Emersacker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Emersacker
Emersacker
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Emersacker hervorgehoben

Koordinaten: 48° 29′ N, 10° 40′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Welden
Höhe: 457 m ü. NHN
Fläche: 11,69 km2
Einwohner: 1425 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86494
Vorwahl: 08293
Kfz-Kennzeichen: A, SMÜ, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 137
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Schloß 1
86494 Emersacker
Website: www.emersacker.de
Bürgermeister: Karl-Heinz Mengele (Unparteiische Wählervereinigung[2])
Lage der Gemeinde Emersacker im Landkreis Augsburg
AugsburgLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis DachauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Donau-RiesLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis GünzburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis OstallgäuLandkreis StarnbergLandkreis UnterallgäuLandkreis Neuburg-SchrobenhausenSchmellerforstAdelsriedAllmannshofenAltenmünsterAystettenBiberbach (Schwaben)BobingenBonstetten (Schwaben)DiedorfDinkelscherbenEhingen (Landkreis Augsburg)EllgauEmersackerFischachGablingenGersthofenGessertshausenGraben (Lechfeld)GroßaitingenHeretsriedHiltenfingenHorgauKleinaitingenKlosterlechfeldKönigsbrunnKühlenthalKutzenhausenLangenneufnachLangerringenLangweid am LechMeitingenMickhausenMittelneufnachNeusäßNordendorfOberottmarshausenScherstettenSchwabmünchenStadtbergenThierhauptenUntermeitingenUstersbachWalkertshofenWehringenWeldenWestendorf (Landkreis Augsburg)ZusmarshausenKarte
Über dieses Bild

Emersacker ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg.

Teilansicht vom ehemaligen Fuggerschloss

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 25 Kilometer nordwestlich von Augsburg am Rande des Holzwinkels im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder. Durch Emersacker fließt die Laugna, (ein Nebenfluss der Zusam), der Weiherbach und der Johannesbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emersacker wird im Norden vom Landkreis Dillingen an der Donau, im Osten, Süden und Westen vom Landkreis Augsburg umgeben. Bedingt durch das in Nord-Süd-Richtung sehr langgestreckte Gemeindegebiet grenzen sehr viele Gemeinden an die Emersackerer Flur.

Folgende Nachbargemeinden im Landkreis Augsburg grenzen an die Gemeinde an (dabei im Osten beginnend und dem Uhrzeigersinn folgend): – Heretsried mit dem Ortsteil Lauterbrunn, (östlich) – Bonstetten (südlich) – Welden (westlich) – Altenmünster mit den Ortsteilen Zusamzell und Hegnenbach (westlich)

Daneben grenzen noch die Gemeinden aus dem Landkreis Dillingen an der Donau - Zusamaltheim mit dem Ortsteil Marzelstetten (nördlich) - Laugna mit den Ortsteilen Bocksberg, Modelshausen, Kaag und Hinterbuch (nördlich) an die Gemeinde an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emersacker (beim Acker des Emheri) wuchs aus einem Einzelhof hervor – vielleicht aus einem fränkischen Gutshof. Nachweislich erscheint Emersacker erstmals 1169, als Heinrich von Emersacker als Zeuge eine Urkunde unterzeichnete. In einer weiteren Urkunde des Hochstifts Augsburg vom 23. Februar 1361 erschien als Zeuge Chuntz der Schrag von Emersacker. Um 1606 ging Emersacker an Hans Friedrich Schertlin von Burtenbach über, der es 1613 an die Fugger verkaufte. 1658 kam Emersacker an die Stiftungen des Fuggerschen Hauses und wurde 1672 an Rudolf von und zu Schaumburg veräußert. 1688 wurde Emersacker an die Augsburger Math. Koch von Gaillenbach, H. Sulzer und H. J. Friedrich Langenmantel verkauft. Um 1700 kam Emersacker endgültig an die Fuggerschen Stiftungen. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Im Zentrum des Ortes steht heute noch das Fuggerschloss, in dem bis zum Jahre 1966 die Fuggersche Stiftungsbrauerei untergebracht war.[3] Dieses Gebäude hat im Jahre 1989 die Gemeinde erworben und bereits teilweise umgebaut und saniert. Seit 1993 ist das neue Rathaus, ein Vereinsheim sowie der Musikübungssaal, seit 1999 das neue Feuerwehrhaus und seit 2005 der Jugendtreff untergebracht.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.089 auf 1.393 um 304 Einwohner bzw. um 27,9 %.

Politik und Öffentliche Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist seit 1978 Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Welden.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Karl-Heinz Mengele von der Unparteiischen Wählervereinigung Emersacker (UWV). Die UWV stellt seit 1960 den Bürgermeister in Emersacker.

Bürgermeister seit der Gemeindereform 1978:
Wahljahr Bürgermeister Liste / Partei
1978 Georg Brummer UWV
1984 Alois Heim UWV
1990 Alois Heim UWV
1996 Alois Heim UWV
2002 Alois Heim UWV
2008 Michael Müller UWV
2014 Michael Müller UWV
2020 Karl-Heinz Mengele UWV

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 reichte lediglich die Unparteiische Wählervereinigung Emersacker (UWV) einen Wahlvorschlag ein, weshalb auf sie in der Amtszeit 2020 bis 2026 alle zwölf Mandate entfallen. Dem Gemeinderat gehören – neben dem 1. Bürgermeister als Vorsitzenden – an:[4]

  • Daniel Ullmann, Zweiter Bürgermeister
  • Andreas Ehinger, erster weiterer Stellvertreter
  • Rudolf Roßmann, zweiter weiterer Stellvertreter
  • Stefan Bauer
  • Thomas Baumann
  • Mark Behner
  • Martin Bigelmaier
  • Michael Cho
  • Tina-Maria Dorow
  • Andreas Lahner
  • Kerstin Schwarz
  • Manfred Schußmann

Die Sitzverteilung im Gemeinderat der Amtszeit 2014 bis 2020 war folgende:

  • Unparteiische Wählervereinigung Emersacker (UWV): 10 Sitze
    • Weldishofer Peter
    • Hafner Markus
    • Baumann Thomas
    • Ullmann Daniel
    • Roßmann Rudolf
    • Schußmann Karl
    • Schmuttermair Rainer
    • Ehinger Andreas
    • Wurm Artur
    • Mengele Karl-Heinz
  • Aktive Bürger Emersacker (ABE): 2 Sitze
    • Behr Ralph
    • Daum Michael

Wappen und Fahne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Gold und Blau im Wolkenschnitt geteilter Schildbord; in Silber nebeneinander eine rote Ähre und eine blaue Lilie.“[5]

Wappengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Wolkenschnitt geteilte Schildbord ist dem Wappen der Grafen von Schauenburg entnommen. Die heraldische Lilie und die Farben Gold und Blau erinnern an die Herrschaft der Fugger, die im Ort reich begütert waren und die Ortsherrschaft innehatten. Die rote Ähre im Wappen weist auf die ländliche Struktur der Gemeinde hin.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelb-Blau-Weiß

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss Emersacker wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts von den Edlen von Emersacker erbaut. Im Schmalkaldischen Krieg wurde es 1546 zerstört. Die Fugger, die es Anfang des 17. Jahrhunderts erworben hatten, errichteten einen Neubau, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissen wurde. Die erhaltenen Rundtürme mit Zwiebelhauben und die Nebengebäude erinnern heute an das ehemalige Herrschaftsgebäude.

  • katholische Wallfahrtskirche St. Martin mit Gnadenbild „Maria zum Blute“
  • Dreifaltigkeitskapelle
  • Keltengräber am Stutzenberg

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Verein im Ort ist neben dem Schützenverein „Alpenrose Emersacker“, der im Jahre 1905 gegründet wurde, der FC Emersacker mit den Abteilungen Fußball, Tennis, Tischtennis, Turnen, Theater, Taekwondo. Gegründet wurde der Verein 1924. Auch der Musikverein blickt auf eine lange Tradition zurück. 1977 wiedergegründet, bekam er 1989 für seine Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens in über 175-jähriger Tradition die Pro-Musica-Plakette vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker verliehen. Im Jahre 2004 wurde der Burschenverein Emersacker wieder ins Leben gerufen.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maximilian Schlichter (* 1988), Mitglied der Rockband Killerpilze

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Emersacker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]