Elmenhorst/Lichtenhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen
Elmenhorst/Lichtenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen hervorgehoben

Koordinaten: 54° 9′ N, 12° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Warnow-West
Höhe: 13 m ü. NHN
Fläche: 12,09 km2
Einwohner: 4265 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 353 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18107
Vorwahlen: 0381, 038203
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 030
Adresse der Amtsverwaltung: Schulweg 1a
18198 Kritzmow
Website: www.elmenhorst-lichtenhagen.de
Bürgermeister: Uwe Barten (parteilos)
Lage der Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen im Landkreis Rostock
RostockSchwerinLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis Ludwigslust-ParchimAdmannshagen-BargeshagenBartenshagen-ParkentinBörgerende-RethwischHohenfelde (Mecklenburg)Nienhagen (Landkreis Rostock)ReddelichRetschowSteffenshagenWittenbeckBaumgarten (Warnow)BernittBützowDreetz (Mecklenburg)JürgenshagenKlein BelitzPenzinRühnSteinhagen (Mecklenburg)Tarnow (Mecklenburg)Warnow (bei Bützow)ZepelinBroderstorfBlankenhagenPoppendorf (Mecklenburg)Roggentin (bei Rostock)BroderstorfThulendorfAltkalenBehren-LübchinFinkenthalGnoienWalkendorfBehren-LübchinGlasewitzGroß SchwiesowGülzow-PrüzenGutowKlein UpahlKuhsLohmen (Mecklenburg)Lüssow (Mecklenburg)MistorfMühl RosinPlaazReimershagenSarmstorfDolgen am SeeHohen SprenzLaageWardowDobbin-LinstowHoppenradeKrakow am SeeKuchelmißLalendorfLalendorfAlt SührkowDahmenDalkendorfGroß RogeGroß WokernGroß WüstenfeldeHohen DemzinJördenstorfLelkendorfPrebberedeSchorssowSchwasdorfSukow-LevitzowThürkowWarnkenhagenAlt BukowAm SalzhaffBastorfBastorfBiendorf (Mecklenburg)CarinerlandRerikBentwischBlankenhagenGelbensandeMönchhagenRövershagenBenitzBröbberowKassowRukietenSchwaanVorbeckWiendorf (Mecklenburg)Cammin (bei Rostock)GnewitzGrammowNustrowSelpinStubbendorfTessin (bei Rostock)ThelkowZarnewanzElmenhorst/LichtenhagenKritzmowLambrechtshagenPapendorf (Warnow)PölchowStäbelowZiesendorfBad DoberanDummerstorfGraal-MüritzGüstrowKröpelinKühlungsbornNeubukowSanitzSatowTeterowKarte
Über dieses Bild

Elmenhorst/Lichtenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Warnow-West mit Sitz in der Gemeinde Kritzmow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen liegt im Gebiet des „Hägerortes“ zwischen der unteren Warnow und Bad Doberan in unmittelbarer Nähe zur Ostseeküste. Zum Gemeindegebiet gehört ein fast ein Kilometer langes Landschaftsschutzgebiet direkt an der Steilküste der Stoltera.

Umgeben wird Elmenhorst/Lichtenhagen von den Rostocker Ortsteilen Diedrichshagen im Nordosten, Lichtenhagen und Lütten Klein im Osten, Evershagen im Südosten sowie von den Gemeinden Admannshagen-Bargeshagen im Südwesten und Nienhagen im Westen.

Meridian-Breitenkreis-Markierung Elmenhorst

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Orten Elmenhorst und Lichtenhagen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zusammenschluss der beiden Ortsteile zur Gemeinde Elmenhorst fand 1960 statt. Der Ortsname wurde am 14. Januar 1992 in Elmenhorst/Lichtenhagen geändert.

Von 1952 bis 1994 gehörte die Gemeinde zum Kreis Rostock-Land (bis 1990 im DDR-Bezirk Rostock, 1990–1994 im Land Mecklenburg-Vorpommern). 1994 wurde sie in den Landkreis Bad Doberan eingegliedert. Seit der Kreisgebietsreform 2011 liegt sie im Landkreis Rostock.

Elmenhorst

Das langgezogene Straßendorf Elmenhorst wurde 1328 erstmals urkundlich erwähnt.

Lichtenhagen

Das Angerdorf Lichtenhagen wurde 1264 durch die Benennung eines Kirchherrn Burchard erstmals urkundlich erwähnt, die Kirche Lychtenhagen erstmals 1319. Der Bau der Kirche hat bereits früher stattgefunden. Der Dorfname weist auf eine deutsche Gründung hin und bedeutet so viel wie „lichte Stelle im Wald“. Die Endung -hagen weist auf eine frühere Rodung mit Umzäunung, vermutlich durch Hecken, hin.

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gehört das Dorf einem Nikolaus Hasenkop und seinen Söhnen Hermann und Nikolaus. Ein Zweig der Familie von Schnakenburg, die bis 1359 das Dorf und heutigen Rostocker Ortsteil Diedrichshagen besaß, war ebenfalls hier ansässig. Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte Lichtenhagen der Familie von Gummern. Am 3. Januar 1505 veräußert die Witwe des letzten Besitzers, Klaus von Gummern, den Besitz der Lehnsgüter Lichtenhagen, Lambrechtshagen und Bliesekow an die Herzöge Balthasar und Heinrich V. Hans von Gummern, ein Neffe von Klaus, versuchte 1531 durch Klage bei den vereinten Landständen den Besitz zurückzufordern, unterlag aber. So blieb Lichtenhagen im herzöglichen Domanialverband.

Einwohnerentwicklung

Entgegen dem Trend in Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Einwohnerzahl von 1990 bis 2019 fast vervierfacht, was auf die Nähe zur Hansestadt Rostock und den Zugang zur Küste zurückzuführen ist.

Jahr Einwohner
1990 1178
1995 2617
2000 4210
2005 4237
2010 4196
Jahr Einwohner
2015 4039
2016 4067
2017 4136
2018 4162
2019 4265

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Elmenhorst/Lichtenhagen besteht aus 14 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Sie setzt sich seit der Kommunalwahl 2019 wie folgt zusammen:[4]:

Partei / Wählergruppe Stimmen Sitze
CDU 35,7 % 5
Wählergruppe „Das Dorf“ 34,2 % 5
FDP 12,6 % 2
Die Linke 12,2 % 1
SPD 05,3 % 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002–2019: Horst Harbrecht (CDU)[5]
  • seit 2019: Uwe Barten (parteilos)

Barten wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 16. Juni 2019 mit 86,8 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 17. September 1993 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 59 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Gespalten; vorn in Gold und hinten in Blau je eine Front einer Galerieholländerwindmühle in verwechselten Farben.“

Das Wappen wurde vom Wismarer Roland Bornschein gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche im Dorf Lichtenhagen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft des Ortes ist geprägt von der Nähe zur Ostsee und dem damit verbundenen Fremdenverkehr. Die Sonnländer Getränke GmbH mit der regionalen Marke „Elmenhorster“ betreibt in unmittelbarer Nähe Anlagen zur Saftgewinnung sowie dessen Aufbereitung und Abfüllung.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elmenhorst/Lichtenhagen liegt an der Landesstraße L 12 zwischen Bad Doberan und Rostock-Warnemünde. Die Kreisstraße K 10 verbindet die Orte mit der Bundesstraße B 103 zwischen Warnemünde im Norden und der Anschlussstelle Rostock-West an der A 20 (LübeckDreieck Uckermark) im Süden.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Rostock-Lütten Klein an der Bahnstrecke Rostock Hbf–Warnemünde. Er wird von den S-Bahn-Linien S1, S 2 und S3 bedient.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cordula Wöhler (1845–1916), Tochter des Lichtenhäger evangelischen Pfarrers Wilhelm Wöhler, wurde in der Dorfkirche Lichtenhagen durch die mittelalterliche Pietà inspiriert und dichtete in Lichtenhagen 1870 das Marienlied "Segne Du Maria", das sich in der katholischen Welt bis heute großer Beliebtheit erfreut

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Elmenhorst/Lichtenhagen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2019 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen, § 1
  3. Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern (Statistischer Bericht A I des Statistisches Amtes Mecklenburg-Vorpommern)
  4. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  5. Neuer Plan für die L-12-Umgehung. In: Norddeutsche Neueste Nachrichten, 12. Februar 2014.
  6. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 16. Juni 2019