Emilismus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Emilismus bezeichnet die Neigung von Eltern ihren Kindern traditionelle Vornamen zu geben. Er ist das Gegenstück zum Kevinismus.

Charakteristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff Emilismus geht auf Jan Weiler zurück. [1] Ähnlich wie der Kevinismus versucht auch der Emilismus Kindern als individuell empfundene Vornamen zu geben[2], allerdings greift man eher auf Namen biblischen oder literarischen Ursprungs zurück, was im Gegensatz zum Kevinismus ein Zeichen von Bildungsnähe und kultureller Distinktion darstellt.[3] Auch die Namen von Großeltern oder älteren Verwandten werden als Zeichen einer größeren familiären Verbundenheit weitergegeben.[4] Allerdings werden im Emilismus auch nicht alle alten Vornamen wiederbelebt, was vor allem auf Namen germanischen Ursprungs zutrifft.[5] Die besondere Beliebtheit von als emilistisch empfundenen Vornamen ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass diese Namen häufig als Zweitnamen vergeben werden.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karoline Ströbele: Trend zur Tradition ZeitOnline, 14. April 2008, abgerufen am 5. Mai 2018
  2. Karoline Ströbele: Trend zur Tradition ZeitOnline, 14. April 2008, abgerufen am 5. Mai 2018
  3. Karoline Ströbele: Trend zur Tradition ZeitOnline, 14. April 2008, abgerufen am 5. Mai 2018
  4. Karoline Ströbele: Trend zur Tradition ZeitOnline, 14. April 2008, abgerufen am 5. Mai 2018
  5. Ischta Esther Lehmann: Die Angst dem Baby einen Namen zu geben welt.de, Iconist, 30.September 2013, abgerufen am 5. Mai 2018
  6. Karoline Ströbele: Trend zur Tradition ZeitOnline, 14. April 2008, abgerufen am 5. Mai 2018