ElringKlinger

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ElringKlinger AG
Logo der ElringKlinger AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007856023
Gründung 1879
Sitz Dettingen an der Erms, Deutschland
Leitung Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender
Mitarbeiter Über 9.000 (September 2017)[1]
Umsatz 1.507 Mio (2015)[1]
Branche Automobilzulieferer
Website www.elringklinger.de

Die ElringKlinger AG ist ein deutscher Konzern mit Sitz im baden-württembergischen Dettingen an der Erms, der als Automobilzulieferer tätig ist. Zum 3. Mai 2017 umfasste der ElringKlinger-Konzern neben der Muttergesellschaft 44 vollkonsolidierte Tochterunternehmen (davon ein Joint Venture mit fünf Gesellschaften).[2]

Das Unternehmen bietet für alle Antriebsarten - ob Verbrennungsmotor, Hybrid- oder Elektroantrieb - innovative Lösungen. So werden für fast alle Automobilhersteller Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Kunststoff-Leichtbauteile sowie Abschirmteile für Motor, Getriebe, Abgassystem und den Unterboden entwickelt und produziert. Im Geschäftsbereich Elektromobilität werden Komponenten und Systeme der Brennstoffzellen- und Batterientechnologie angeboten. Ergänzt wird das Portfolio durch Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE - auch für Branchen außerhalb der Automobilindustrie. Das Unternehmen ist zudem Weltmarktführer im Segment Zylinderkopfdichtungen.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1879 gründete Paul Lechler in Stuttgart ein Handelsunternehmen für Dichtungen und technische Produkte. Das Unternehmen begann ab 1914 Dichtungen selbst zu produzieren. In den Jahren 1964 und 1965 wurde der Sitz nach Dettingen an der Erms verlagert. Richard Klinger gründete bereits im Jahr 1885 in Wien eine Konstruktionswerkstatt und fertigte ab 1930 ebenfalls Zylinderkopfdichtungen.

Ab 1971 begann das Unternehmen seine Internationalisierung durch eine erste Beteiligung in Spanien. Im folgenden Jahr wurden die Fertigungsstandorte in Bietigheim-Bissingen und Langenzenn gegründet.[4]

Im Jahr 1994 entstand aus dem Automobilbereich der Richard Klinger GmbH und der Elring GmbH die ElringKlinger GmbH mit Sitz in Dettingen. Am 30. Oktober 2000 verschmolz die ElringKlinger GmbH mit der Muttergesellschaft ZWL Grundbesitz- und Beteiligungs-AG und hieß fortan ElringKlinger AG. Die ElringKlinger AG ist seit 21. Januar 2002 an der Börse in Frankfurt und Stuttgart notiert. Am 13. November 2003 wurde ElringKlinger in den SDAX aufgenommen und stieg am 4. März 2009 in den MDAX auf.[5] Die Deutsche Börse hat in der Sitzung vom 3. März 2016 über Veränderungen in der Zusammensetzung ihrer Aktienindizes entschieden, dass die Aktie der ElringKlinger AG mit Wirkung zum 21. März 2016 wieder im SDAX geführt wird.[6]

Zum 27. Oktober 2009 erwarb ElringKlinger den im türkischen Bursa ansässigen Automobilzulieferer Ompaş, um in den türkischen Markt einzutreten.[7]

Am 11. Mai 2011 folgte der Zukauf des in der Schweiz ansässigen Abgasspezialisten Hug Gruppe.[8]

Zum 12. September 2011 erwarb die ElringKlinger AG 90 Prozent am Formen- und Werkzeugbauer Hummel-Formen aus Lenningen.[8]

Am 3. Januar 2012 kaufte ElringKlinger den Metallgehäusehersteller ThaWa GmbH mit Sitz in Thale, Sachsen-Anhalt.[8]

Das japanische Joint Venture ElringKlinger Marusan Corporation mit seinen Tochtergesellschaften wurde zum 31. Dezember 2013 aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung über die Kontrollausübung voll konsolidiert.

Im Juli 2014 übernahm die ElringKlinger AG 75 Prozent der new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland.

Im Oktober 2014 übernahm die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH sämtliche Anteile der Polytetra GmbH, die Fluorpolymere und klassische Hochleistungskunststoffe verarbeitet.

Im Februar 2015 kaufte ElringKlinger den US-Automobilzulieferer M&W Manufacturing Co., Michigan und baute damit seine Marktposition bei Getriebesteuerplatten für Automatikgetriebe in Nordamerika und weltweit stark aus.

Im Oktober 2016 schloss ElringKlinger eine strategische Partnerschaft mit dem Engineering Unternehmen hofer AG und beteiligte sich zudem mit 53 % an der Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH. Durch den Anteilserwerb profitierte ElringKlinger von der Innovationskraft des Entwicklers für Systeme im Antriebsstrang bei der Entwicklung und Herstellung von alternativen Antriebstechnologien für Hybrid- oder reine Elektrofahrzeuge.[9]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ElringKlinger ist mit seinen Ersatzteilen in mehr als 140 Ländern präsent. Weltweit sind über 9.000 Mitarbeiter an 49 Standorten für das Unternehmen beschäftigt.[10]
In den folgenden zehn Geschäftsbereichen ist der Konzern dabei tätig:[2]

  • Abschirmtechnik
  • Kunststoffleichtbauteile/Elastomertechnik
  • Zylinderkopfdichtungen
  • Spezialdichtungen
  • Sonstige (E-Mobility, Werkzeugtechnologie und Abgasnachbehandlung)
  • Ersatzteile
  • Kunststofftechnik
  • Gewerbeparks
  • Dienstleistungen
  • Werkzeugtechnik

Gesellschaften der ElringKlinger-Gruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 100 % Gedächtnisstiftung Karl Müller Belegschaftshilfe GmbH[2]
  • 92,86 % Elring Klinger Motortechnik GmbH
  • 96 % ElringKlinger Logistic Service GmbH
  • 80 % new enerday GmbH/DE
  • 77,5 % ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
  • 100 % Polytetra GmbH / DE (Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik)
  • 100 % KOCHWERK Catering GmbH
  • 27 % hofer AG
  • 53 % hofer powertrain products GmbH / DE (Tochtergesellschaft der hofer AG)

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 100 % ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG / CH[2]
  • 93,67 % Hug Engineering AG / CH
  • 100 % Hug Engineering GmbH / DE (Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG / CH)
  • 100 % Hug Engineering Inc. / US (Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG / CH)
  • 100 % Hug Engineering S.p.A. / IT (Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG / CH)
  • 100 % Elring Klinger (Great Britain) Ltd. / UK
  • 100 % Elring Parts Ltd. / UK
  • 100 % ElringKlinger Italia Srl / IT
  • 100 % ElringKlinger Meillor SAS / FR
  • 100 % HURO Supermold S. R. L. / RO
  • 100 % Technik-Park Heliport Kft. / HU
  • 100 % ElringKlinger Hungary Kft. / HU
  • 100 % Elring Klinger, S.A.U. / ES
  • 100 % ElringKlinger TR Otomotiv Şanayi ve Ticaret A.Ş. / TR
  • 100 % ElringKlinger Canada, Inc. / CA
  • 100 % ElringKlinger North America, Inc. / US
  • 100 % ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. / US
  • 100 % ElringKlinger Silicon Valley, Inc. / US
  • 100 % ElringKlinger USA, Inc. / US
  • 100 % Elring Klinger México, S.A. de C.V. / MX
  • 100 % EKASER, S.A. de C.V. / MX
  • 100 % Elring Klinger do Brasil Ltda. / BR
  • 100 % Elring Klinger South Africa (Pty) Ltd. / ZA
  • 100 % ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. / IN
  • 100 % ElringKlinger China, Ltd. / CN
  • 88 % Changchun ElringKlinger Ltd. / CN
  • 100 % ElringKlinger Chongqing Ltd. / CN
  • 100 % ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co. / CN (Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik)
  • 100 % ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc. / US (Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik)
  • 100 % ElringKlinger Korea / KR
  • 50 % ElringKlinger Marusan Corporation / JP
  • 100 % Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd. / JP (Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation / JP)
  • 46,9 % Marusan Kogyo Co., Ltd. / JP
  • 100 % PT. ElringKlinger Indonesia / ID (Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation / JP)
  • 100 % ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd. / TH (Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation / JP)
  • 53% hofer powertrain products UK Ltd. / UK (Tochtergesellschaft der hofer AG)

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern:[11]

  • Stefan Wolf (Vorstandsvorsitzender und CEO der ElringKlinger AG)
  • Theo Becker (Mitglied des Vorstands)
  • Thomas Jessulat (Mitglied des Vorstands)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b [1] (PDF; 5,5 MB)
  2. a b c d elringklinger.de: [2]
  3. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  4. elringklinger.de: Die Unternehmensgeschichte
  5. Christian Kirchner: Dax-Neulinge profitieren kaum. (Memento vom 31. Juli 2012 im Webarchiv archive.is) In: FTD.de. 5. März 2009.
  6. Geschäftsbericht 2015. Abgerufen am 13. April 2016.
  7. ElringKlinger-Gruppe kauft Produktionsstätte in der Türkei
  8. a b c elringklinger.de: Die Jahre 2000 bis heute
  9. [3]
  10. Factsheet ElringKlinger. Abgerufen am 12. Januar 2016.
  11. elringklinger.de: Vorstand ElringKlinger