Emil Breitinger

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Emil Breitinger (* 15. Oktober 1904 in Feuchtwangen, Bayern; † 1. Mai 2004) war ein deutscher Humanbiologe.

Breitinger wurde 1933 an der Universität München bei Theodor Mollison zum Dr. phil. promoviert und habilitierte sich dort 1939 in Anthropologie. Danach war Dozent und seit 1940 a.o. Professor für Biologie der Leibesübungen an der Universität München. Breitinger war Mitglied der NSDAP sowie SS-Oberscharführer und Schulungsleiter im Rasse- und Siedlungshauptamt der SS.[1]

Er war ab 1957 an der Universität Wien als Nachfolger von Josef Weninger ordentlicher Professor für Anthropologie (Humanbiologie). Er beschäftigte sich auch mit fossilen Hominiden. Breitinger war wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die rassische Zusammensetzung des deutschen Volkes. (= Lichtbilder-Vorträge aus dem Gebiet der Vererbungslehre, Rassenkunde und Rassenpflege 4) J. F. Lehmanns, München 1934.
  • Körperform und sportliche Leistung Jugendlicher. Körpermasse, sportliche Leistungen und deren korrelative Abhängigkeit bei 3319 Schülern Münchener höherer Lehranstalten. Triltsch, Würzburg 1934 (= Dissertation).
  • Das Schädelfragment von Swanscombe und das "Praesapiensproblem". In: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft Wien 84/85, 1955, S. 1–45.
  • Zur phyletischen Evolution von Homo sapiens. In: Anthropologischer Anzeiger 21, 1957, S. 62–83.
  • Zur gegenwärtigen Kenntnis der ältesten Hominiden. In: Anzeiger der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse 1962, S. 169–207.
  • Sulcus praeauriculatis und Sulcus praesymphysialis als Fertilitätszeichen. In: Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien 91A, 1990, S. 63–78 (PDF; 5,0 MB).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmuth Zapfe: Index Palaeontologicorum Austriae (= Catalogus fossilium Austriae Heft 15). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1971, S. 19–20 (PDF; 717 kB)

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Benoit Massin: Anthropologie und Humangenetik im Nationalsozialismus oder: Wie schreiben deutsche Wissenschaftler ihre eigene Wissenschaftsgeschichte? In: Heidrun Kaupen-Haas, Christian Saller (Hrsg.): Wissenschaftlicher Rassismus. Analysen einer Kontinuität in den Human- und Naturwissenschaften. Campus, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-593-36228-7, S. 40. 60.