Elia Rediger

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Elia Rediger 2007 in Darmstadt

Elia Rediger (* 8. Juli 1985 in Kinshasa, Kongo) ist ein Schweizer Sänger, Künstler und Lyriker. Er ist Gründungsmitglied der Band The bianca Story.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elia Rediger wurde 1985 in Kinshasa, Kongo geboren. Als Sohn Schweizer Entwicklungshelfern wuchs er nach der Rückkehr in die Schweiz in Basel auf, wo er im als Kindersänger am Theater Basel auftrat. Nach Aufenthalten in Denver, USA und einem Studium in Medienkunst gründete er mit Fabian Chiquet 2006 die Musikgruppe The bianca Story in der er Texter, Frontmann und Sänger war und 4 Alben veröffentlicht hat.

Mit Regisseur Daniel Pfluger spielte The bianca Story erstmals im Theater. The Acid Monks und Gilgamesh Must Die! (Uraufführung Deutsche Oper Berlin, 2014) mit Regisseur Daniel Pfluger und Parade mit Fabian Chiquet sowie Peter Pan mit Michael Lippold am Stadttheater Bern (2015).

Mit Mut, Chaos & Lockerheit liess er sich 2012 als Bürgermeister seiner Heimatstadt Basel aufstellen und machte mit öffentlichen Aktionen auf den androhenden Schlaf seiner Heimatstadt aufmerksam. Dabei einstand der erste offizielle «Urdemokratisch komponierte Wahlsong» mit 104 Urhebern. Seine Unruhestiftung sorgte für 2881 Stimmen. Schlussendlich gestand er seine Niederlage ein, führte aber das politische Engagment weiter.[1] Seine Texte und Musik befassen sich mit biographischen, utopischen, wie auch utopisch-realistischen Themen.

In Paris schrieb Rediger anlässlich des 50. Jahrestages des ersten LSD-Verbotes in Kalifornien 14 Lieder für ein LSD-Oratorium. Zusammen mit William Brittelle entstand daraus ein Orchesterwerk für einen Konzertfilm. Im Oktober 2016 wurde Redigers Oratorium Oh Albert mit der Basel Sinfonietta aufgeführt.[2] Gleichzeitig erwähnte Elia Rediger zum Anlass der Premiere das seine Band The bianca Story auf weiteres «ins oberste Gefrierfach gelegt wurde».[3]

Als Hausautor des Konzerttheater Bern, Schweiz, schrieb er in Zusammenarbeit mit dem Studio Kabako, DRC, sein erstes Musiktheaterstück OH BOYOMA. (UA JUNI 2017, Bern). Dafür bereiste er im Frühjahr 2016 sein Geburtsland Demokratische Republik Kongo.

Nach Aufenthalten in Denver, Paris und Basel lebt er hauptsächlich in Berlin und arbeitet seit 2014 an seinem ersten Soloalbum.

Musikarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zentrum Redigers Musik steht die Erzähl- und Gesangsstimme. Die düsteren Stimmungen werden durch elektronische Stimmungen gebrochen. Dies bedingt durch sein Umgang von elektronischer Popmusik, Instrumentenrobotern, Chormusik, Klassik, Kongolesische Beatmusik, Jazz, Elektronik, Rock. Musik von Scott Walker, Neil Young, Mani Matter, Nina Simon, Bob Dylan haben ihn beeinflusst. Mit The bianca Story veröffentlichte Rediger 4 Alben und 2 Theaterstücke. 2009 realisierten sie mit dem, „Unique Copy Album“ eine Kunstauktion, mit der ein Album als Unikat versteigert wurde. Dieses Album erlangte auch durch die öffentliche Kritik Seitens Redigers an Wu-Tang Clans Unikatalbum breitere Aufmerksamkeit.[4] Für das Album „DIGGER“ erreichte Rediger mit The bianca Story mit 90‘000 Euro die damals höchste je gesammelte Crowdfunding Summe für Musik in Europa. Das Album ist seither gratis erhältlich und wurde von The bianca Story als «freigekauft» genannt. The bianca Story tourt seit 2006 in Europa und der Schweiz. Sie sind Gewinner des Basler Pop Preises 2010 ihrer Heimatstadt Basel und waren bis 3015 bei Tim Renner‘s Label Motor Music (Berlin) unter Vertrag. Mit dem Song „Dancing People Are Never Wrong“ gelang ihnen mit Jan Blomqvist einen Clubhit. Der führende Schweizer Pop&Rock Radiosender SRF 3 betitelte sie 2009 als „die wichtigste Band der Schweiz“.[5] Erste solistische Lieder entstanden 2015. In Paris schrieb Rediger 14 Texte und Lieder für ein orchestrales LSD-Oratorium. Zusammen mit Post-Genrekomponist entstand Oh Albert als psychedelische lyrischer Konzert. Die Uraufführung mit der Basel Sinfonietta fand in seiner Heimatstadt und Geburtsstadt des LSDs Basel statt. Zusammen mit Filmemacher Gregor Brändli drehten sie ein gleichnamigen experimentellen Konzertfilm in 14 Kapiteln mit Publikum. (VÖ2017/18)

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Elia Rediger & William Brittelle Oh Albert (mit Basel Sinfonietta)
  • 2015: Elia Rediger - Musik zu Peter Bichsel Hörspiel: „Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennen lernen“[6]
  • 2014: Elia Rediger - Flowers (Isnt-NITS - Faze Records)
  • 2013: The bianca Story - Digger (Motor Music)
  • 2013: The bianca Story - M & The Acid Monks (Motor Music)
  • 2012: The bianca Story - Coming Home (Motor Music)
  • 2008: The bianca Story - Hi Society! (Rodeostar Records)

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Videoclip: Does Mani Matter? mit Dieter Meier, Gregor Brändli
  • 2013: LISTE Art Fair, Performance: Blue Notes
  • 2012: Autocenter Berlin: Performance mit Marc Hofweber.
  • 2009: Kunstauktion Unique Copy Album Kunsthaus Glarus (mit The bianca Story) (CH)
  • 2003: Faust 3: Neues Theater am Bahnhof Dornach

Musiktheater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Peter Pan J.M.Barrie (mit The bianca Story – Inszenierung Michael Lippold)
  • 2014: Gilgamesh Must Die! (mit The bianca Story - Inszenierung Daniel Pfluger)
  • 2013: Parade (mit Fabian Chiquet, Yannik Gyger)
  • 2011: M & The Acid Monks (mit The bianca Story - Inszenierung Daniel Pfluger)
  • 2009: Chris Crocker (mit The bianca Story)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. JENS UTHOFF: «Das Back-up, das man hinterlässt», In: TAZ vom 17. März 2014.
  2. Anja Wernicke: «The bianca Story» und Basel Sinfonietta wagen einen musikalischen LSD-Trip, In: Badener Tagblatt vom 6. Oktober 2016.
  3. Marc Krebs: «Könnten wir den Begriff Hochkultur bitte weglassen in diesem Artikel?», In: Tageswoche vom 4. Oktober 2016.
  4. http://www.20min.ch/entertainment/musik/story/-Wu-Tang-Clan-haben-unsere-Idee-geklaut--16787992
  5. http://www.srf.ch/radio-srf-3/musik/the-bianca-story-das-warten-auf-den-grossen-hit
  6. Hörspiel-Premiere: «Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennen lernen», In: SRF vom 23. März 2015.