Emkendorfer Kreis

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Gut Emkendorf

Der Emkendorfer Kreis war eine Art Literarischer Salon, der sich 1783 auf Schloss Emkendorf um Friederike Juliane Gräfin von Reventlow, geborene Schimmelmann, und ihren Mann Graf Friedrich Karl Reventlow bildete. Der Kreis wurde u. a. von Friedrich Gottlieb Klopstock, Heinrich Christian Boie, Matthias Claudius, Johann Caspar Lavater, Johann Heinrich Voß und Friedrich Heinrich Jacobi besucht, auch von La Fayette fand sich dort ein. Der Kreis wandte sich unter anderem gegen den theologischen Rationalismus, wie er an der Theologischen Fakultät der Universität Kiel verbreitet war, und gilt als eines der Zentren der frühen evangelischen Erweckungsbewegung in Deutschland.

In Anspielung auf den Weimarer Musenhof wurde der Emkendorfer Kreis auch Weimar des Nordens genannt; ein Titel, den ebenso die Residenz Eutin mit dem Eutiner Kreis für sich beanspruchte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Lohmeier, Wolfgang J. Müller: Emkendorf und Knoop. Kultur und Kunst in schleswig-holsteinischen Herrenhäusern um 1800. Heide 1984.
  • Dieter Lohmeier: Der Emkendorfer Kreis. In: Heinrich Detering (Hrsg.): Die weltliterarische Provinz. Studien zur Kulturgeschichte Schleswig-Holsteins um 1800. Heide 2005, S. 39-70.
  • Hubertus Neuschäffer: Der Emkendorfer Kreis und sein Briefwechsel. In: Alexandru Duţu (Hg.): Brief und Briefwechsel in Mittel- und Osteuropa im 18. und 19. Jahrhundert. Hobbing, Essen 1989, ISBN 3-920460-14-6, S. 295–320.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Emkendorfer Kreis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien