Elution

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Elution, selten auch Eluierung (von lateinisch eluere „auswaschen“)[1] bezeichnet in der Chromatographie sowie der Umweltchemie das Ab-, Herauslösen oder Verdrängen von adsorbierten Stoffen aus Adsorbentien oder Ionenaustauschern.[2] In der Chromatographie kann die stationären Phase sowohl aus festem, als auch aus flüssigem Material bestehen. Dabei wird eine mobile Phase (Eluent), die aus einem oder mehreren Lösungsmitteln besteht, an der stationären Phase vorbeigeführt. Das ausgetragene Gemisch aus Lösungsmitteln und gelösten Substanzen ist das Eluat.[3] In der Umweltchemie bzw. Abfallwirtschaft werden – mit Wasser als Lösungsmittel – Schadstoffe unter klar festgelegten Bedingungen aus Abfällen herausgelöst; diese können fest, pastenartig oder schlammig sein. Im Eluat werden die Art und Konzentration der eluierten Stoffe mittels geeigneter Analysenverfahren bestimmt.[2]

Von besonderer Bedeutung ist die Elution auch bei der Herstellung von Radionukliden mit Hilfe von Radionuklidgeneratoren (z.B. Gallium-68-Generator).

Siehe auch: Elutrope Reihe

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Duden: eluieren, 1. Oktober 2011.
  2. a b Eintrag zu Elution. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 29. Mai 2015.
  3. Duden: Eluat, 1. Oktober 2011.