Elxleben (Ilm-Kreis)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Elxleben führt kein Wappen
Elxleben (Ilm-Kreis)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Elxleben hervorgehoben
Koordinaten: 50° 52′ N, 11° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Ilm-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Riechheimer Berg
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 9,47 km2
Einwohner: 554 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99334
Vorwahl: 036200
Kfz-Kennzeichen: IK, ARN, IL
Gemeindeschlüssel: 16 0 70 013
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ellebener Str.123
99334 Elxleben
Website: www.elxleben-ik.de
Bürgermeister: Klaus Böhm (CDU)
Lage der Gemeinde Elxleben im Ilm-Kreis
AlkerslebenAmt WachsenburgAngelrodaArnstadtBösleben-WüllerslebenDornheimElgersburgEllebenElxlebenGeratalGroßbreitenbachIlmenauMartinrodaGehrenOsthausen-WülfershausenPlaueRockhausenStadtilmWitzlebenThüringenLandkreis Schmalkalden-MeiningenSuhlLandkreis HildburghausenLandkreis SonnebergLandkreis Saalfeld-RudolstadtLandkreis Weimarer LandErfurtLandkreis GothaKarte
Über dieses Bild

Elxleben (auch Elxleben am Steiger genannt, zur Unterscheidung von Elxleben an der Gera) ist eine Gemeinde im Ilm-Kreis in Thüringen in Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elxleben liegt an der Wipfra ca. 10 km nordöstlich von Arnstadt. Die thüringische Landeshauptstadt Erfurt befindet sich ca. 10 km nördlich der Gemeinde. Elxleben gehört der Verwaltungsgemeinschaft Riechheimer Berg an. Der Verwaltungssitz ist in der nicht zur VG gehörenden Gemeinde Amt Wachsenburg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Amt Wachsenburg, Elleben, Alkersleben

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Peter und Paul in Elxleben

Die erste Erwähnung erfolgte im Jahr 775 unter dem Namen Elgeslebo. In der Ortsmitte befand sich damals eine kleine Turmhügelburg. Sie diente zum Schutz der Bewohner und zur Bewachung des Verkehrs.[2] Im Jahr 1533 wurde im damals zur Grafschaft Schwarzburg (Schwarzburg-Rudolstädter Oberherrschaft) gehörenden Elxleben die Reformation eingeführt. Zu dieser Zeit führten zwei Handelswege durch das Dorf; einer von Erfurt im Norden nach Stadtilm im Süden und einer von Arnstadt im Westen nach Weimar im Osten. Nach 1600 ging der Waidanbau in Elxleben deutlich zurück, da dieses Färbemittel durch die Erschließung Amerikas und die damit verbundene Verbreitung neuer Handelsgüter wie Indigo, nicht mehr benötigt wurde. Der Dreißigjährige Krieg führte in Elxleben, wie in der gesamten Region, zu schweren Verlusten, die vor allem durch plündernde kroatische Soldaten hervorgerufen wurden.

Der Bau der heutigen, barocken Kirche begann im Jahr 1722 und dauerte bis 1725 an. Der 44 Meter hohe Kirchturm wurde dabei als letztes errichtet.

1777 kam es in Elxleben zu einem großen Hochwasser der Wipfra, das große Schäden im Ort anrichtete.

Die Straße von Erfurt nach Stadtilm durchs Dorf wurde 1863 zur befestigten Poststraße ausgebaut, seit 1868 gab es in Elxleben auch eine Poststelle.

Das 125 Hektar große Rittergut bewirtschaftete 1923 der Pächter Waldemar Schlüter.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl:

  • 1665 – 597, Größe der Ortsflur: 8,37 km2
  • 1821 – 532
  • 1843 – 309[4]
  • 1875 – 571
  • 1939 – 383[5]
  • 1989 – 352[6]
  • 2005 – 341
  • 2010 – 325
  • 2015 – 312

Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachwerk-Hof in Elxleben (2013)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Elxleben besteht aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren:

  • CDU: 5 Sitze
  • Feuerwehrverein Elxleben e. V.: 2 Sitze
  • SPD: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr findet am letzten September-Wochenende eine alljährliche Kirmes statt. Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind das Oktoberfest Anfang Oktober, ein Open-Air auf einem Agrargelände Ende Mai, das Bikertreffen mit Bikern aus ganz Deutschland Anfang September, sowie der Fackelumzug zur Walpurgisnacht mit anschließendem Feuer.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Elxleben verläuft die Landesstraße 1049 ErfurtStadtilm. Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind Arnstadt-Süd an der Bundesautobahn 71, etwa 8 km südwestlich von Elxleben, und Erfurt-West an der Bundesautobahn 4, etwa 10 km nordwestlich.

Wochentags wird Elxleben von den Buslinien 357 und 362 der RBA Regionalbus Arnstadt GmbH erschlossen. Sie bieten Verbindungen nach Erfurt, Arnstadt und Stadtilm. Der nächstgelegene Bahnhaltepunkt ist Marlishausen an der Bahnstrecke Arnstadt–Saalfeld, 7 km südwestlich von Elxleben.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fred Schmidt (1935–2010), volkstümlicher Sänger und Moderator, lebte seit 1997 in Elxleben
  • Heinz Hoyer (* 1949), Medailleur und Bildhauer
  • Sabine Berninger (* 1971), Politikerin (Die Linke), wuchs in Elxleben auf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elxleben (Ilm-Kreis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 95.
  3. Jürgen Gruhle: Schwarzbuch der Bodenreform -Thüringen-. Abgerufen am 20. Juni 2011 (Memento vom 7. Juli 2010 im Internet Archive)
  4. Quelle für schwarzburgische und sächsische Orte: Johann Friedrich Kratzsch: Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der Deutschen Bundesstaaten. Naumburg, 1843. Online abrufbar bei Google Books. Quelle für preußische Orte: Handbuch der Provinz Sachsen. Magdeburg, 1843. Online abrufbar bei Google Books
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Einwohnerzahlen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Bevölkerungsentwicklung ab 1989 (TLUG) (Memento des Originals vom 29. Oktober 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tlug-jena.de (PDF; 18 kB)