sie unter dem Künstlernamen Eva Anthes in vier Spielfilmen mit, darunter an der Seite von Joachim Fuchsberger in der Edgar-Wallace-Verfilmung Der Frosch mit der Maske.

1957 hatte sie bereits ein halbes Jahr beim Bayerischen Rundfunk Erfahrungen als Ansagerin gesammelt, im April 1965 griff sie darauf zurück und begann im ZDF in freier Mitarbeiterschaft als Fernsehansagerin zu arbeiten. Daneben war sie Redaktionsassistentin in der Redaktion „Dokumentation Inland“. Ab 1. April 1982[2] wurde sie feste Mitarbeiterin des ZDF mit erweitertem Aufgabenfeld, u. a. als Leiterin vom Dienst und Redakteurin. Dem breiten Publikum war von Kalckreuth aber auch in den 1970er und 1980er Jahren vor allem als ZDF-Programmansagerin bekannt; daneben moderierte sie Musiksendungen und das frühsonntägliche Sonntagskonzert. In ihren letzten Jahren beim ZDF war sie nach dem Ende ihrer Ansagerinnenlaufbahn noch bis 1993 Redakteurin in der Redaktion „Schauspiel“.[1]

Elftraud von Kalckreuth absolvierte in den USA eine Ausbildung in Gestalttherapie. 1998 ließ sie sich in Tübingen und Wien in Existenzanalyse und Logotherapie ausbilden. Seit 1992 arbeitet sie ehrenamtlich für die Hospizbewegung und seit 1998 als Therapeutin für Existenzanalyse und Logotherapie. In diesen Bereichen gibt sie auch Workshops und Seminare. Ihre Erfahrungen in der Hospizbewegung fasste von Kalckreuth in dem Buch Auf dem Weg mit Sterbenden zusammen. Sie gibt u. a. mit den Büchern Angst als Freund, Engel für Andere Anregungen, sich vor allem mit schwierigen Lebenssituationen positiv auseinanderzusetzen. Darüber hinaus veröffentlichte von Kalckreuth mehrere Bücher zum christlichen Leben und Meditations-CDs. Ihr jüngstes Buch heißt Reni und ihr seltsamer Freund mit seinen Geschichten vom Jenseits (2012).

2014 wurde ihr Buch "Der Weg der 24 Steine" im Mainzer Verlag "Salonlöwe" veröffentlicht.

Seit Juni 2015 verfasst sie den Blog "Schreckgespenst Alzheimer", in dem sie sich auf für das Thema ungewohnt heitere Weise mit ihren Ängsten vor der Alzheimer-Krankheit auseinandersetzt.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf dem Weg mit Sterbenden. Alles hat seine Zeit, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2001, ISBN 3-7867-2298-6
  • Engel für andere: Auf Rafaels Spuren, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2002, ISBN 978-3-7867-2393-6 (auch als Hörbuch)
  • Neu Oasen: Gedanken-Bilder, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2003, ISBN 978-3-7867-2393-6
  • Angst als Freund: Alltäglichen Ängsten mit Vertrauen begegnen, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2004, ISBN 3-7867-2500-4 (Neuauflage Anfang 2016 im Verlag Gegenüber, Mainz)
  • Vom Staunen und Wundern: Fundstücke und Geschichten, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2005, ISBN 978-3-7867-2542-8
  • Liebe ist die Antwort. Gespräche mit der Mystikerin Julian von Norwich, Matthias-Grünewald-Verlag, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-7867-2644-9
  • Ein Stundenbuch vom Himmelreich, Mainz 2009.
  • Reni und ihr seltsamer Freund mit seinen Geschichten vom Jenseits, Mainz 2012.
  • "24 Tage mit einem Engel", Steinbrenner Verlag, 2012. Mit Illustrationen von Theo Steinbrenner.
  • "Briefe zur Weihnachtszeit an Henriette", Mainz 2012.
  • "Der Weg der 24 Steine", Mainz 2014.
  • Blog: www.schreckgespenst-alzheimer.de

Hörbücher und CDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der selbstsüchtige Riese, Hospiz Wattenscheid 1998
  • Der glückliche Prinz, Mainz (Schott) 1999
  • Engel für Andere, Hörbuch, Mainz (Grünewald) 2003
  • Neu Oasen – Gedankenbilder und Musik, Mainz (Grünewald) 2004
  • Neun Verwandlungen. Meditationen in Wort und Musik, Mainz (Grünewald) 2005
  • Ich bin dabei gewesen: Ein kleiner Engel erzählt die Weihnachtsgeschichte, Mainz (Benefiz-CD für Hospiz-Mainspitze e.V.), zu erwerben über die Hospiz-Mainspitze e.V.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Anonymus: Elfi von Kalckreuth. Das Mainzelmännchen mit der dunklen Stimme. (Beruf: Fernsehansagerin (21)). Funk Uhr, Heft 6/1972, S. 64.
  2. https://picclick.de/Elfi-von-Kalckreuth-schwarz-weiß-Foto-DPA-Bestand-162829240490.html#&gid=1&pid=3.
  3. Schreckgespenst Alzheimer (Memento des Originals vom 23. Januar 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schreckgespenst-alzheimer.de
  4. Bundespräsidialamt