Elo (Hunderasse)

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Elo
Elo (Hunderasse)
Groß-Elos, Rauhhaar
Elo (Hunderasse)
Klein-Elos, Rauhhaar und Glatthaar
Nicht von der FCI anerkannt
Ursprung:

Deutschland

Widerristhöhe:

Kleiner Elo: 35–45 cm
Großer Elo: 46–60 cm

Gewicht:

Kleiner Elo: 10–15 kg
Großer Elo: 22–35 kg

Liste der Haushunde

Der Elo ist eine nicht von der FCI anerkannte deutsche Hunderasse. Der Name „Elo“ unterliegt dem Markenschutz; die Zucht der Rasse wird von der Elo Zucht- und Forschungsgemeinschaft (EZFG) betreut. Diese ist nicht dem VDH oder der FCI angeschlossen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Elo-Zuchtprojekt begann 1987 unter dem Namen „Eloschaboro“, der auf die 3 wichtigsten Ausgangsrassen – Eurasier, Bobtail und Chow-Chow hinweisen soll. Zur Verbreiterung der Zuchtbasis und der Erweiterung des Genpools wurde später noch Samojede und Dalmatiner eingekreuzt. Im Fokus der Kreuzung standen der Eurasier und der Bobtail, welche weiterhin vereinzelt beim Elo eingekreuzt werden. Ziel des Zuchtprojekts war es, einen Familien- und Gesellschaftshund zu züchten, der die Vorteile dieser Rassen in sich vereinigen sollte. Selektiert wurde dabei vor allem auf Wesen und Gesundheit; Felltyp und Fellfarbe waren sekundär. Der Standard wurde ebenfalls im Hinblick auf die Gesundheit abgefasst: Stehohren, die nicht zu Ohrenentzündungen neigen sollen, ein gerader Rücken, der Hüftdysplasie vorbeugen soll, und eine Ringelrute, die weniger gegen Gegenstände schlagen soll und so das Verletzungsrisiko verringert.[1]

Nachdem die Hunderasse erst Eloschaboro genannt wurde, wählte man die Kurzform Elo (Eurasier, Bobtail, Chow), die als Marke registriert ist. Inhaber der Markenrechte innerhalb der EU und der Schweiz sind Heinz und Marita Szobries,[2] die Begründer der Rasse. Mit dem Markenschutz der Hunderasse soll erreicht werden, dass der Markeninhaber die Lizenz an einen einzigen Zuchtverband erteilt, dessen Mitglieder die vorgeschriebenen Anforderungen an ihre Zuchthunde erfüllen müssen. Dadurch soll auch vermieden werden, dass die Interessenten für einen Elo an einen unautorisierten Züchter oder Hundehändler geraten, der seine Welpen unter den Namen Elo verkauft. Im Jahr 2011 gab es rund 130 Elo-Zuchtstätten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Holland.

Eine Untervariante ist der kleine Elo. Hier wurden zusätzlich noch Kleinspitz, Mittelspitz, Pekinese und Japan Spitz für die Zucht hinzugenommen.

Zucht[Bearbeiten]

Zum Zuchteinsatz ist eine Ankörung erforderlich, in der die Hunde in einem Wesenstest nach vorgegebenen Punkten bewertet werden. Getestet wird dabei unter anderem eine hohe Reizschwelle.[3] Daneben sind auch gesundheitliche Untersuchungen vorgeschrieben: Es wird nur mit HD-Grad A oder B gezüchtet, wobei Grad B nur mit einem A-Partner verpaart werden darf. Eine tierärztliche Untersuchung der Augen ist zur Zuchtzulassung ebenfalls vorgeschrieben.[4]

Ein ähnliches Projekt wird mit der Züchtung durch Kreuzung und Weiterzüchtung des Wällers verfolgt.

Wesen[Bearbeiten]

Der Elo ist ein ruhiger, recht anspruchsloser Familienhund. Er hat eine sehr hohe Reizschwelle und zeigt wenig oder kein Jagdverhalten. Er hat ein mittleres Bewegungsverlangen und ist selbstbewusst und spielfreudig. Das Sozialverhalten des Elos steht im Mittelpunkt der Zucht und wird durch spezielle Zuchtprogramme beeinflusst.

Aussehen[Bearbeiten]

Groß-Elos, Glatthaar

Elos haben mittelgroße, weit auseinanderstehende gut bewegliche Stehohren, sie tragen die Rute über den Rücken gerollt. Elos werden in unterschiedlichen Farben, auch gescheckt mehrfarbig gezüchtet. Sie haben kleine runde Pfoten.

Der Elo wird in zwei Größen jeweils mit zwei Varianten des Fells gezüchtet:[1]

  • Großer Elo 46 – 60 cm Schulterhöhe mit 22 – 35 kg
  • Kleiner Elo 35 – 45 cm Schulterhöhe mit 10 – 15 kg
  • Glatthaar
  • Rauhaar

Das Aussehen innerhalb dieser Gruppen fällt sehr unterschiedlich aus, der glatthaarige Elo sieht einem Eurasier, der Rauhaarige einem Bobtail, allerdings mit Stehohren, am ähnlichsten. In einem Wurf können Welpen als Glatthaar- und Rauhaar-Elos mit unterschiedlicher Farbgebung und Scheckung vorkommen.

Krankheiten[Bearbeiten]

Aus züchterischer Sicht besteht beim Elo das Problem der geringen Populationsgröße mit der Gefahr von Inzucht und deren Folgeerscheinungen von Inzuchtdepression, gehäuftem Auftreten von Erbkrankheiten, darunter unter anderen das häufige Vorkommen von Distichiasis, in deren Folge Hornhautschädigungen entstehen können.[5] Es wird bei der Zulassung zur Zucht eine Augenuntersuchung verlangt, damit die Distichiasis nicht weiter vererbt wird. Außerdem ist eine Röntgenuntersuchung zur Vermeidung der Hüftdysplasie zur Zuchttauglichkeit notwendig und es wird von jedem Zuchthund eine Blutprobe verlangt.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Der Standard des Elos
  2. Registereintrag des DPMA: Registrierung der Wortmarke Elo 1991 unter Registernummer 2026230 für Lebende Tiere, nämlich Hunde; Haltung und Züchtung von Hunden, insbesondere Welpen und Zuchttieren
    DPMA-Registereintrag 3020100363703 mit der eingetragenen Marke Elo
  3. Das Wesen des Elos
  4. Gesundheitliche Anforderungen bei der Elo-Zucht
  5. Judith Kaufhold: Populationsgenetische Untersuchungen zur Entwicklung der Hunderasse Elo® sowie zum Auftreten und zur Vererbung von Distichiasis (PDF; 5,8 MB). Dissertation Hannover 2004
  6. Information zum Ablauf der Zuchttauglichkeitsbeurteilung beim Elo. (Website der Elo Zucht- und Forschungsgemeinschaft)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien