Ella Endlich

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Ella Endlich (* 18. Juni 1984 in Weimar; eigentlich: Jacqueline Zebisch) ist eine deutsche Pop- und Schlagersängerin. Ende der 1990er Jahre verzeichnete sie als Teeniestar Junia Charterfolge. Unter dem Namen Ella Endlich veröffentlichte sie 2009 das Lied Küss mich, halt mich, lieb mich auf eine Melodie aus dem Film Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, dank dessen sie einen breiten Bekanntheitsgrad erreichte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von fünf Jahren zog Zebisch mit ihrer Mutter von Weimar nach Berlin, wo ihr Vater, Norbert Endlich, als Produzent arbeitete. 1994 sang sie erstmals im musikalischen Background eines Tonstudios. Während ihrer Schulzeit erhielt sie Gesangs- und Tanzunterricht, außerdem gestaltete sie mit eigener Choreografie und Performance verschiedene Videodrehs für den Popsender VIVA. Am 18. Juni 1998, an ihrem 14. Geburtstag, unterzeichnete sie ihren ersten Plattenvertrag. Mit Bezug auf dieses Datum und den Monat ihrer Geburt wählte sie Junia als Künstlernamen.

Ella Endlich im Konzert 2014

Ihre erste Single It’s Funny kam 1999 auf den Markt und erreichte Platz 17 in den deutschen Single-Charts und Platz 21 in der Schweiz. Ihre weiteren Singles konnten den ersten Erfolg nicht wiederholen. Der folgende Titel My Guy erreichte noch Platz 54 der Charts, die dritte Single Who’s The Other Woman blieb nur in den hinteren Plätzen der Top 100, während der vierte und vorerst letzte Song Skaterboy (2000) keine Platzierung mehr erreichen konnte.

Sie nahm während der letzten Chart-Erfolge 2000 eine studienvorbereitende Ausbildung im Fach Musical am Musicalstudio Neukölln auf. Nach dem Abschluss der Realschule ging sie im Oktober 2001 an die Hochschule für Musik und Theater an der Bayerischen Theaterakademie. Während ihres Studiums wirkte sie in Kander/Ebbs And the World Goes Round mit, ferner gehörte sie 2001 und 2002 zum Ensemble der Bregenzer Festspielproduktionen von La Bohème und West Side Story. In City of Angels war sie im Prinzregententheater München und im Stadttheater Erfurt zu sehen. Ihre Tanzausbildung beinhaltete Ballet, Jazz, Hip-Hop, Modern, Afro und Step. 2005 erhielt sie ihr Diplom an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München.

Ella Endlich spielte von 2005 bis 2009 in den Musicals Heidi (Rolle: Tinette), Sweet Charity (Rolle: Betzy), Grease (Rolle: Sandy), Prinzessin Lillifee und der Zauber der Rose (Rolle: Lillifee), Best of Musicals (Rollen: Christine aus Das Phantom der Oper, Satine aus Moulin Rouge, Arielle aus Arielle, die Meerjungfrau, Elphaba aus Wicked – Die Hexen von Oz, Cosette aus Les Misérables) und in dem Theaterstück Der Steppenwolf nach Hermann Hesse.

Unter dem Namen Ella Endlich veröffentlichte sie am 27. November 2009 den Song Küss mich, halt mich, lieb mich mit einem Sample aus dem Film Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Dieser Song stieg auf Anhieb in die Airplaycharts ein. Über Weihnachten hin konnte der Song auf Platz 12 der Deutschen Charts vordringen; ihre bis dato erfolgreichste Platzierung.[1] Ihre deutschsprachige Interpretation zur Filmmusik des Komponisten Karel Svoboda war die erste, die von den Erben autorisiert wurde. Die Single wurde 2012 mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

Ella Endlch beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2016

Im Oktober veröffentlichte sie ihr zweites Album Meilenweit, was aber nicht die Platzierung von Da mit Platz 53 wiederholen bzw. verbessern konnte und stieg lediglich auf Platz 94 ein.

2012 erschien eine EP mit dem Titel Wintercollage, welche jedoch nicht die Charts erreichte.

Im März 2014 spielte Ella Endlich im Theaterstück Sylt - Ein Irrtum Gottes eine der Hauptrollen und ging mit dem Stück auf große Theatertournee. [2]

Ende 2014 wendete sich Endlich von den Schauspielrollen ab und widmet sich seitdem ihrer Musikkarriere. Sie wechselte Plattenfirma, Management, Booking und Produzenten.

Endlich lebt in einer Wohngemeinschaft in Berlin-Kreuzberg.

Am 25. Februar 2016 nahm sie mit dem Lied Adrenalin am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2016 teil.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4][5] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH
2010 Da 53
(7 Wo.)
66
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Oktober 2010
2011 Meilenweit 94
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2011
2014 Die süße Wahrheit 92
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Juni 2014
2016 Träume auf Asphalt 70
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Februar 2016

weitere Alben

  • 2000: Juniastyle="text-align:left;"| (als Junia)
  • 2014: Küss mich, halt mich, lieb mich – The Best Of (Kompilation)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4][5] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH
1999 It’s Funny 17
(13 Wo.)
21
(7 Wo.)
als Junia
1999 My Guy 54
(4 Wo.)
als Junia
2000 Who’s the Other Woman 72
(3 Wo.)
als Junia
2009 Küss mich, halt mich, lieb mich 12 Gold
(59 Wo.)
2016 Adrenalin 100
(1 Wo.)

weitere Singles

  • 2000: Skaterboy (als Junia)
  • 2011: Unterwegs
  • 2012: Küss mich, halt mich, lieb mich – Remix-EP (Leuchtturm mit Ella Endlich)
  • 2012: Niemals geht man so ganz (mit Florian Silbereisen und Patrizio Buanne)
  • 2012: Wintercollage (EP, mit Florian Silbereisen und Patrizio Buanne)

Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Ein Großstadtmärchen (DVD)

Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musical- und Theaterauftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • La Bohème, Festspiele Bregenz 2002
  • West Side Story, Festspiele Bregenz 2003
  • City of Angels, Prinzregententheater München 2003
  • Lucky Stiff, Akademietheater München 2004
  • City of Angels, Stadttheater Erfurt 2004
  • Bring on tomorrow, Prinzregententheater München 2004
  • Into the Woods, Prinzregententheater München 2004
  • Heidi, Seebühne Walenstadt/Schweiz 2004
  • Sweet Charity, Grenzlandtheater Aachen 2005
  • Prinzessin Lillifee, Musical-Tour 2007
  • Grease, Theater St. Gallen, Grosses Haus 2007
  • Wob City, "Hallenbad" Wolfsburg 2007
  • Man muss nur darüber reden, Off Broadway Musicaltheater München 2009
  • Sylt - Ein Irrtum Gottes?, Hamburger Kammerspiele 2011

Fernsehauftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Moderation der Sendung What's up, VIVA 1999
  • Rache ist süß, Sat.1 1999
  • Harald Schmidt Show, Sat.1 1999
  • Telekom – Faces of Future 2050, HR 2004
  • Das Kreuz mit der Schrift, Fernsehserie, BR-alpha 2005
  • Aktenzeichen XY … ungelöst, ZDF 2008
  • Adventsfest der 100.000 Lichter, ARD 2009
  • Willkommen bei Carmen Nebel, ZDF 2010
  • Moderation der Sendung Der Sommer war da, MDR 2010
  • Riverboat, MDR 2010
  • Aktion "Schwefelhölzchen", MDR 2010
  • Die neue Hitparade, RTL 2 2011
  • Großstadtmärchen (Musikfilm), MDR 2012
  • ZDF-Fernsehgarten, ZDF 2012
  • Adventsfest der 100.000 Lichter, ARD 2013
  • Willkommen bei Carmen Nebel, ZDF 2014
  • Heiligabend mit Carmen Nebel, ZDF 2014
  • Das Allerbeste zum Schluss, rbb 2014
  • Adventsfest der 100.000 Lichter, ARD 2015

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartplazierungsverfolgung von Küss mich, halt mich, lieb mich
  2. schlager.de
  3. Deutscher Vorentscheid: Teilnehmer stehen fest
  4. a b Chartquellen: Junia Singles1 Singles2 / Ella Endlich Singles Alben1 Alben2
  5. a b Gold-/Platin-Datenbank DE
  6. Gewinnerin 2006 Jaqueline Zebisch. auf medica-ev.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ella Endlich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien