Elisabeth Noelle-Neumann

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Elisabeth Noelle-Neumann mit Staatssekretär Otto Schlecht (1991)

Elisabeth Noelle-Neumann (* 19. Dezember 1916 in Berlin; † 25. März 2010 in Allensbach[1], amtlich zuletzt Elisabeth Noelle) war Professorin für Kommunikationswissenschaft an der Universität Mainz und Gründerin des Instituts für Demoskopie (IfD) in Allensbach. Sie gilt als Pionierin der Demoskopie in Deutschland und war Begründerin der Theorie der Schweigespirale.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elisabeth Noelle wurde in Berlin als zweites von vier Kindern des Ehepaares Eva und Ernst Noelle in einer großbürgerlichen Familie geboren. Ihr Vater war promovierter Jurist und gründete die Tobis-Filmgesellschaft. Ihre Großväter waren der Fabrikant Ernst Noelle und der Bildhauer Fritz Schaper.[2][3]

Nachdem Elisabeth Noelle zunächst Schulen in Berlin besucht hatte, schickten ihre Eltern sie später auf das reformpädagogische Internat Schule Schloss Salem. Dieses verließ sie nach einem halben Jahr wieder und legte 1935 in Göttingen das Abitur ab. Anschließend studierte sie Philosophie, Geschichte, Zeitungswissenschaft und Amerikanistik an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin, der Albertina in Königsberg und der University of Missouri in den USA. Während ihrer Studentenzeit war sie Zellenleiterin in der Arbeitsgemeinschaft Nationalsozialistischer Studentinnen, einer Unterorganisation des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes. Bei einem Besuch auf dem Obersalzberg begegnete sie Adolf Hitler. Dies sei „eine der stärksten und merkwürdigsten Erfahrungen“ ihres Lebens gewesen, bemerkte sie später. Sie habe „keinerlei Warnung“ empfangen.[4]

Von September 1937 bis September 1938 verbrachte sie als Stipendiatin des DAAD ein Austauschjahr in den USA und lernte dort neueste Demoskopie-Methoden kennen. Während ihres Studienaufenthaltes an der University of Missouri fiel sie zusammen mit ihrem Kommilitonen Heinrich Häring durch nazistische Propaganda auf [5], worüber in US-Zeitungen teils sehr ausführlich berichtet wurde.[6] Laut eigenen Aussagen von Elisabeth Noelle-Neumann hielt sie in den USA siebzig Vorträge.[7] Über ihre Aktivitäten berichtete der Sonderermittler des Dies Commitee, John C. Metcalfe, im US-Repräsentantenhaus.[8]

In einem Brief an Fred von Hoerschelmann äußerte sich Elisabeth Noelle-Neumann zur ihrer Studienzeit an der University of Missouri:

„Dazu kommt eine ständige Hetze gegen mich: ausgestreut durch Zeitungen und durch Deutschenhasser in der Universität: Dass ich eine nationalsozialistische Agentin sei, und dass man sich hüten müsse, mit mir zusammen zu sein oder mir womöglich irgendwas zu glauben. Diese Dinge gehen hinter den Kulissen vor sich und es ist schwierig für mich, sie zu verfolgen.“[9]

Am 06.09.1938 reiste sie aus den USA aus und unternahm eine Weltreise (Japan, China und Vorderer Orient). 1940 wurde sie bei Emil Dovifat, in Berlin über Meinungs- und Massenforschung in den USA promoviert. Anschließend absolvierte sie ein Volontariat bei der Deutschen Allgemeinen Zeitung. Ab 1940 schrieb sie für die von Joseph Goebbels herausgegebene NS-Propaganda-Zeitung Das Reich, eine Wochenzeitung, deren Leitartikel häufig von Goebbels verfasst wurden. Einige ihrer Artikel behandelten das Thema Juden und andere „Feinde“ des Hitler-Regimes.[4] Nach ihrer Entlassung bei Das Reich ging sie zur Frankfurter Zeitung. Sie war Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft nationalsozialistischer Studentinnen,[10] trat aber nicht in die NSDAP ein.[11]

In Noelle-Neumanns Dissertation mit dem Titel „Amerikanische Massenbefragungen über Politik und Presse“ von 1940 (geschrieben mit der Unterstützung des RMVP)[12] führte sie Deutschlands schlechtes Ansehen in der Welt vor allem auf die Propaganda der US-Medien zurück: „Seit 1933 konzentrieren die Juden, die einen großen Teil von Amerikas geistigem Leben monopolisiert haben, ihre demagogischen Fähigkeiten auf die Deutschlandhetze.“[13] Dazu stellte 2010 die Zeit fest, ihre Dissertation enthalte antisemitisch gefärbte Aussagen.[14] Goebbels wollte sie auf Grund ihrer Arbeiten zur Meinungsforschung in den USA 1942 zu seiner Adjutantin machen. Eine längere Erkrankung hinderte sie jedoch daran, dieses Amt anzutreten.[15] Dem Tagesspiegel sagte sie 2005 auf die indirekte Frage „Goebbels wollte, dass Sie seine Adjutantin würden“: Ich sollte für ihn arbeiten. Weil er wollte, dass ich für ihn Umfragen machte. Systematische Umfragen gab es ja bis dahin in Deutschland nicht. Ich wurde im Propagandaministerium von einem Mann, Schirrmeister, empfangen, der mir sagte, der Minister möchte, dass Sie für ihn arbeiten. Ich ging nach Hause und fragte mich, was nun? Und was passierte? Ich wurde schwer krank. Damit hatte sich das natürlich erledigt. Fügung.[16]

Die Limburger Vereinsdruckerei publizierte die Erstauflage von Elisabeth Noelle-Neumanns Dissertation; im gleichen Jahr erschien ebenfalls die Zweitauflage durch den Verlag Moritz Diesterweg unter dem Aufmacher "Meinungs- und Massenforschung in U.S.A. Umfragen über Politik und Presse". Elisabeth Noelle-Neumann täuschte der Öffentlichkeit jedoch einen ersten Konflikt mit Goebbels Propagandaministerium vor, da man dort inhaltliche Änderungen gefordert hätte, ohne die eine Zweitauflage nicht erscheinen könne.[17][18][19][20][21] Sie hätte dieser Forderung nicht zugestimmt, weshalb eine Zweitauflage unterblieben sein soll.

1946 heiratete sie den Journalisten und CDU-Politiker Erich Peter Neumann. Dieser hatte während ihrer Zeit bei Das Reich dort ebenfalls Artikel redigiert.[22] Im Spiegel-Artikel vom 15. Dezember 1965 steht dazu: „Mit ‚Reich‘-Redakteur und Ehemann Erich Peter Neumann gründete sie 1946 die ‚Gesellschaft zum Studium der öffentlichen Meinung‘ (Jahresumsatz heute: zwei bis drei Millionen Mark) und durchforschte fortan die politischen Ansichten und Konsumgewohnheiten der bundesdeutschen Öffentlichkeit.“[23] Noelle-Neumanns erster Ehemann starb 1973. 1979 heiratete sie den Kernphysiker Heinz Maier-Leibnitz und trug den Namen Noelle-Neumann-Maier-Leibnitz.[24] Nach dessen Tod im Jahre 2000 nahm sie ihren Geburtsnamen Elisabeth Noelle wieder an, publizierte aber weiter unter dem Namen Noelle-Neumann.

Karriere nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elisabeth Noelle-Neumann mit Konrad Adenauer

Im Laufe des Jahres 1946 zog Elisabeth Noelle-Neumann von Tübingen nach Allensbach um. Dort führte sie im Auftrag von Bernard Lahy, der auf der Insel Reichenau das "Institut für psychologische und soziometrische Forschungen" leitete, Umfragen durch; dieses Institut befand sich unter der Kontrolle der Sûreté Nationale.[25][26]

Erich Peter Neumann war 1947 als Informant des War Department tätig, sein Führungsoffizier war der deutsch-jüdische Offizier der US-Besatzungsstreitkräfte, Sig Hoxter alias Siegfried Höxter.[27] Das Ehepaar Noelle-Neumann lernte Siegfried Höxter durch Vermittlung von Carl Zuckmayer kennen, der während seines Exils in den USA für den OSS tätig war.[28]

Frederick W. Williams, der von 1945-1948 die Umfrageaktivitäten der US-Besatzungsbehörden in West-Deutschland leitete, berichtete 1991, dass sich Elisabeth Noelle-Neumann im Frühjahr 1946 in seinem Büro in Bad Homburg vorstellte und sich bei ihm um eine Stelle bewarb. Sie wurde vom CIC arrestiert, da sie im illegalen Besitz von britischen Dokumenten war, die als "geheim" klassifiziert waren.[29]

Am 16. Juni 1948 (Handelsregister Amtsgericht Konstanz) gründete Noelle-Neumann gemeinsam mit ihrem Mann Erich Peter Neumann das Institut für Demoskopie Allensbach als erstes deutsches Meinungsforschungsinstitut. Die zuständigen OMGUS- Behörden diskutierten noch bis Ende 1949 über die Schließung des Instituts, u. a. wegen "Nazi-politischen Tendenzen".[30] 1951 war das Institut für Demoskopie derart hoch verschuldet, dass die Insolvenz unausweichlich schien. In dieser Situation arbeitete der Altnazi und spätere Konstanzer Oberbürgermeister Bruno Helmle einen Sanierungsplan aus, der vorsah, dass die Hälfte der Steuerrückstände in einem Zeitraum von fünf Jahren zu begleichen seien. Außerdem setzte er gegenüber der Freiburger Landesbehörde durch, dass die andere Hälfte der Rückstande erlassen wurde.[31]

Unter der Leitung von Elisabeth Noelle-Neumann entwickelte sich das Institut zu einem Begriff für Wirtschaft, Politik und Publizistik – vor allem durch die in Deutschland neue Methode der Repräsentativumfragen. Seit 1989 teilte Elisabeth Noelle-Neumann sich die Leitung des IfD mit der Diplom-Volkswirtin Renate Köcher.

Von 1961 bis 1964 war Noelle-Neumann wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin. 1964 wurde sie mit Unterstützung von Helmut Kohl als Professorin an die Universität Mainz berufen, wo sie das Institut für Publizistik aufbaute, das sie bis zu ihrer Emeritierung 1983 als Direktorin leitete.[32]

Von 1968 bis 1970 war sie Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, von 1978 bis 1980 Präsidentin der World Association for Public Opinion Research (WAPOR), und von 1980 bis 1991 war sie Kuratoriumsmitglied der Studienstiftung des deutschen Volkes. 1978 bis 1991 las sie als Gastprofessorin an der Universität von Chicago und 1993/94 auf der Eric-Voegelin-Gastprofessur an der Universität München. Seit 1989 war sie Mitherausgeberin des International Journal of Public Opinion Research (IJPOR), das von der WAPOR herausgegeben wird.

Zu ihren Schülern gehören die Professoren Wolfgang Donsbach, Hans Mathias Kepplinger, Klaus Schönbach, Winfried Schulz und Jürgen Wilke.

Wissenschaftliche Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der wissenschaftlichen Arbeit wurde Noelle-Neumann vor allem durch die „Theorie der Schweigespirale (1980) bekannt: Die Vertreter der jeweils vermeintlich herrschenden Meinung verträten diese offensiv; die Vertreter der vermeintlichen Minderheitsmeinung verstummten umso mehr, je mehr sie sich in der Minderheit glaubten. Verkürzt beschrieben, beobachtet der Mensch als „soziale Haut“ mit einem „quasi-statistischen Wahrnehmungsorgan“ die politische Meinungsverteilung, um sich dann auf die Seite der Sieger zu schlagen.[4]

Das Konzept der Schweigespirale reserviert die Möglichkeit, die gesellschaftlich vorherrschende Meinung zu ändern, dem, der Isolationsfurcht nicht kennt oder sie überwindet. Diese Theorie der öffentlichen Meinung ist eine auch international breit rezipierte Arbeit der deutschsprachigen Kommunikationsforschung. Bis heute ist das Buch über die Schweigespirale in über zwei Dutzend Sprachen übersetzt worden. Allerdings wurde – vor allem in Deutschland – Noelle-Neumanns Theorem kontrovers diskutiert. Einer der Hauptkritikpunkte ist die angeblich mangelnde empirische Fundierung der Theorie.

Kritisch vorgehalten wurden Noelle-Neumann einige antisemitische Passagen aus ihrer Doktorarbeit von 1940. In den 1970er, 1980er und 1990er Jahren entwickelten sich wiederholt Kontroversen über ihr Wirken in der NS-Zeit.

Wahlbeeinflussung gehörte ebenfalls zu den wiederholt lautwerdenden Vorwürfen an Noelle-Neumann. Sie wurde mehrfach als „Haus-Demoskopin“ der CDU bezeichnet. Sie stritt entsprechende Vorwürfe stets ab.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pythia vom Bodensee“ gilt als Spitzname Elisabeth Noelle-Neumanns; die Umfrage-Forscherin hat die Bedeutung der Intuition auch in der Wissenschaft nie gering geschätzt.

Die Gemeinde Allensbach und die Bezirkssparkasse Reichenau stifteten zum 90. Geburtstag von Elisabeth Noelle-Neumann 2006 den Prof.-Dr.-Elisabeth-Noelle-Preis. Er ist mit 5.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre an Nachwuchswissenschaftler der Universität Konstanz vergeben in Anerkennung herausragender Leistungen auf dem Gebiet der Sozialwissenschaften.

Nach dem Vorbild Noelle-Neumanns beschrieb Uwe Timm in seinem Roman Vogelweide eine bloß „die Norne“ genannte Meinungsforscherin, die das Begehren berechenbar machen will.[33]

Elisabeth Noelle-Neumann war eine enge Freundin der Soziologin und Journalistin Imogen Seger, die sie 1935 während des Frauenarbeitsdiensts kennengelernt hatte.[34]

Auseinandersetzung mit Leo Bogart und John J. Mearsheimer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die US-Zeitung „North Adams Transcript“ berichtete 1966 über ein Zusammentreffen von Elisabeth Noelle-Neumann und Leo Bogart in dem damals in der Umfrageforschung führenden Roper-Center.[35] Noch im selben Jahr veröffentlichte der jüdische Soziologe Leo Bogart in der Fachzeitschrift „Polls“ den Artikel „Is there a World Opinion?“[36], in dem er aus Elisabeth Noelle-Neumann's Dissertation aus dem Jahre 1940 zitierte. Leo Bogart hatte aufzeigen wollen, wie Elisabeth Noelle-Neumann Umfrageforschung im deutschen Nationalsozialismus und in Demokratien begriffen und bewertet hatte. Drei Jahre später reagierte Elisabeth Noelle-Neumann auf diesen Artikel mit einem persönlichen Brief an Bogart, in dem sie ihm gegenüber ihren Werdegang im Nationalsozialismus rechtfertigte.[37]

Für die folgenden Jahre sind keine weiteren Konflikte zwischen Elisabeth Noelle-Neumann und Leo Bogart zu ermitteln. Doch aus dem oben erwähnten Brief geht hervor, dass sich die „American Association of Public Opinion Research“ geweigert haben musste, weiter mit Elisa­beth Noelle-Neumann zusammenzuarbeiten, sollte sie keine „zufriedenstellende Stellungsnahme“ über ihre Tätigkeit im Nationalsozialismus abgeben können. Aus bislang unbekannten Gründen brach Leo Bogart mit seinem Artikel „The Pollster and the Nazi“ in der jüdischen Zeitschrift „Commentary“ im August 1991 einen international wahrnehmbaren Streit um die Person Elisabeth Noelle-Neumann vom Zaun, über den sogar die „New York Times[38] ausführlich berichtete.

In ihrer Autobiographie suggerierte Elisabeth Noelle-Neumann, dass sie Leo Bogart nur dem Namen nach kannte:„Ich selbst sah mich mehrmals solchen Kampagnen ausgesetzt, allerdings praktisch ausschließlich in den Vereinigten Staaten. In besonderer Weise verfolgte mich ein Journalismusprofessor namens Leo Bogart, der mich aus Gründen, die ich nie verstand, of­fensichtlich abgrundtief hasste.’“[39]

Mitte Oktober 1991 geriet Noelle-Neumann an der University of Chicago in eine scharfe Kontroverse mit dem Fakultätsleiter John J. Mearsheimer um den Artikel „The Nazi and the Pollster“ von Leo Bogart über ihre Verstrickungen in der Zeit des Nationalsozialismus als Autorin und Herausgeberin der Zeitung Das Reich. Noelle-Neumann hielt es für unangemessen, aus heutiger Sicht Artikel losgelöst von ihrer Entstehungszeit zu beurteilen.[40]

Nach einem Gespräch mit ihr erklärte Mearsheimer öffentlich: „Ich glaube, dass Noelle-Neumann eine Antisemitin war.“[40] Er leitete eine Kampagne, in der sie aufgefordert wurde, sich zu entschuldigen.[41] Mit anderen Angehörigen der Fakultät schrieb er eine Antwort auf Noelle-Neumanns Rechtfertigungsversuch. Sie habe rhetorische Unterstützung für den Ausschluss der Juden aus der Gesellschaft gegeben, ihre Worte hätten geholfen, das Schändliche ehrenhaft erscheinen zu lassen, das Unsittliche sittlich, das Unzivilisierte zivilisiert und das Undenkbare denkbar.”[42] Mearsheimer schrieb: „Mit dem heutigen Wissen über den Holocaust gibt es für sie keinen Grund, sich nicht zu entschuldigen. Es ist nicht unsinnig, jemanden zu bitten, sich zu entschuldigen, der einen Beitrag zum größten Verbrechen des 20. Jahrhunderts geleistet hat.“[43]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Öffentlichkeit als Bedrohung. Beiträge zur empirischen Kommunikationsforschung. Karl Alber, Freiburg/München 1977, ISBN 3-495-47352-1.
  • zusammen mit Burkhard Strümpel: Macht Arbeit krank? Macht Arbeit glücklich? Eine aktuelle Kontroverse. Piper, München/Zürich 1984, ISBN 3-492-02897-7.
  • Öffentliche Meinung. Die Entdeckung der Schweigespirale. Ullstein, Frankfurt/Berlin 1989, ISBN 3-550-06427-6.
  • Die Schweigespirale. Öffentliche Meinung – unsere soziale Haut. 6. Auflage. Langen Müller, München 2001, ISBN 3-7844-2835-5.
  • Die Erinnerungen. Herbig, München 2006, ISBN 3-7766-2485-X.

Herausgeberschaft

  • mit Hans Mathias Kepplinger und Winfried Schulz: Alber-Broschur Kommunikation. 20 Bände, Karl Alber, Freiburg/München 1975–1995.
  • mit Winfried Schulz und Jürgen Wilke: Fischer Lexikon Publizistik Massenkommunikation. 5., aktualisierte, vollständig überarbeitete und ergänzte Auflage. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-596-18192-6; darin Autorin der Artikel:
    • mit Thomas Petersen: Methoden der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. S. 291–328.
    • Öffentliche Meinung. S. 427–442.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elisabeth Noelle-Neumann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Allensbach-Gründerin Noelle-Neumann ist tot. In: Zeit Online. 26. März 2010.
  2. Jörg Becker: Elisabeth Noelle-Neumann: Demoskopin zwischen NS-Ideologie und Konservatismus. Schöningh, Paderborn 2013, S. 11.
  3. Noelle-Neumann: Die Erinnerungen. 2006, S. 7 f.
  4. a b c Markus Clauer: Zwischen Prognose und Macht. Zum Tode von Elisabeth Noelle-Neumann. In: Die Rheinpfalz. 26. März 2010.
  5. Esther Priwer: Nazi exchange students at the University of Missouri. In: The Menorah Journal. 1938, abgerufen am 2. Mai 2016 (en.).
  6. Elisabeth Noelle-Neumann as Nazi propagandist in US-newspapers, 1938. Abgerufen am 20.05.2016.
  7. Tilman Warnecke: DAAD wird 75 Jahre alt: In den USA 1937 das Tanzen verlernt - Erinnerungen der DAAD-Stipendiatin Noelle-Neumann. Tagesspiegel, 02.06.2000, abgerufen am 26.06.2016 (deutsch).
  8. Investigation of un-American propganda activities in the United States, Band 2, S. 1133-1134. Dies Commitee, Hearing 28.09.1938, John C. Metcalfe, abgerufen am 26.06.2016 (englisch).
  9. Hagen Schäfer: Ein seltsamer Ausbruch des Backfischhaften. Hrsg.: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. August 2010, Feuilleton, S.32.
  10. Gründerin des Allensbach-Instituts: Meinungsforscherin Noelle-Neumann ist tot. In: Spiegel Online. 25. März 2010.
  11. 19. Dezember 1916 – Elisabeth Noelle-Neumann wird geboren: Die Pythia vom Bodensee. In: WDR (Stichtag). 19. Dezember 2011.
  12. Dr. Elisabeth Noelle: Briefkopf DAS REICH. In: Auszug aus der Dissertationsakte Elisabeth Noelle, Nr. 915 - Archiv der Humboldt Universität Berlin. Abgerufen am 25.05.2016.
  13. Elisabeth Noelle: Amerikanische Massenbefragungen über Politik und Presse. Dissertation. Limburg 1940, S. 63.
  14. Allensbach-Gründerin Noelle-Neumann ist tot. In: Zeit Online. 26. März 2010.
  15. Otto Köhler: Volksbeschauerin vom Bodensee – Die Wunschadjudantin des Propagandaministers: Elisabeth Noelle-Neumann. In: Otto Köhler: Unheimliche Publizisten. Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80071-3.
  16. Thomas Eckert, Joachim Huber: „Ich habe die Engel gesehen.“ Die Meinungsforscherin Elisabeth Noelle über Fügungen, den 8. Mai 1945, große Männer und hässliche Fotos. In: Der Tagesspiegel. 17. April 2005 (Interview).
  17. Elisabeth Noelle-Neumann: Letters from Readers. Hrsg.: Commentary. Januar 1992, S. 10.
  18. Elisabeth Noelle-Neumann: Über den Fortschritt der Publizistikwissenschaft durch Anwendung empirischer Forschungsmethoden. Eine autobiographische Aufzeichnung. Hrsg.: PUBLIZISTIK, Vierteljahreshefte für Kommunikationsforschung. Sonderheft 1, 1997, S. 41.
  19. Elisabeth Noelle-Neumann: Lehrer und Schülerin - ein Doppelportrait. In: Bernd Sösemann (Hrsg.): Emil Dovifat Studien und Dokumente zu Leben und Werk. Walter de Gruyter, 1998, S. 18.
  20. Wolfgang Hagen im Gespräch mit Elisabeth Noelle-Neumann: Die Erschaffung der Demoskopie. 1996, abgerufen am 11.09.2016.
  21. Elisabeth Noelle-Neumann: Die Erinnerungen. Herbig Verlag, 2006, S. 84.
  22. Otto Köhler: Hinein ins wahre Wesen der Geführten – Demoskopie nach Allensbacher Art. Der unsterblichen Elisabeth Noelle zum 90. Geburtstag. In: Der Freitag. 5. Januar 2007.
  23. Noelle-Neumann. Frau auf dem Katheder. In: Der Spiegel. 15. Dezember 1965, S. 86–87.
  24. Georg Paul Hefty: Ihr Einfallsreichtum kannte keine Grenzen. In: FAZ.net. 25. März 2010.
  25. Jörg Becker: Elisabeth Noelle-Neumann Demoskopie zwischen NS-Ideologie und Konservatismus. 2013, S. 102 ff.
  26. Jérôme Vaillant: Bildungspolitik und öffentliche Meinung. In: Franz Knipping (Hrsg.): Frankreichs Kulturpolitik in Deutschland, 1945 – 1950. 1987, S. 135–160.
  27. Central Registry 66th CIC Detachment: NAZI WAR CRIMES DISCLOSURE ACT. In: National Archives of the United States (Hrsg.): RG 319 (Records of Army Staff). IRR-D103093.
  28. Elisabeth Noelle-Neumann: Die Erinnerungen. Herbig Verlag, 2006, S. 147 ff.
  29. Frederick W. williams: To the editor of Commentary (unpublished). 10-12-1991, abgerufen am 11.09.2016 (englisch).
  30. Kurt Glaser: Institute for Demoskopie Especially informations about Elisabeth Noelle-Neumann and her husband Erich Peter Neumann (memo). 28.10.1949, abgerufen am 01.07.2016 (englisch).
  31. Elisabeth Noelle-Neumann: Wie die Demoskopie nach Baden.Württemberg kam. Hrsg.: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 6. November 1990, S. B30.
  32. Franziska Augstein: Frau Professor Allensbach. In: Süddeutsche.de. 25. März 2010.
  33. Sigrid Löffler: Zwischen Begierde und Moral. In: Deutschlandradio Kultur. 10. Oktober 2013 (Rezension von Uwe Timm: Vogelweide. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2013).
  34. [1], Abschnitt Semesterferien: Frauenarbeitsdienst.
  35. North Adams Transcript, 11.03.1966, S. 9 (Hrsg.): At Williams Center Names Advisory Board of Directors.
  36. Leo Bogart: Is there a World Public Opinion?. Hrsg.: International Opinion Research Documents. vol. 1, no. 3. Amsterdam 1966, S. 2.
  37. Elisabeth Noelle-Neumann: Elisabeth Noelle-Neumann an Leo Bogart. 13.11.1968, abgerufen am 03.09-2016 (englisch).
  38. William H. Honnan: U.S. Professor's Critisism of Scholar's Work Stirs Controversy. Hrsg.: New York Times. 27. August 1997, S. B8.
  39. Elisabeth Noelle-Neumann: Die Erinnerungen. Herbig Verlag, 2006, S. 131.
  40. a b Elisabeth Noelle-Neumann: Accused Professor Was Not a Nazi. In: The New York Times. 14. Dezember 1991, S. 14 (Leserbrief).
  41. Peter Wyden: The Hitler Virus: The Insidious Legacy of Adolf Hitler. Arcade Publishing, 1998.
  42. Stephen M. Walt u. a.: The Noelle-Neumann Case. In: Commentary. 1. April 1992 (section Our Readers).
  43. Professor Is Criticized for Anti-Semitic Past. In: The New York Times. 28. November 1991 (section U.S.).
  44. Staatsministerium Baden-Württemberg: Liste der Ordensträger 1975–2016. 23. April 2016, S. 33, abgerufen am 29. April 2016 (PDF; 149 kB).