Elmenhorst/Lichtenhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen
Elmenhorst/Lichtenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen hervorgehoben
Koordinaten: 54° 9′ N, 12° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Warnow-West
Höhe: 13 m ü. NHN
Fläche: 12,09 km2
Einwohner: 4039 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 334 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18107
Vorwahlen: 0381, 038203
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 030
Adresse der Amtsverwaltung: Schulweg 1a
18198 Kritzmow
Webpräsenz: www.elmenhorst-lichtenhagen.de
Bürgermeister: Horst Harbrecht (CDU)
Lage der Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen im Landkreis Rostock
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Über dieses Bild

Elmenhorst/Lichtenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Warnow-West mit Sitz in der Gemeinde Kritzmow verwaltet. Entgegen dem Trend in Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Einwohnerzahl von 1990 bis 2004 fast verdreifacht, was an der Nähe zur Hansestadt Rostock und dem Zugang zur Küste liegt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen liegt im Gebiet des „Hägerortes“ zwischen der unteren Warnow und Bad Doberan in unmittelbarer Nähe zur Ostseeküste. Zum Gemeindegebiet gehört ein fast ein Kilometer langes Landschaftsschutzgebiet direkt an der Steilküste der Stoltera.

Meridian-Breitenkreis-Markierung Elmenhorst

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lichtenhagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Angerdorf Lichtenhagen wurde 1264 durch die Benennung eines Kirchherrn Burchard erstmals urkundlich erwähnt, die Kirche Lychtenhagen erstmals 1319. Der Bau der Kirche hat bereits früher stattgefunden. Der Dorfname weist auf eine deutsche Gründung hin. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gehört das Dorf einem Nikolaus Hasenkop und seinen Söhnen Hermann und Nikolaus. Ein Zweig der Familie von Schnakenburg, die bis 1359 das Dorf und heutigen Rostocker Ortsteil Diedrichshagen besaßen, war ebenfalls hier ansässig. Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte Lichtenhagen der Familie von Gummern. Am 3. Januar 1505 veräußert die Witwe des letzten Besitzers, Klaus von Gummern, den Besitz der Lehnsgüter Lichtenhagen, Lambrechtshagen und Bliesekow an die Herzöge Balthasar und Heinrich V. Hans von Gummern, ein Neffe von Klaus, versuchte 1531 durch Klage bei den vereinten Landständen den Besitz zurückzufordern, unterlag aber. So blieb Lichtenhagen im herzöglichen Domanialverband.

Elmenhorst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das langgezogene Straßendorf Elmenhorst wurde 1328 erstmals urkundlich erwähnt.

Der Zusammenschluss der beiden Ortsteile zur Gemeinde Elmenhorst fand 1960 statt. Der Ortsname wurde am 14. Januar 1992 in Elmenhorst/Lichtenhagen geändert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht (inkl. Bürgermeister) aus 14 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 25. Mai 2014 hatte folgende Ergebnisse[2]:

Partei/Bewerber Prozent Sitze
CDU 47,3 7
WG „Das Dorf“ 26,1 4
Die Linke 21,9 3

Bürgermeister der Gemeinde ist Horst Harbrecht (* 1943) (CDU), er wurde mit 51,9 % der Stimmen gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 17. September 1993 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 59 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Gespalten; vorn in Gold und hinten in Blau je eine Front einer Galerieholländerwindmühle in verwechselten Farben.“

Das Wappen wurde von dem Wismarer Roland Bornschein gestaltet.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche im Dorf Lichtenhagen

Siehe Hauptartikel: Dorfkirche Lichtenhagen

Der Chor aus dem 13. Jahrhundert ist der älteste Teil der Kirche. Hier finden sich Gewölbemalereien aus dem 14. Jahrhundert. Das dreischiffige Langhaus wurde später errichtet. Der 42 Meter hohe Westturm trägt ein Dach in Form einer „Bischofsmütze“. Zur Inneneinrichtung gehören ein aus einem Findling gehauener romanischer Taufstein, Glasfenster von 1892 und Holzplastiken aus dem 15. und 16. Jahrhundert, sowie eine Orgel der Fa. Jehmlich Orgelbau aus Dresden von 1976. Seit 1998 wurde die Kirche in mehreren Abschnitten grundlegend saniert.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft des Ortes ist geprägt von der Nähe zur Ostsee und dem damit verbundenen Fremdenverkehr sowie der Nähe zu Rostock, wo ein Großteil der Bevölkerung arbeitet. Nach dem Ort Elmenhorst ist die regional bedeutende Elmenhorster Fruchtsaftgetränke GmbH benannt, die in unmittelbarer Nähe u. a. Anlagen zur Saftgewinnung, Aufbereitung und Abfüllung der Produkte betreibt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elmenhorst/Lichtenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen – Information zum vorläufigen Wahlergebnis der Wahl der Gemeindevertretung und dem ehrenamtlichen Bürgermeister auf der Grundlage der Schnellmeldungen. In: www.amt-warnow-west.de. 25. Mai 2014, archiviert vom Original am 28. Mai 2014, abgerufen am 16. Februar 2016.