Emil Hirschfeld

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Emil Hirschfeld, 1928

Emil Hirschfeld (* 31. Juli 1903 in Danzig; † 23. Februar 1968 in Berlin-Ost) war ein deutscher Leichtathlet.

Leben[Bearbeiten]

Hirschfeld gewann bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam die Bronzemedaille im Kugelstoßen gewann (15,72 m-14,98-15,52-15,63-14,78-15,01). Kurz nach der Weltmeisterschaft stellte Hirschfeld einen neuen Weltrekord im Kugelstoßen mit der Weite von 16,04 m auf. Er war damit der erste, der die 16-Meter-Marke übertraf.

Die Amsterdamer Bronze-Medaille ging später während eines Bombenangriffs in Berlin verloren und wurde erst 1955 bei Ausschachtungsarbeiten wieder gefunden. Hirschfeld erhielt sie zurück und setze sie daraufhin als Preis für denjenigen DDR-Athleten aus, der als nächster seine persönliche Bestleistung von 16,05 m übertreffe.[1]

Er nahm auch an den Olympischen Spielen 1932 teil, jedoch ohne Medaillenerfolg: Im Kugelstoßen wurde er Vierter mit 15,56 m, im Diskuswerfen erreichte er mit der Vorkampfweite von 42,42 m Platz 13. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Trainer, so 1950 beim Aufbau des Leichtathletikstützpunktes Einheit Mitte Halle zusammen mit Ewald Mertens (Olympiateilnehmer 1936/800 Meter) und Rudolf Kahnt („Ostzonenmeister“ / 1500 Meter, 1948).

Emil Hirschfeld startete für den SV Hindenburg Allenstein. Er hatte bei einer Größe von 1,84 m ein Wettkampfgewicht von 88 kg.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Emil Hirschfeld. In: Der Spiegel. Nr. 16, 1955 (online).