Elvillar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Elvillar
Elvillar – Ortsansicht
Elvillar – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Elvillar
Elvillar (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: BaskenlandBaskenland Baskenland
Provinz: Álava
Comarca: Cuadrilla de Laguardia-Rioja Alavesa
Koordinaten 42° 34′ N, 2° 33′ WKoordinaten: 42° 34′ N, 2° 33′ W
Höhe: 585 msnm
Fläche: 17,50 km²
Einwohner: 353 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 20,17 Einw./km²
Postleitzahl: 01309
Gemeindenummer (INE): 01023 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Elvillar

Elvillar (baskisch: Bilar) ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 353 Einwohnern (1. Januar 2017) in der Provinz Álava in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland im Norden Spaniens. Der Ort gehört zur Weinbauregion Rioja.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elvillar liegt in einer Höhe von etwa 585 Metern ü. d. M. im äußersten Süden der Provinz Álava nahe der Grenze zur Autonomen Gemeinschaft La Rioja. Nächstgelegene Großstadt ist das etwa 17 Kilometer (Fahrtstrecke) südöstlich gelegene Logroño; der sehenswerte Ort Laguardia, zu welchem Elvillar bis ins 17. Jahrhundert hinein gehörte, befindet sich ca. sechs Kilometer südwestlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2011
Einwohner 651 525 365 361 367 363

Im 19. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl der Gemeinde von ca. 450 auf etwa 800 Personen an. Infolge der Reblauskrise im Weinbau und der Mechanisierung der Landwirtschaft sanken die Einwohnerzahlen auf die derzeitigen Tiefststände ab.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In frühen Jahrhunderten lebten die Bewohner hauptsächlich von den landwirtschaftlichen Produkten der näheren Umgebung, zu denen auch der Wein gehörte. Der Ort selbst fungierte als Markt- und Handelszentrum, aber auch Handwerker ließen sich hier nieder. Die zunehmende Bedeutung des Weinbaus und des Weintourismus in der Rioja wirkt sich in den letzten Jahrzehnten auch wieder stabilisierend auf die Beschäftigung aus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dolmen La Hechicera
Dolmen aus anderer Perspektive

Altsteinzeitliche Funde in der Höhle Los Husos und zwei jungsteinzeitliche Megalithgräber (dolmen), von denen einer jedoch nur noch bruchstückhaft erhalten ist, sind die frühesten Zeugnisse für die Anwesenheit von Menschen. Kelten, Römer, Westgoten und Mauren haben – trotz der Nähe zum Ebro-Tal – keine archäologisch verwertbaren Spuren auf dem Gemeindegebiet hinterlassen. Im Jahre 1667 erhielt der Ort von Karl II. die Eigenständigkeit von Laguardia zugesprochen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das megalithische Ganggrab Chabola de la Hechicera (deutsch etwa ‚Hexenhaus‘) erhebt sich auf der höchsten Stelle eines etwa 200 Meter vom Dorf entfernten Hügels. Es stehen noch drei Orthostaten mit einer – in drei Teile zerbrochenen, aber wieder zusammengefügten – Deckplatte; vom Gangbereich existieren ebenfalls noch einige Steine. Der Dolmen war ehemals von einem Tumulus aus faust- bis unterarmgroßen Steinen bedeckt, auf denen sich im Laufe der Zeit ein Grasbewuchs bildete.
  • Die aus dem 16. Jahrhundert Pfarrkirche (Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción) erhebt sich an der Stelle einer zerstörten Burg (castillo) bzw. eines romanischen Vorgängerbaus, von welchem noch Reste in der Nordwand erhalten sind; ein wehrhafter Charakter kann ihr wegen der hohen und nahezu fensterlosen Außenwände nicht abgesprochen werden. Das Untergeschoss des Glockenturms hat einen quadratischen Grundriss; das Obergeschoss ist hingegen oktogonal angelegt und endet in einem Spitzhelm. Das Kirchenschiff ist mit einem Sterngewölbe bedeckt, welches über der Apsis noch kompliziertere Formen zeigt. Der Altarretabel mit Szenen aus der Kindheit Christi ist einer der imposantesten in der Rioja. Der Taufstein wurde im 17. Jahrhundert gefertigt.
  • Mitten im Ort steht die Casa del Indiano, ein dreigeschossiger Stadtpalast aus dem 18. Jahrhundert mit Balkonfenstern und abgerundeten Ecken, in denen ein aufwendig gearbeiteter steinerner Wappenschild zu sehen ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elvillar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).