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Elsholz (Beelitz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Elsholz
Stadt Beelitz
Wappen von Elsholz
Koordinaten: 52° 12′ N, 12° 58′ OKoordinaten: 52° 11′ 59″ N, 12° 57′ 43″ O
Höhe: 44 m ü. NN
Fläche: 10,4 km²
Einwohner: 334 (6. Nov. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 14547
Vorwahl: 033204
Elsholz (Brandenburg)
Elsholz (Brandenburg)
Lage von Elsholz in Brandenburg
Ortsansicht
Ortsansicht

Elsholz ist ein Ortsteil der Stadt Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark im Land Brandenburg.[2]

Der Ort liegt 25 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Potsdam östlich der B 2 zwischen Beelitz und Treuenbrietzen im Naturpark Nuthe-Nieplitz.[3]

Etymologie und Geschichte

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Elsholz wurde erstmals 1375 im Landbuch Karls IV. erwähnt als Elsholt = (Dorf am) Erlenwald, -gehölz, aus mittelniederdeutsch else = Erle.[4] Scherbenfunde aus der Zeit der Slawen und Germanen deuten jedoch auf eine deutlich frühere Besiedelung hin.

Besitzgeschichte

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Herrschaftlich gehörte der Ort vor 1375 zum Markgrafen bzw. bis 1463 zur Vogtei Trebbin. Von 1463 bis 1601 lag die Obergerichtsbarkeit und der Wagendienst bei den von Schlabrendorff; ab 1497 besaßen sie Ober- und Untergericht sowie die Patrimonialgerechtigkeit. Danach war Elsholz geteilt: Von 1601 bis 1684 verfügten die von Schlabrendorff über die Hälfte von Ober- und Untergericht sowie die Patrimonialrechte; 1684 bis 1687 folgte das Amt Saarmund, anschließend das Dorf mit dem zweiten Teil vereinigt. Dieser gehörte von 1601 zunächst ebenfalls den von Schlabrendorff, danach den von Görzke bis 1687 über den halben Schulzen, sechs Bauern, die halben Ober- und Untergerichte und die Patrimonialrechte; anschließend erfolgte die Vereinigung mit. Von 1687 bis 1826 war Elsholz dem Amt Saarmund, von 1826 bis 1872 dem Amt Potsdam unterstellt.[5]

14. bis 17. Jahrhundert

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Für das Jahr 1375 wurden 40 Hufen genannt, davon hatte der Pfarrer drei Hufen und der Lehnschulze acht Hufen; es bestanden 12 Kossätenstellen, davon sechs wüst, sowie ein Krug. 1450 sind 34 Hufen belegt. 1541 zählte man 60 Kommunikanten.[5] Der Pfarrer besaß ein Pfarrhaus, eine Wiese zu zehn Fuder Heu, einen Garten an der Pfarre und drei Pfarrhufen. Der Küster besaß ein Küsterhäuslein, eine Wiese zu einem Fuder Heu, 24 ½ Scheffel Roggen Scheffelkorn, Ostereier und aus jedem Haus zwei Brote. Die Dorfkirche wurde bereits 1482 als verfallen bezeichnet; die Kirche besaß 1541 ein Land zu zwei Scheffel Saat, das alle sechs Jahre bewirtschaftet wurde.[6] 1624 umfasste der Ort 13 Hufner, sieben Kossäten, einen Hirten, einen Laufschmied, sechs Paar Hausleute sowie die Schäferknechte; es bestanden 39 Hufen und drei Pfarrhufen. 1652 wurden acht Hufner (darunter der Schulze) und fünf Kossäten sowie 13 Personen verzeichnet. 1682/1683 wurden 39 Sandhufen und 7 Kossätenhöfe (davon 1 wüst) genannt.

18. Jahrhundert

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Dorfkirche von 1712

Die Dorfkirche wurde 1712 neu errichtet. Im Jahr 1745 wurden 16 Bauern und fünf Kossäten aufgeführt. 1757 bestanden 16 Bauernstellen (der Lehnschulze mit vier Hufen, 15 Zweihufner), dazu fünf Halbbauern (jeder mit einer Hufe), sieben Büdner, ein Kossätbüdner, drei Paar Hausleute und zwei einzelne Einlieger. 1772 lebten im Ort ein Prediger, 20 Bauern und fünf Kossäten.[5]

19. Jahrhundert

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Im Jahr 1801 wurden ein Lehnschulze, 15 Ganzbauern, fünf Ganzkossäten, sechs Büdner, sechs Einlieger, ein Krug sowie 237 Morgen Holz genannt; es gab 39 Bauernhufen und 36 Feuerstellen. 1837 wurde Elsholz als Dorf mit 39 Wohnhäusern geführt. 1858 standen im Dorf sechs öffentliche, 54 Wohn- und 128 Wirtschaftsgebäude, darunter eine Getreidemühle. Die Gemarkung umfasste 1818 Morgen: 47 Morgen Gehöfte, 45 Morgen Gartenland, 831 Morgen Acker, 252 Morgen Wiese, 275 Morgen Weide und 368 Morgen Wald.[5] Im 19. Jahrhundert entstand ein Anschluss an die Bahnstrecke nach Jüterbog – die Verbindung besteht bis heute.[7]

20. Jahrhundert

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Im Jahr 1900 standen im Dorf 64 Häuser, 1931 70 Wohnhäuser mit 105 Haushaltungen. Zuvor war im Jahr 1928 vom Gutsbezirk Kunersdorfer Forst die zwischen Elsholz und Reesdorf an der Nieplitz liegende Parzelle eingemeindet worden. Elsholz war 1931 Landgemeinde mit den Wohnplätzen Eisenbahnhaltepunkt Elsholz und Jakobicks Großschlächterei. Für das Jahr 1939 sind die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe wie folgt ausgewiesen: 13 Betriebe mit 20 bis 100 Hektar, 27 Betriebe mit 10 bis 20 Hektar, 14 Betriebe mit 5 bis 10 Hektar und 18 Betriebe mit 0,5 bis 5 Hektar.

1946 erhielt die Gemeinde Elsholz eine Waldzulage von 115,2 Hektar von der Gemeinde Ferch. 1958 bestand der VEB Fleischwarenfabrik mit 239 Beschäftigten, darunter 109 Produktionsarbeiter. 1959 wurde die erste LPG, Typ I, gegründet. Im Folgejahr gründete sich eine weitere LPG Typ I mit 60 Mitgliedern und 252 ha Fläche, die sich 1961 zusammenschlossen und 1969 an die LPG Typ III Wittbrietzen angeschlossen wurde.[5]

Bis zur Eingemeindung nach Beelitz am 31. Dezember 2001 war Elsholz eine eigenständige Gemeinde, die im 19. und 20. Jahrhundert bis zu dessen Auflösung zum Landkreis Zauch-Belzig gehörte.[8]

Bevölkerungsentwicklung

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Einwohnerentwicklung in Elsholz von 1772 bis 1971
Jahr17721801181718371858187118851895190519251939194619641971
Einwohner188210209274323336344320295330 und 8 (Abbau Elsholz)352431415387

Sehenswürdigkeiten und Kultur

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Denkmalgeschützter Vierseithof in der Dorfstraße 51
  • Die Dorfkirche wurde 1712 als verputzter Rechtecksaal errichtet. Der Fachwerkturm entstand in den Jahren 1796 und 1797. Im Innern befindet sich eine Hufeisenempore aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Altaraufsatz aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts, der nachträglich zu einem Kanzelaltar umgebaut wurde.
  • Das Pfarrhaus sowie die Gebäude in der Elsholzer Dorfstraße 47 und 51 stehen unter Denkmalschutz.

Veranstaltungen

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Jährlich findet ein Knutfest statt; ebenso wird das Zempern und der Karneval als Tradition gepflegt. Weiterhin findet einmal jährlich ein Treffen antiker Trecker statt.

Commons: Elsholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Amtsblatt für die Stadt Beelitz 23. Jg. Nr. 11, S. 4. (PDF) Abgerufen am 28. Januar 2025.
  2. Nennung als Ortsteil von Beelitz im Kommunalverzeichnis Brandenburg, abgerufen am 22. April 2026
  3. Karte des Naturparks Nuthe Nieplitz mit genauen Grenzen. (Memento vom 14. Juli 2010 im Internet Archive) (PDF; 926 kB) Land Brandenburg, Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV)
  4. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission. be.bra wissenschaft, Berlin 2005, ISBN 3-937233-30-X, S. 52, ISSN 1860-2436.
  5. 1 2 3 4 5 Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 104)
  6. Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 105)
  7. inixmedia nord/ost im Auftrag der Stadt Beelitz (Hrsg.): Spargelstadt Beelitz – Stadt mit Köpfchen. 1. Auflage. S. 42 (2013/2014).
  8. Michael Rademacher: Landkreis Zauch-Belzig. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.