Elisabeth Max-Theurer

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Elisabeth „Sissy“ Max-Theurer (* 20. September 1956 in Linz) ist eine österreichische Sportfunktionärin, Olympiasieger und ehemalige Dressurreiterin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elisabeth Theurer wurde 1956 in Linz geboren. Sie begann im Alter von zehn Jahren zu reiten und spezialisierte sich auf Dressur.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elisabeth Max-Theurer - Moskau 1980
Moskau 1980

Als Dressurreiterin wurde Elisabeth Theurer 1978 österreichische Staatsmeisterin, im Jahr darauf Europameisterin und 1980 Olympiasiegerin. Alle diese Erfolge feierte sie auf dem Schimmelwallach Mon Cherie. Zwischen 1983 und 1992 wurde sie noch drei weitere Male österreichische Staatsmeisterin, belegte bei internationalen Bewerben aber keine Spitzenplätze mehr. 1994 trat sie vom aktiven Wettbewerb zurück.[1]

Wichtigste Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten mit Mon Cherie
  • 1979: Europameisterin im Dressurreiten in Aarhus, Dänemark mit Mon Cherie
  • 1979: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten mit Mon Cherie
  • 1980: Olympiasiegerin in Moskau mit Mon Cherie
  • 1980: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten mit Mon Cherie
  • 1983: 10. Platz Europameisterschaften in Aachen mit Acapulco
  • 1983: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten
  • 1984: 11. Platz Olympische Spiele in Los Angeles mit Acapulco[1]
  • 1984: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten

Wettkampfpause durch die Geburt ihrer Kinder

  • 1992: 8. Platz Einzelwertung Olympische Spiele in Barcelona mit Liechtenstein
  • 1992: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten
  • 1994: 12. Platz Weltmeisterschaften in Den Haag mit Liechtenstein

Sportfunktionärin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elisabeth Max-Theurer ist die Tochter von Josef Theurer, dem Miteigentümer des Gleisbaumaschinenunternehmens Plasser & Theurer.[2] 1968 begegnete sie erstmals dem Ampflwanger Reitlehrer Hans Max, welcher 1974 ihr Trainer und 1983 ihr Ehemann wurde.[1] Das Ehepaar Max-Theurer hat zwei Kinder, Tochter Victoria Max-Theurer ist ebenfalls Dressurreiterin und mehrfache Olympiateilnehmerin (2004, 2008, 2012, 2016).

Elisabeth Max-Theurer lebt heute mit ihrer Familie auf Schloss Achleiten in Kematen an der Krems, wo sie einen Zucht- und Ausbildungsbetrieb mit zwanzig Pferden führt.[1]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympiateilnahme 1980[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Max-Theurer holte bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau die einzige Goldmedaille für Österreich, doch wurden ihre Teilnahme und ihr Sieg stark kritisiert. Da die Sommerspiele 1980 von vielen Nationen boykottiert wurden und dadurch viele Medaillenfavoriten nicht teilnehmen konnten, sei Max-Theurer zwar 1980 die beste Teilnehmerin im olympischen Wettbewerb gewesen, doch seien die Wettkämpfe in Moskau eben nicht unter den besten Dressurreitern der Welt ausgetragen worden.

Vorwurf der Vergeudung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das österreichische Nachrichtenmagazin „News“ berichtete in der Ausgabe vom 26. April 2012 vom Vorwurf, dass „Verbandsgelder vergeudet und die Bilanz 2010 geschönt worden sei.“ Max-Theurer wurde in ihrer Funktion als Präsidentin des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) dem Vorwurf der Bilanzschönung und der Geldvergeudung ausgesetzt.[4] Aufgrund dieser Vorwürfe prüfte die Bundessportorganisation die korrekte Verwendung der öffentlichen Gelder. Bei der Prüfung konnte die Bundessportorganisation keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Die Bilanzen des OEPS werden weiters von externen, unabhängigen Wirtschaftsprüfern erstellt und geprüft.[5] Die Anzeige wurde zurückgelegt, da keinerlei Verdachtsmomente vorlagen.[6][7] Der OEPS ließ daher gegen diese Vorwürfe juristische Schritte einleiten.[5] Am 21. August 2012 verurteilte das Landesgericht für Strafsachen Wien die AHVV Verlags GmbH (Periodische Druckschrift HEUTE), wegen übler Nachrede (§ 6 MedienG) und Verletzung des Identitätsschutzes (§ 7a MedienG), zur Zahlung einer Entschädigung und zur Urteilsveröffentlichung (in HEUTE) verurteilt.

Zivilrechtliche Verfahren gegen die AHVV Verlags GmbH und Verlagsgruppe News sowie gegen die vermeintlichen Initiatoren der negativen Medienkampagne endeten im Vergleich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elisabeth Max-Theurer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Sonst wäre es ein Russe gewesen, in: Der Standard, Zugriff am 2. September 2016
  2. http://www.revolvy.com/main/index.php?s=Plasser%20%26%20Theurer&item_type=topic
  3. Sissy Max-Theurer - eine Olympiasiegerin feiert ihren "Dreißiger", Landeskorrespondenz Nr. 161 vom 20. Juli 2010, Internetpräsenz des Landes Oberösterreich
  4. Zoff beim Reitsportverband. In: News.at 17/12 vom 26. April 2012, abgerufen am 22. Mai 2012.
  5. a b Falscher, anonymer Vorwurf gegen OEPS, Pressemitteilung des Österreichischen Pferdesportverbandes, 12. Juni 2012
  6. "Die Anzeige gegen Max-Theurer im Wortlaut" In "heute.at" vom 12. Juni 2012, abgerufen am 10. Juni 2012
  7. "Jetzt ermittelt Justiz gegen Olympia-Siegerin" In "heute.at" vom 11. Juni 2012, abgerufen am 10. Juni 2012