Isabella von Aragón und Kastilien

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Isabella von Kastilien, Königin von Portugal

Isabella von Aragón und Kastilien, in der Geschichtsschreibung auch Elisabeth genannt, im Spanischen und Portugiesischen Isabel de Aragón y Castilla oder Isabel de Trastámara y Trastámara (* 2. Oktober 1470 in Dueñas; † 23. August 1498 in Saragossa) war eine Infantin von Kastilien und Aragón. Durch ihre Ehe mit Emanuel I., dem Glücklichen war sie von 1497 bis zu ihrem Tod Titularkönigin von Portugal.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isabella war die älteste Tochter der katholischen Könige, also von Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragonien.

Isabella hatte vier Geschwister, darunter Königin Johanna die Wahnsinnige von Kastilien und Prinzessin Katharina von Aragón, die erste Ehefrau König Heinrichs VIII. von England, deren vom Papst nicht sanktionierte Scheidung die Abspaltung der anglikanischen von der katholischen Kirche zur Folge hatte.

1490 heiratete sie Prinz Alfons von Portugal, Sohn König Johanns II. und Thronfolger. Alfons starb allerdings ein Jahr nach der Hochzeit und vor seinem Vater, so dass er nie den portugiesischen Thron bestieg. Neuer Thronfolger wurde, da Johann II. keine weiteren legitimen Kinder hatte, Emanuel, der Herzog von Viseu und Beja, der nächste männliche Verwandte Johanns II.

Die Ehe zwischen Isabella und Alfons war vor allem geschlossen worden, um dynastische Bande zwischen Portugal und Spanien zu schaffen, die eine Vereinigung der beiden Länder zu einem iberischen Großreich ermöglichen könnten (analog zur Situation in Spanien, das seine Existenz ja der Vereinigung von Kastilien und Aragonien durch die Heirat von Isabellas Eltern verdankte). Da sich dieser Plan mit dem Tode Alfons' zunächst zerschlagen hatte, heiratete Isabella 1497 Emanuel, der nach dem Tode Johanns II. 1495 als Emanuel I. der Glückliche selbst den portugiesischen Thron bestiegen hatte. Durch diese Ehe wurde sie nun doch Königin von Portugal. Allerdings verstarb sie schon ein Jahr nach der Heirat an Komplikationen nach der Geburt ihres ersten Sohnes, Miguel da Paz. Dieser war designierter Erbe dreier Reiche (Portugal, Kastilien und Aragonien), starb jedoch bereits in seinem zweiten Lebensjahr ebenfalls.

Nach ihrem Tode heiratete ihr Mann Emanuel ihre jüngere Schwester Maria von Aragón.

Vorfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ferdinand I. von Aragón (1380–1416)
 
 
 
 
 
 
 
Johann II. von Aragón (1397–1479)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eleonore Urraca von Kastilien (1374–1435)
 
 
 
 
 
 
 
Ferdinand II. von Aragón (1452–1516)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fadrique Enríquez († 1473)
 
 
 
 
 
 
 
Juana Enríquez (1425–1468)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Maria Fernández de Córdoba
 
 
 
 
 
 
 
Isabella von Aragón und Kastilien (1470–1498)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Heinrich III. von Kastilien (1379–1406)
 
 
 
 
 
 
 
Johann II. von Kastilien (1405–1454)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Katharina von Lancaster (1373–1418)
 
 
 
 
 
 
 
Isabella I. von Kastilien (1451–1504)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann von Portugal (1400–1442)
 
 
 
 
 
 
 
Isabella von Portugal (1428–1496)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Isabella von Braganza (1402–1465)
 
 
 
 
 
 

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Isabella von Aragón und Kastilien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
VorgängerinnenAmtNachfolger
Isabella von Trastámar und Avis
(Isabella I.)
Fürstin von Asturien
1476-1478, 1498
Johann von Trastámara und Trastámara
(Johann von Aragón und Kastilien)
Eleonore von PortugalKönigin von Portugal
1497–1498
Maria von Aragón