Ellerbek

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ellerbek
Ellerbek
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ellerbek hervorgehoben
Koordinaten: 53° 39′ N, 9° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Pinneberg
Amt: Pinnau
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 9,11 km2
Einwohner: 4131 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 453 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25474
Vorwahl: 04101
Kfz-Kennzeichen: PI
Gemeindeschlüssel: 01 0 56 013
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 60
25462 Rellingen
Webpräsenz: www.ellerbek.de
Bürgermeister: Günther Hildebrand (FDP)
Lage der Gemeinde Ellerbek im Kreis Pinneberg
AppenBarmstedtBevernBilsenBokelBokholt-HanredderBönningstedtBorstel-HohenradenBrande-HörnerkirchenBullenkuhlenEllerbekEllerhoopElmshornGroß NordendeGroß Offenseth-AspernHalstenbekHaselauHaslohHeedeHeidgrabenHeistHelgolandHemdingenHetlingenHolmKlein NordendeKlein Offenseth-SparrieshoopKölln-ReisiekKummerfeldLangelnLutzhornMoorregeNeuendeichOsterhornPinnebergPrisdorfQuickbornRaa-BesenbekRellingenSchenefeldSeesterSeestermüheSeeth-EkholtTangstedtTorneschUetersenWedelWesterhornHaseldorfSchleswig-HolsteinHamburgNiedersachsenKreis SegebergKreis SteinburgElbeKarte
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Ellerbek (niederdeutsch: Ellerbeek) ist eine Gemeinde im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde besteht aus den beiden Teilen Ellerbek-Dorf (auch Alt-Ellerbek oder Alt-Dorf genannt) und Neu-Ellerbek.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sohlgleite Mühlenau
Sohlgleite Beek - niedriger Wasserstand

Ellerbek grenzt östlich an Hamburg-Schnelsen und Bönningstedt, südlich und westlich an Rellingen, nördlich an Tangstedt. Moorgraben, Mühlenau und Beek fließen durch die Gemeinde. Beek und Mühlenau waren in den 1970er Jahren kanalisiert und mit Staustufen zur Wasserstandsregulierung versehen worden. Im Zuge der Renaturierung sind auf Ellerbeker Gebiet Staustufen durch Sohlgleiten ersetzt worden, um die Fischgängigkeit der Gewässer wiederherzustellen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Ellerbek-Dorf war der ursprüngliche Siedlungskern mit Bauernhöfen, Gemeindeverwaltung und erster Schule. Der Ortsteil Neu-Ellerbek entstand nach 1945 als Flüchtlingssiedlung. Während das Dorf bis in die 1980er Jahre einen ländlichen, von Bauernhöfen und Baumschulen geprägten Charakter behielt, war Neu-Ellerbek eine neu errichtete Siedlung mit Einfamilienhaus-Bebauung und Gewerbeansiedlung.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung
   
Insgesamt 17 Sitze

Ergebnis der Kommunalwahl vom 26. Mai 2013

Partei Prozent Sitze
CDU 39,0 % 7
FDP 34,8 % 6
SPD 26,2 % 4

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 6. August 1970 genehmigt.

Blasonierung: „In Gold ein aufrecht stehender grüner Erlenzweig mit fünf Blättern über blauem Wellenbalken im Schildfuß.“[2]

Der Erlenzweig im Wappen der Gemeinde Ellerbek gibt nach dem Verfahren des pars pro toto, d. h. der nur teilweisen Darstellung eines Gegenstandes, die Eller, also die Erle, bildlich wieder. Der Wellenbalken steht für den Bach, niederdeutsch „Bek“. Durch beide Figuren wird der Ortsname also redend wiedergegeben. Ebenso wie Ellerau bedeutet der Gemeindename Ellerbek „Erlenbach“. Der sprachliche Unterschied ist unbedeutend. Sachlich kann er jedoch durch eine andere Topographie begründet sein. Eine Au bedeutet in den meisten Fällen einen Wasserlauf in einer Wiesenlandschaft, während ein Bach auch in steinigem oder waldreichem Gebiet fließen kann. Das ist hier der Fall: Ellerbek gehörte bis ins letzte Jahrhundert zur Haus- und Waldvogtei Pinneberg und beherbergte auf seiner Feldmark neben mehreren, den Ortsangesessenen gehörenden „Buschkoppeln“, d. h. mit Gehölzen bestandenen Flurstücken, das königliche Ellerbeker Gehege. Der Holzreichtum des Ortes hat zu einem gewissen Wohlstand geführt, der sich in der goldenen Schildfarbe andeutet.

Das Wappen wurde von dem Brunsbütteler Heraldiker Willy „Horsa“ Lippert gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge wurde am 24. September 2009 genehmigt.

Auf gelbem Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tinktur.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ellerbek verfügt mit der 1963 gegründeten Hermann-Löns-Schule über eine Grundschule für die Klassenstufen 1 bis 4.[3]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TSV Ellerbek erlangte besonders durch seine Handballmannschaften einen gewissen Bekanntheitsgrad. Um die 30 Handballmannschaften hat der TSV Ellerbek im Punktspielbetrieb gemeldet, vor allem die Jugend des Vereins ist seit Jahren sehr erfolgreich.

Neben Handball werden auch Tischtennis (früher auch SG Ellerbek-Halstenbek), Volleyball, Schwimmen und viele Kurse angeboten.

Der Tennisclub Ellerbek wurde 1966 gegründet und hat rund 350 Mitglieder. Die Tennisanlage mit ursprünglich zwei Sandplätzen wurde bis 1981 auf acht Plätze erweitert. Im Mai 2012 wurde beim TC Ellerbek eine zertifizierte Deutsche Tennisschule eröffnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ellerbek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2016 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  3. Hermann-Löns-Schule – Willkommen. In: hls-ellerbek.de. Abgerufen am 19. Mai 2016.