Ellershausen (Frankenau)

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Ellershausen
Stadt Frankenau
Koordinaten: 51° 4′ 51″ N, 8° 53′ 26″ O
Höhe: 367 (347–378) m ü. NHN
Fläche: 5,7 km²[1]
Einwohner: 435 (5. Jul. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 35110
Vorwahl: 06455

Ellershausen ist ein Stadtteil von Frankenau im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ellershausen liegt im Kellerwald am Rand des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Frankenau liegt nordöstlich des Dorfes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ellershausen wurde erstmals im Jahre 1016 als Adelheredeshuson urkundlich erwähnt als Bischof Burchard von Worms dem Kloster Nonnenmünster bei Worms seine Güter in Ellershausen schenkt.[2]

Am 1. Juli 1972 wurde Ellershausen in die Stadt Frankenau eingegliedert.[3]

Wasserburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wasserburg Ellershausen

Eine Wasserburg wird 1214 erstmals erwähnt. Erbauer waren die Herren von Ellershausen. Von 1264 bis 1571 befand sie sich dann im Besitz der Familie Huhn. Danach werden die Herren von Drach als Eigentümer erwähnt. Im 19. Jahrhundert wurde sie aufgegeben und als „Steinbruch“ benutzt. Sie befand sich nördlich des Ortes. Erhalten ist heute noch ein geringer Rest der quadratischen Ringmauer.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutlich kurz nach der Gründung des Ortes wurde eine Kapelle errichtet. Diese war die Grablege der Herren von Huhn. Im Jahr 1636 wurde eine neue Kirche in der Ortsmitte erbaut. 1898 wurde die heutige Kirche, ein Sandsteinbau, an anderer Stelle errichtet. In den 1930er Jahren wurden der Innenraum neu gestaltet. Über dem Triumphbogen am Chorraum befindet sich seitdem der Bibelspruch, der Psalm 23, „Der Herr ist mein Hirte“. Im Februar 1962 erhielt die Kirche eine Orgel mit acht Registern. 1966/67 wurde die Kirche mit einem neuen Anstrich versehen. Im Jahr 1989 erfolgte eine grundlegende Überholung der gesamten Inneneinrichtung, unter anderem wurde die Farbgebung aus dem Erbauungsjahr wieder hergestellt. Nach einem Blitzeinschlag in den Turm am 17. Mai 1988 wurde die Läut- und Glockenanlage beschädigt und musste saniert werden. Weitere Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten erfolgten zum Ende der 1990er Jahre. Am 9. September 2002 wurde der Turm erneut durch einen Blitzeinschlag stark beschädigt. Heute ist der Turm durch einen Blitzableiter gesichert.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heute existiert in Ellershausen noch eine hugenottische Gemeinde.
  • Ellershausen hat ein evangelisches Pfarramt, zu dem auch Allendorf und Louisendorf gehören.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen: 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Aufl. Wartberg-Verlag. Gudensberg-Gleichen 2000. ISBN 3-86134-228-6, S. 142.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stadtprofil im Internetauftritt der Stadt Frankenau, abgerufen im Dezember 2016.
  2. Ellershausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 4. April 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 390.