Emanuel Kayser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Emanuel Kayser

Friedrich Heinrich Emanuel Kayser (* 26. März 1845 auf dem Rittergut Friedrichsberg, Groß Friedrichsberg im Kreis Königsberg in Preußen; † 29. November 1927 in München) war ein deutscher Geologe, Paläontologe, Professor der Geologie und Paläontologie sowie Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts an der Philipps-Universität Marburg[1].

Weltweit bekannt wurde Emanuel Kayser u. a. durch das über Jahrzehnte hinweg "verbreitetste Geologie-Lehrbuch deutscher Zunge"[2], welches auch englische Übersetzungen erfuhr. Durch seine Werke hat Kayser nicht nur "tiefen Einfluss auf mehrere Generationen Geologen" in Deutschland,[3] sondern auch über Deutschland hinaus gehabt[4].

Kayser förderte von Beginn an die Entwicklung der Hypothese Alfred Wegeners zur Kontinentalverschiebung.

Zwischen 1896 und 1909 führte Kayser einen wissenschaftlichen Disput mit Svante Arrhenius über die Bedeutung des CO2-Gehaltes der Atmosphäre für den Klimawandel und ihren Einfluss auf die Eiszeiten[5].

Emanuel Kayser war von 1910 bis 1920 der erste Vorsitzende der von ihm 1910 mitbegründeten Geologischen Vereinigung[6].

Kayser begründete 1882 die Paläontologischen Abhandlungen (später: Geologische und Palontäologische Abhandlungen) welche er – bis 1897 mit Wilhelm Dames – herausgab.

Herkunft und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emanuel Kayser wurde als erstes von fünf Kindern des Ritterguteigentümers Johann Jacob August Heinrich Kayser (* 12. Juni 1817 in Königsberg; † 28. Januar 1910, in Tirol bei Meran; dieser Sohn des Notars August Imanuel Kayser * 17. Februar 1785 in Treptow an der Rega; † 12. Oktober 1858 und der Wilhelmine Henriette Amalie von Schaffstedt, * 12. Juni 1789 in Brandenburg a. H., † Königsberg 5. April 1867) sowie Amalie Dorothea von Metz (* 10. Juli 1812 in Smolensk; † 4. Dezember 1880, in Berlin, diese Tochter des aus dem Elsass eingewanderten Majors Russlands Friedrich von Metz († St. Petersburg 1819) und der Elisabeth Maria von Wachten (* 19. November 1784 in Estland; † 31. Mai 1862 in Halle a. S.), Vorsteherin des kaiserlichen Erziehungshauses in Moskau) geboren[7][8][9].

Amalie von Metz wurde 1842 während einer Kur im schlesischen Gräfenberg vom Maler Ernst Meyer umworben, der ihr das sogenannte „Schneeskizzenbuch“ verehrte[10].

Emanuel Kayser war der ältere Bruder des Physikers Heinrich Kayser.

Im Jahr 1878 heiratete Emanuel Kayser Marie Henriette Margarethe Charlotte Eleonore, geb. Hand. Er wurde Vater von vier Kindern und Schwiegervater des mit seiner Tochter Maria Theresia verheirateten Architekten, Filmarchitekten und Autors Otto Völckers[11] sowie des mit seiner Tochter Cäcilie verheirateten Rechtshistorikers, Strafrechtlers und Professors an der Philipps-Universität Marburg, Woldemar August Engelmann [12].

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emanuel Kayser verbrachte seine ersten Lebensjahre in Bingen am Rhein. Er wurde aufgrund einer durch Charlotte von Preußen, der russischen Zarin Alexandra Fjodorowna, 1854 bis zur Promotion gewährten Pension für die Ausbildung in das von seiner Großmutter geleitete Kaiserliche Erziehungshaus in Moskau aufgenommen. Der Aufenthalt in Moskau, der zur Vorbereitung der Aufnahme in das Dritte Gymnasium und des anschließenden Besuchs der Rechtsschule mit dem Ziel der Aufnahme in den diplomatischen Dienst geplant war, musste bereits 1857 aus gesundheitlichen Gründen beendet werden. Gleichwohl ermöglichte die Vertrautheit mit der russischen Sprache und Kultur es Kayser später häufig als Mittler zwischen den Kulturen zu fungieren.

Ab 1858 besuchte Kayser das Humanistische Gymnasium in Wiesbaden, ab 1860 das Pädagogium in Halle, wo er 1863 die Reifeprüfung ablegte.

Ab dem Sommersemester 1864 bis 1869 studierte Emanuel Kayser. Zunächst Naturwissenschaften an der Friedrichs-Universität Halle (1864–1866) u. a. Experimentalphysik bei Carl Hermann Knoblauch, Chemie bei Heinrich Wilhelm Heintz und Mineralogie bei Heinrich Girard, dann an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (1866–1867) Chemie bei Robert Wilhelm Bunsen, Physiologie bei Hermann von Helmholtz und Physik bei Gustav Robert Kirchhoff, und schließlich in Berlin von 1867 bis 1869 Mineralogie bei Gustav Rose, Geologie und Paläontologie bei seinem Hauptlehrer Ernst Beyrich und Geologie bei Justus Roth. Am 31. Januar 1870 wurde er mit einer Arbeit über die Kontaktmetamorphose der körnigen Diabase im Harz zum Dr. phil. promoviert.[13] 1871 wurde er Privatdozent der Geologie an der Friedrich Wilhelms Universität Berlin, 1872, nach am 30. April 1872 an der Friedrich Wilhelms Universität in Berlin erfolgter Habilitation, Privatdozent an der Berliner Bergakademie Berlin und 1881 ebendort Titularprofessor[14]. Von 1873 bis 1885 war er Landesgeologe bei der Preußischen Geologischen Landesanstalt[15] mit Lehrverpflichtung für die Allgemeine Geologie. Für die Preußische Geologische Landesanstalt bearbeitete er zahlreiche Blätter der Preußischen Geologischen Karte. Er wurde nach seinem Ausscheiden 1885 deren auswärtiger Mitarbeiter und blieb als solcher bis zu seiner Emeritierung tätig. Im Jahr 1885 folgte er dem Ruf der Philipps-Universität Marburg auf den Lehrstuhl für Geologie und Paläontologie[16] als Nachfolger Wilhelm Dunkers. Einen 1890 an ihn ergangenen Ruf auf den Lehrstuhl für Geologie und Paläontologie der Universität Königsberg lehnte Emanuel Kayser ab[17].

Im Jahr 1897 war er Rector Magnificus und 1898 Prorektor der Philipps-Universität Marburg. In den Jahren 1893 und 1909 war er Dekan der Philosophischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg. Nach seinem 32-jährigen Ordinariat wurde er 1917 emeritiert[18].

Seinen zehnjährigen Ruhestand verlebte er in München.

Emanuel Kayser entwickelte und pflegte über Jahrzehnte ein enges internationales Netzwerk akademischer Kontakte und Freundschaften, so etwa zum Direktor der Geologischen Reichsanstalt Russlands, Leiters des Mineralogischen Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften, Professors und Leiters der Bergakademie Theodosius Tschernyschew, dem Gründer und erstem Direktor des Museu Paulista in Brasilien, Hermann von Ihering, dem ersten Präsidenten der US-amerikanischen Paleontological Society, Präsidenten der Geological Society of America und Direktor des Naturkundemuseums in Albany, John Mason Clarke, dessen Nachfolger in diesen Ämtern, Charles Schuchert (Yale University), den französischen Geologen und Paläontologen Jules Gosselet und Charles Barrois (Universität Lille) sowie dem schwedischen Physiker Knud Ångström (Universität Uppsala), zu den deutschen Geologen und Paläontologen Wilhelm von Branco, Adolf von Koenen und Eduard Holzapfel, dem deutschen Geologen und Geographen Ferdinand von Richthofen und dem Schweizer Geologen Albert Heim, dem Direktor des Mineralogischen Museums der russischen Akademie der Wissenschaften Friedrich Schmidt, dem Mineralogen Paul Heinrich von Groth und dem deutschen Geologen Karl August Lossen.

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina wählte ihn 1883 zum Mitglied.[19] Im Jahr 1891 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die Londoner Geological Society aufgenommen, 1892 als korrespondierendes Mitglied in die Russische Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg[20], 1909 als erster Nicht-Amerikaner korrespondierendes Mitglied in die Geological Society of America, 1915 als Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1916 als korrespondierendes Mitglied in die Geologiska Föreningen in Stockholm[21], 1917 als korrespondierendes Mitglied in die Preußische Akademie der Wissenschaften[22], ab 1922 war er korrespondierendes Mitglied der Geologischen Gesellschaft von China.

Von 1910 bis 1920 war er Vorsitzender der Geologischen Vereinigung, die er 1910 gegründet hatte.

1882 bis 1897 war er mit Wilhelm Dames Herausgeber der Paläontologischen Abhandlungen (später: "Geologische und Palontäologische Abhandlungen"). Veröffentlicht wurden u. a. Monographien zum Archaeopteryx lithographica (auch bezeichnet als: Archaeopteryx macrura, Archaeopteryx siemensii, Archaeornis siemensi), den Urvogel der Juraformation und herausragenden Beitrag der Paläontologie zur Evolutionsforschung, welcher im Berliner Naturkundemuseum ausgestellt ist[23].

1884 und 1885 war er der Chefredakteur der Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft, in der er bereits seit 1869 regelmäßig veröffentlicht hatte.

Seit 1873 war Kayser für die Königlich-Preußische Geologische Landesanstalt (seit 1919: Preußische Geologische Landesanstalt) tätig, zunächst von 1873 bis 1885 als einer der ersten fünf Landesgeologen, von 1885 bis 1915 während seiner Professur an der Philipps-Universität Marburg als auswärtiger Mitarbeiter[24].

Während der Monate Mai bis Juli 1912 war der damals siebzehnjährige Aldous Huxley Emanuel Kaysers persönlicher Gast in Marburg und wurde von ihm auf u. a. auf langen Exkursionen in die deutsche Kultur eingeführt. Huxley verarbeitete seinen langen Besuch in seinen Briefen, einem heute in der Universität der Stanford University befindlichem Skizzenbuch[25], in welchem er auch Kaysers Umfeld, so dessen Hund skizzierte, und in den Erzählungen "Nuns at luncheon" and "The Nun’s Tragedy"[26][27].

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emanuel Kayser befasste sich vor allem mit der Stratigraphie, Paläontologie und Tektonik des Paläozoikums, besonders im Harz und im Rheinischen Schiefergebirge. Er forschte und publizierte aber auch zu Frankreich, Italien, New York, China, Südamerika, dort insbesondere Argentinien und Brasilien, zum südlichen Afrika sowie zur Türkei[24].

Neben seinen zahlreichen Einzelarbeiten ist Kayser durch seine über Deutschland hinaus berühmten Bücher, insbesondere das – bis zu seinen Lebzeiten in acht Auflagen erschienene – zu einem vierbändigen Handbuch angewachsene "Lehrbuch der Geologie" sowie seinen einbändigen kurzen Abriss – zu Lebzeiten in fünf Auflagen erschienen – berühmt geworden. Das von Emanuel Kayser verfasste Lehrbuch war das über Jahrzehnte hinweg "verbreitetste Geologie-Lehrbuch deutscher Zunge"[2], es wurde als "das beste deutsche Lehrbuch der Geologie" [28] "das zuverlässigste Lehrbuch der Erde", " bezeichnet[17], dem "sich in deutscher Sprache kein Werk, in fremder nur ganz wenige an die Seite stellen können, geschweige denn es übertreffen"[28]. Durch seine Werke hat Kayser "tiefen Einfluss auf mehrere Generationen deutscher Geologen"[3] gehabt. Sein "Lehrbuch der Geologie" (wie auch sein "Abriss der Geologie") wurden vom Präsidenten der Geological Society of America und der Paleontological Society, dem Yale Professor Charles Schuchert aufgrund des "Reichtums an wertvoller Information" als "von unermesslichen Einfluss auf Studenten und Geologen, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern" bewertet[4], Emanuel Kayser wurde durch Schuchert als "Germany’s great writer of geological text books" und "the leader of the text-book writers"[29] gewürdigt. Noch im Jahr 1981 wurde Emanuel Kayser "als weit über Deutschland hinaus geachteter Geologe und Paläontologe" beschrieben[30].

Der "Abriss der Geologie" ist zunächst von Roland Brinkmann, später von Werner Zeil und Karl Krömmelbein in Neuauflagen, zuletzt in zwei Bänden, bis zur 14. Auflage 1991 fortgeführt worden.

Er war 1912 der Erste, der einzige Geologe und überhaupt einer der Wenigen, die Alfred Wegeners Hypothese zur Kontinentalverschiebung unterstützten. Emanuel Kayser hatte Alfred Wegener bereits als Dekan der Philosophischen Fakultät besondere Aufmerksamkeit geschenkt und den unbekannten Bewerber am 21. Februar 1909 seinen Fakultätskollegen nachdrücklich schriftlich für das Habilitationsverfahren empfohlen. Allein aufgrund des Einsatzes "des hoch geachteten Kollegen" Kayser wurde die Habilitation Wegeners bereits am 8. März 1909 von der Fakultät beschlossen[30]. Wegener erhielt die Idee des Auseinanderreißens und Verdriftens von Kontinenten beim Durchblättern des neuen Handatlasses des Schülers von Emanuel Kayser, Karl Andrée, in den Weihnachtstagen des Jahres 1910 und der dort erkennbaren geographischen Homologie zwischen Afrika und Südamerika[31]. Kayser ermutigte Wegener aufgrund seiner eigenen Zweifel an der bis dahin herrschenden Meinung, seine Idee der Kontinentalverschiebung zu publizieren. Auf Anregung Kaysers hielt Wegener auf der Tagung der Geologischen Vereinigung, deren Gründer und derzeitiger Präsident Kayser war, am 6. Januar 1912 in Frankfurt im Senckenberg-Museum seinen ersten öffentlichen Vortrag zu dem Thema [30][32][28]. Wegener bat Emanuel Kayser dann, ihm die Möglichkeit zur Publikation seiner Hypothese zu gewähren, was ihm Kayser erneut ermöglichte indem er ihm die Veröffentlichung einer gekürzten und an den geologischen Fakten orientierten Fassung seines Erstvortrages in der Geologischen Rundschau, der Zeitschrift von Kaysers Geologischer Vereinigung einräumte[32]. Die von Emanuel Kayser geförderte Arbeit Alfred Wegeners erschien unter dem Titel die "Entstehung der Kontinente" in der Geologischen Rundschau 3 (1912), S. 276 – 292. Wegener stützte sich bei der Ausarbeitung seiner Arbeit auf zwei "den modernen Wissenstand widergebende Lehrbücher". Es waren dies "die 1909 erschienene 4. Auflage" von Emanuel Kaysers Lehrbuch und Rudzkis "Die Physik der Erde" von 1911[31]. "Emanuel Kayser, in the front rank of science"[32] wird als "Wegener’s great geological guide"[32] beschrieben. Emanuel Kaysers Geologisches Institut in Marburg versorgte Wegener zudem nach dessen eigener brieflicher Aussage vom Januar 1912 völlig selbstlos mit neun Zehnteln der für seine Ausarbeitung der "Entstehung der Kontinente" erforderlichen Daten.

Zwischen 1896 und 1909 führte Kayser, unterstützt von Knud Ångström und seinem Bruder Heinrich Kayser einen wissenschaftlichen Disput mit Svante Arrhenius über einen Zusammenhang zwischen der Zunahme des Kohlendioxidgehaltes der Luft nach großen Eruptionsperioden sowie der Bildung von Kohlenlagern und der Kohlensäureabnahme und ihrem Zusammenhang mit Eiszeiten. Einen solchen Zusammenhang konnte Kayser auch mit physikalischen Gründen erfolgreich zurückweisen[5] [24] [17].

In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung um den Artbegriff stellte er sich 1870 an die Seite der noch um wissenschaftliche Anerkennung ringenden Auffassung Darwins[24][33].

Einer der mit 63 kg größten in Deutschland je gefundenen Meteoriten und zugleich der schwerste Meteorit, dessen Fall je in Deutschland beobachtet wurde, der Meteorit von Treysa, ein Oktaedrit (IIIB), fiel am 3. April 1916; Emanuel Kayser als Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts und der Direktor des Physikalischen Instituts der Philipps-Universität Marburg, Franz Richarz, konnten nach Auslobung einer Belohnung von 300 Reichsmark am 5. März 1917 die von Kayser in seinen Lebenserinnerungen beschriebene Fundstelle in Rommershausen nördlich von Treysa besichtigen und den durch den Förster Hupmann gefundenen Meteoriten sichern[34].

Zu seinen Schülern gehörten seine Assistenten, Doktoranden, Privatdozenten und Habilitanden Fritz Drevermann (1899–1905) und Fritz Herrmann (1909–1913), seine Habilitanden Theodor Lorenz (1904–1907) und Rudolf Richter, sein Habilitand und Privatdozent Karl Andrée (1910–1915), sein Privatdozent Hans Cloos (1914–1917) und seine Assistenten Ernst Hüffner, August Denckmann, Paul Gustav Krause und Paul Dienst.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1877 Korrespondierendes Mitglied Société Geòlogique du Nord
  • 1883 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Sektion Geologie und Paläontologie
  • 1891 Korrespondierendes Mitglied der Londoner Geological Society
  • 1892 Korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg
  • 1902 Ehrenmitglied der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft
  • 1909 Korrespondierendes Mitglied der Geological Society of America
  • 1909 Verleihung des Titels Geheimer Regierungsrat
  • 1910 Mitbegründer der Geologischen Vereinigung
  • 1915 Mitglied Bayerische Akademie der Wissenschaften
  • 1916 Korrespondierendes Mitglied der Geologiska Föreningen in Stockholm
  • 1917 Korrespondierendes Mitglied in der Preußischen Akademie der Wissenschaften
  • 1918 Ehrenmitglied der Gesellschaft zu Beförderung der Gesamten Naturwissenschaften in Marburg
  • 1921 1. Ehrenmitglied der Deutschen Geologischen Gesellschaft
  • 1922 Korrespondierendes Mitglied Geologische Gesellschaft von China[24]
  • Posthum: Kayser Bjerg, ein Berg in Grönland (Hall Land) mit den Koordinaten 81°33′15″N 58°58′28 wurde nach Emanuel Kayser benannt.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Über primordiale und untersilurische Fossilien aus der Argentinischen Republik, in: Alfred Wilhelm Stelzner (Hrsg.), Beiträge zur Geologie und Paläontologie der Argentinischen Republik, Teil 2: Paläontologie, Kassel: Theodor Fischer 1876, Digitalisat
  • Lehrbuch der Geologischen Formationskunde, Stuttgart 1891, 8. Auflage 1923, Digitalisat der 2. Auflage 1902 (Lehrbuch der Geologie in zwei Teilen, II. Teil: Geologische Formationskunde)
  • Lehrbuch der Allgemeinen Geologie, Stuttgart 1893, 8. Auflage 1924 (Lehrbuch der Geologie, 4 Bände, 1. und 2. Band: Allgemeine Geologie), Digitalisat, 6. Auflage, Enke 1921
  • Abriß der Allgemeinen und Stratigraphischen Geologie, Stuttgart 1915, 5. Auflage 1925
  • Textbook of Comparative Geology (Übers. Philip Lake), Cambridge 1893, 2. Auflage 1825, Digitalisat, Macmillan 1893
  • "Beiträge zur Kenntnis einiger paläozoischer Faunen Süd-Amerikas" in: Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft 49, S. 274 – 311, 6 Tafeln
  • Alguns fósseís paleozóicos do Estado do Paraná, Revista do Museu Paulista 4, 1900, S. 300 – 311, 2 Tafeln[35]
  • Die Fauna des Dalmanitensandstein von Kleinlinden bei Gießen, Schriften der Gesellschaft zur Beförderung der Gesamten Naturwissenschaften, Marburg, Band 13, Marburg 1896, 42 S.
  • Abriss der allgemeinen und stratigraphischen Geologie, 5. Auflage, Enke, Stuttgart 1925, 612 S.
  • Abriss der Geologie in 2 Bänden. Roland Brinkmann (Hrsg.): Band 1 Allgemeine Geologie, Enke, Stuttgart 1940; Band 2: Historische Geologie, Enke, Stuttgart 1948.
  • mit Werner Paeckelmann: Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Niederwalgern, Königlich Preußische Geologische Landesanstalt (Hrsg.), Berlin 1915
  • mit Werner Paeckelmann: Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Marburg, Königlich Preußische Geologische Landesanstalt (Hrsg.), Berlin 1915
  • mit Heinrich Lotz: Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Ober-Scheld, Königlich Preußische Geologische Landesanstalt (Hrsg.), Berlin 1907
  • Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Oberheldrungen, Königlich Preußische Geologische Landesanstalt (Hrsg.), Berlin 1900
  • Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Weissensee, Königlich Preußische Geologische Landesanstalt (Hrsg.), Berlin 1900
  • Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Greussen, Königlich Preußische Geologische Landesanstalt (Hrsg.), Berlin 1900
  • Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Artern, Königlich Preußische Geologische Landesanstalt (Hrsg.), Berlin 1900
  • Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Leimbach, Königlich Preußische Geologische Landesanstalt (Hrsg.), Berlin 1900
  • Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Hettstedt, Königlich Preußische Geologische Landesanstalt (Hrsg.), Berlin 1900
  • Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Cönnern, Königlich Preußische Geologische Landesanstalt (Hrsg.), Berlin 1900
  • Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Lauterberg, Königlich Preußische Geologische Landesanstalt (Hrsg.), Berlin 1900

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Walter: Kayser, Emanuel. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 11, Duncker & Humblot, Berlin 1977, ISBN 3-428-00192-3, S. 379–381 (Digitalisat).
  • Walter Killy; Rudolf Vierhaus (Hrsg.) Deutsche Biographische Enzyklopädie (DBE), Band 5, DTV, K. G. Saur, München, 2001, ISBN 3-423-59053-X, S. 480.
  • Paul Gustaf Krause: Emanuel Kayser in: Preußisch Geologische Landesanstalt (Hrsg.): Jahrbuch der Preußisch Geologischen Landesanstalt für das Jahr 1928, XLIX Teil II., Berlin 1929, S. XCIV - CXIX.
  • Karl Andrée: Emanuel Kayser in: Lebensbilder aus Kurhessen und Waldeck 1830 – 1930, Hrsg. v. Schnack, Ingeborg, 5. Band, N. G. Elwert, Marburg, 1955, S. 188 – 208.
  • Rudolf Richter: Emanuel Kayser in: Geologische Rundschau 19, 1928, Heft 2, S. 155 – 160.
  • Ferdinand Broili: Emanuel Kayser in: Jahrbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München, 1928, S. 35 – 37. Digitalisat
  • Charles Schuchert: Emanuel Kayser in: American Journal of Science, Fifth Series, Vol. XV, New Haven, Connecticut, 1928, S. 286.
  • Francis Arthur Bather in: The Quarterly Journal of the Geological Society of London, Vol. 84, 1928, Longmans, Green and Co., London, p. I – II.
  • Hamberg, Minnesord öfver E. Kayser in: Geologiska Föreningens Föhandlingar 1928, Band 50, H. 1, S. 110 ff.
  • Kayser. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 10, Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1907, S. 795–796.
  • Kay Schürmann (Hrsg.): 200 Jahre Hessisches Mineralienkabinett 1790-1990, Festschrift. S. 47–51, Philipps-Universität-Marburg, Marburg 1990.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessische Biografie : Erweiterte Suche : LAGIS Hessen. Abgerufen am 27. Januar 2017 (deutsch).
  2. a b Richter, Rudolf: Emanuel Kayser. In: Geologische Vereinigung (Hrsg.): Geologische Rundschau. 19. Gebrüder Borntraeger, Berlin 1928, S. 155 – 160.
  3. a b von Seidlitz, Wilfried: Kayser, Emanuel. In: Linck, G. (Hrsg.): Handbuch der Naturwissenschaften. 2. Auflage. Band 5, 1934.
  4. a b Schuchert, Charles: Emanuel Kayser. In: American Journal of Science. Fifth Series, Vol. XV. New Haven, Connecticut 1928, S. 286.
  5. a b Wigglesworth Clarke, Frank: The Data of Geochemistry. Hrsg.: Department of the Interior – United States Geological Survey. 5th ed. Bulletin 770. Government Printing Office, Washington 1924, S. 52 – 53 m. w. N.
  6. Autorenkollektiv: Lexikon der Geowissenschaften, Band 3, Spektrum Akademischer Verlag, Berlin, Heidelberg 2001, ISBN 3-8274-0422-3, S. 95.
  7. Hessische Biografie : Erweiterte Suche : LAGIS Hessen. Abgerufen am 27. Januar 2017 (deutsch).
  8. Bernhard Koerner: Ostpreußisches Geschlechterbuch. Band 1. Starke, Görlitz 1928, S. 151 ff.
  9. Walther, Heinz: Kayser, Emanuel. In: Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Neue Deutsche Biographie. 11. Duncker & Humblot, Berlin 1977, S. 379 – 381.
  10. Ulrich Schulte-Wülwer: Der Genremaler Ernst Meyer. In: Cristin Conrad, Christof Trepesch (Hrsg.): „Mut, liebe Julie!“: Moritz Rugendas und die Malerin Julie Hagen Schwarz. Wißner, Augsburg 2016, S. 48 – 55.
  11. Bernhard Koerner: Ostpreußisches Geschlechterbuch. Band 1. Starke, Görlitz 1928, S. 172.
  12. Hessische Biografie : Erweiterte Suche : LAGIS Hessen. Abgerufen am 27. Januar 2017 (deutsch).
  13. Kayser, Über die Contactmetamorphose der körnigen Diabase im Harz, Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft, Band 22, 1870, S. 103-172
  14. Hessische Biografie : Erweiterte Suche : LAGIS Hessen. Abgerufen am 30. Januar 2017 (deutsch).
  15. PGLA Geologenliste, mit Foto
  16. Hessische Biografie : Erweiterte Suche : LAGIS Hessen. Abgerufen am 30. Januar 2017 (deutsch).
  17. a b c Andrée, Karl: Emanuel Kayser. In: Ingeborg Schnack (Hrsg.): Lebensbilder aus Kurhessen und Waldeck 1830 -1930. 5. Elwert, Marburg 1955, S. 195, 200.
  18. Hessische Biografie : Erweiterte Suche : LAGIS Hessen. Abgerufen am 30. Januar 2017 (deutsch).
  19. Mitgliedseintrag von Emanuel Kayser bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 1. Februar 2017.
  20. Ausländische Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724. Friedrich Heinrich Emanuel Kayser. Russische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 3. September 2015 (russisch).
  21. 973-974 (Nordisk familjebok / Uggleupplagan. 36. Supplement. Globe – Kövess). 1. Januar 1924, abgerufen am 30. Januar 2017 (schwedisch).
  22. Mitglieder der Vorgängerakademien. Emanuel Kayser. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 12. April 2015.
  23. Autorenkollektiv: Lexikon der Geowissenschaften, Band 3, Spektrum Akademischer Verlag, Berlin, Heidelberg 2001, ISBN 3-8274-0422-3, S.95
  24. a b c d e Paul Gustav Krause: Emanuel Kayser. In: Preußisch Geologische Landesanstalt (Hrsg.): Jahrbuch 1928. XLIX Teil II. Preußische Geologische Landesanstalt, Berlin 1929, S. CVII, XCVIII, CV.
  25. Happy 120th birthday to Aldous Huxley, born July 26, 1894! Abgerufen am 28. Januar 2017 (englisch).
  26. Nugel, Bernfried; Wagner, Gerhard: The Nun’s Tragedy. In: Aldous Huxley Journal. Band 8. LIT, Münster 2008, S. 1 – 30.
  27. Rasch, Uwe: Satire in the Making: Aldous Huxley’s 1912 Sketchbook. In: Aldous Huxley Annual. Band 15. LIT, Wien 2015, S. 21 – 120.
  28. a b c Ruh, Sabine Theadora: Dr. Fritz Ernst Drevermann, Professor für Geologie und erfolgreicher Museumswissenschaftler, Dissertation Goethe-Universität Frankfurt am Main. Frankfurt/Main 2002, S. 29, 49.
  29. Broili, Ferdinand: Emanuel Kayser. In: Jahrbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. München 1927, S. 35 – 37 (37).
  30. a b c Jacobshagen, Volker: Alfred Wegener, der Begründer des modernen Erdbildes. Alma Mater Philippina Marburger Universitätsbund e. V., 1981, S. 12 – 15.
  31. a b Flügel, Helmut W.: Wegener – Ampferer – Schwinner Ein Beitrag zur Geschichte der Geologie in Österreich. In: Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft. Band 73. Wien 1980, S. 273 – 254 (239 f.).
  32. a b c d Greene, Mott T.: Alfred Wegener: Science, Exploration and the Theory of Continental Drift. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Maryland 2015, ISBN 978-1-4214-1712-7, S. 260.
  33. Kayser, Emanuel: Die Brachiopoden des Mittel- und Ober-Devon der Eifel. In: Deutsche Geologische Gesellschaft (Hrsg.): Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft. Band 23, Nr. 3, 1871, S. 491–647.
  34. Brocken aus dem All – der Meteorit von Treysa stürzte vor 100 Jahren auf die Erde. In: https://www.hna.de/. 2. April 2016 (hna.de [abgerufen am 11. Februar 2017]).
  35. Paul Gustav Krause: ebd.