Emleben

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Emleben
Emleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Emleben hervorgehoben
Koordinaten: 50° 54′ N, 10° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Gotha
Verwaltungs­gemeinschaft: Apfelstädtaue
Höhe: 339 m ü. NHN
Fläche: 10,99 km2
Einwohner: 698 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99869
Vorwahl: 03621
Kfz-Kennzeichen: GTH
Gemeindeschlüssel: 16 0 67 013
Adresse der Verbandsverwaltung: Tambacher Str. 2
99887 Georgenthal
Website: www.vg-apfelstaedtaue.de
Bürgermeisterin: Silke Sauerbier
Lage der Gemeinde Emleben im Landkreis Gotha
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Über dieses Bild

Emleben ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Apfelstädtaue im thüringischen Landkreis Gotha.

Geografische Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt 2,3 km südlich von Uelleben, 2,5 km westlich von Schwabhausen und 3,6 km nördlich von Petriroda. Über die Bundesstraße 247, die durch das nahe Schwabhausen führt, ist die Bundesautobahn 4, AS Gotha/Schwabhausen, in wenigen Minuten zu erreichen. Emleben verfügt über einen Bahnhof an der Ohratalbahn, deren Personenverkehr allerdings am 11. Dezember 2011 eingestellt wurde.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Emleben gehört der Ortsteil Wannigsroda.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Emleben gehört der Ortsteil Wannigsroda, vor der Reformation ein Eigenkloster der Grafen von Gleichen. Durch Emleben verläuft ein Abschnitt des Leinakanals, der in der Ortsmitte den „Kleinen Leinakanal“ aufnimmt.

Frühgeschichte bis Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als eine Urkunde aus dem Jahre 1006 gefunden wurde, konnte das Bestehen des Ortes "Imli" zu dieser Zeit bestätigt werden. Die Erwähnung auf einer noch älteren Urkunde konnte jedoch nicht bewiesen werden. Ursprünglich war Emleben ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Die Wassersysteme von Flößgraben, Leinakanal und ihren Zuflüssen geben dem Ort seine spezielle Note und spiegeln sich im Wappen wider. Landwirtschaftliche Produktion war der Haupterwerbszweig bis ins 20. Jahrhundert hinein. Emleben gehörte bis Mitte des 19. Jahrhunderts zur oberen Grafschaft Gleichen im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg und danach zum Landratsamt Ohrdruf im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha.

Zeit nach der Wiedervereinigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort entwickelte sich nach 1990 ein gut etabliertes Gewerbegebiet, begünstigt durch die gute Verkehrsanbindung. Der aus hoch aufragenden Lagergebäuden bestehende Logistik-Standort gilt als Landmarke. Im Juli 2006 feierte die Gemeinde Emleben ihr 1000-jähriges Bestehen, nachdem die Gründungsurkunde gefunden worden war.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 – 778
  • 1995 – 800
  • 1996 – 804
  • 1997 – 808
  • 1998 – 808
  • 1999 – 814
  • 2000 – 806
  • 2001 – 807
  • 2002 – 783
  • 2003 – 795
  • 2004 – 803
  • 2005 – 805
  • 2006 – 814
  • 2007 – 819
  • 2008 – 756
  • 2009 – 759
  • 2010 – 762
  • 2011 – 758
  • 2012 – 750
  • 2013 – 738
  • 2014 – 747
  • 2015 – 731
  • 2016 – 715
  • 2017 – 718
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Bonifatius-Kirche in Emleben

Vom 1443 entstandenen Vorgängerbau der Dorfkirche St. Bonifatius stammt der Turm mit Kreuzgratgewölbe. Das um 1870 erneuerte Kirchenschiff ist ein Saalbau im neoromanischen Baustil. Im Inneren wurde eine Doppelempore eingebaut

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau eine wachsende goldene Frau, in der Rechten eine goldene Waidpflanze emporhaltend, die Linke auf die Hüfte gestützt; im rechten silbernen Schrägeck drei blaue schrägrechte Wellenfäden.“

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerald Hüther (* 15. Februar 1951), Neurologe und Leiter der Abteilung für neurobiologische Grundlagenforschung an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Emleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien