Elm (Programmiersprache)

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Elm
Paradigmen: funktional
Erscheinungsjahr: 2012
Aktuelle Version: 0.18  (2. November 2016)
Typisierung: stark, statisch
Beeinflusst von: Haskell, Standard ML, OCaml, F#
Lizenz: Revised BSD [1]

Elm ist eine funktionale Programmiersprache für die deklarative Programmierung grafischer Oberflächen (GUIs) für Webanwendungen. Elm kompiliert zu JavaScript und folgt dem Anspruch, die typischen Aufgaben der Programmierung grafischer Oberflächen zu vereinfachen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elm wurde 2012 von Evan Czaplicki als Teil seiner Masterarbeit entwickelt.[2] 2013 wurde Evan Czaplicki von Prezi als Open-Source-Engineer angestellt, um weiter an Elm zu arbeiten. 2016 wurde die Elm Software Foundation gegründet mit dem Ziel, die Weiterentwicklung von Elm voranzutreiben.[3] Zur Unterstützung der Verbreitung von Elm wurde 2016 die "Elm-Conf" ins Leben gerufen.[4] Die Programmiersprache wird weltweit von zahlreichen Usergroups in regelmäßigen Veranstaltungen diskutiert.[5][6][7][8][9][10][11][12]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elm bietet typische Sprachkonstrukte wie if-Ausdrücke, let-Ausdrücke und Listenoperationen.

Immutability[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Werte in Elm sind unveränderbar ("immutable"). Dies bedeutet, dass einmal initialisierte Werte nicht mehr modifiziert werden können. Es werden persistente Datenstrukturen zur Abbildung von Konstrukten wie Array und Dict verwendet.

Statische Typisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Werte in Elm sind statisch typisiert. Jeder Wert kann mit einer Typdefinition annotiert werden. Es stehen unter anderem folgende Typen zur Verfügung: [13]

  • Primitive Typen wie Boolean, Integer und String
  • Einfache Datenstrukturen wie Listen und erweiterbare Records

Der Compiler von Elm kann zur Compilezeit feststellen, ob eine Anwendung typsicher ist, um Laufzeitfehler zu vermeiden.[14]

Subscriptions[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ersatz für das bisherige Konzept der "Signals" wurde in Elm 0.17 der Begriff der "Subscription" eingeführt. Dieses Konzept dient als Schnittstelle zu Konstrukten in JavaScript und ermöglicht so die Nutzung von JavaScript-APIs und darauf aufbauender Bibliotheken.[15]

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Architektur von Elm leitet sich teilweise aus dem Design und den Eigenschaften der Sprache selbst ab und soll bessere Wartbarkeit und einfachere Refakturierung von Anwendungsteilen ermöglichen. Auch spezifische Aufgaben wie State Management oder der Umgang mit asynchronen Ereignissen sollen elegant abgebildet sein. So erlangte Elm als eine Inspirationsquelle für die populäre State-Management-Bibliothek Redux einige Bekanntheit [16][17], welche eine populäre Lösung im React-Ökosystem darstellt.

Compiler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein leistungsfähiger Compiler mit aussagekräftigen Fehlermeldungen soll einen einfachen Einstieg in die Entwicklung mit Elm bieten. Die von JavaScript gewohnten häufigen Laufzeitfehler sollen bereits im Kompilierungsschritt aufgezeigt und somit vermieden werden können. Einstiegshürden wie etwa das Erlernen komplexer Build-Tools sollen in Elm nicht nötig sein. Die Fehlermeldungen des Elm-Compilers wurden vielfach als Best-Practice und Inspirationsquelle genutzt. So verwenden heute beispielsweise auch Reason und Rust solche Fehlermeldungen. [18] [19]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Elm Lizenz.
  2. Evan Czaplickis Masterarbeit über Elm
  3. New Adventures for Elm
  4. elm-conf 2016
  5. Elm User Group Köln
  6. Elm Usergroup Sydney
  7. Elm Usergroup San Francisco
  8. Elm Usergroup San Francisco
  9. Elm Usergroup Zürich
  10. Elm London
  11. Elm Usergroup Dublin
  12. Elm Kopenhagen
  13. Core Language.
  14. Types.
  15. A Farewell to FRP.
  16. Prior Art.
  17. Smashing Magazine - Introduction to Redux
  18. Shape of errors to come. Abgerufen am 7. September 2016.
  19. Way way waaaay nicer error messages. Abgerufen am 7. September 2017.