Emma Pooley

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Triathlon
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich 0 Emma Pooley
Emma Pooley, 2009
Emma Pooley, 2009
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 3. Oktober 1982 (34 Jahre)
Geburtsort London
Größe 157 cm
Gewicht 48 kg
Vereine
Seit 2014 Lotto Soudal Ladies (Belgien)
Erfolge
2004 Weltmeisterin Duathlon Kurzdistanz F20–24
2008 2. Rang Olympische Spiele Einzelzeitfahren
2009 Siegerin Grande Boucle Féminine
2010 Britische Meisterin Straßenrennen
2011, 2012 2 x Weltmeisterin Einzelzeitfahren
2014–2016 3 x Weltmeisterin Duathlon Langdistanz
2017 Europameisterin Duathlon Mitteldistanz
Status
aktiv

Emma Jane Pooley (* 3. Oktober 1982 in London) ist eine britische Radrennfahrerin, Langstreckenläuferin, Duathletin und Triathletin. Sie ist zweifache Olympionikin (2008, 2016), Duathlon-Europameisterin (2017) und dreifache sowie amtierende und Weltmeisterin auf der Duathlon-Langdistanz (2014, 2015, 2016).

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emma Pooley wurde in London geboren, wuchs in Norwich auf und studierte später in Cambridge. Sie begann ihre Laufbahn als Langstrecken-Läuferin und Triathletin, bis sie wegen einer Verletzung zum Radsport wechselte.

Weltmeisterin Duathlon Kurzdistanz 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 wurde sie Duathlon-Weltmeisterin in ihrer Altersgruppe (Frauen 20–24). 2007 wurde sie für die Straßen-Weltmeisterschaften nominiert und beendete diese mit einem achten Platz im Einzelzeitfahren und einem zehnten im Straßenrennen.

Olympische Sommerspiele 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 gewann Emma Pooley das Weltcup-Rennen um den Trofeo Alfredo Binda. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wurde sie 23. im Straßenrennen, nachdem sie ihre Mannschaftskollegin Nicole Cooke erfolgreich bei deren Sieg des Rennens unterstützt hatte. Im Einzelzeitfahren gelang Pooley ihr bisher dahin größter Erfolg, der Gewinn der Silbermedaille hinter der US-Amerikanerin Kristin Armstrong.

2009 wurde Pooley Britische Meisterin im Einzelzeitfahren und konnte mehrere wichtige Siege einheimsen, so etwa den der Grande Boucle Féminine. 2010 entschied sie die Flèche Wallonne für sich. Im selben Jahr errang sie in Geelong den Weltmeister-Titel im Einzelzeitfahren. Damit ist sie die erste Britin, die im Zeitfahren einer Straßenweltmeisterschaft eine Goldmedaille gewonnen hat.

In den Jahren 2010 und 2011 fuhr sie für das Cervelo Test Team bzw. dessen Nachfolger Garmin-Cervélo und wechselte nach dessen Auflösung im Jahr 2012 zum niederländischen Radsportteam AA Drink-leontien.nl. Beim Giro d’Italia Femminile 2011 und 2012 belegte sie jeweils Rang zwei der Gesamtwertung.

Emma Pooley studierte Geotechnik. 2013 promovierte sie, weshalb sie in diesem Jahr keinen Vertrag bei einem Team hatte.[1] Sie wechselte zum Schweizer Bigla Cycling Team, wo sie 2013 als Amateurin startete.[2] Neben Radrennen bestritt sie 2013 auch sehr erfolgreich Langdistanz-Triathlons: Im Juni gewann sie die Premiere des Swissman Xtreme Triathlon mit Start in Ascona und Ziel auf der Kleinen Scheidegg.[3] Fünf Wochen später wurde sie Fünfte beim Ironman Switzerland und im Oktober gewann sie den Lausanne-Marathon.

Weltmeisterin Duathlon Langdistanz 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2014 wurde sie Zweite beim Ironman 70.3 Switzerland auf der halben Ironman-Distanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen). Während der Commonwealth Games 2014 kündigte Emma Pooley an, dass das dort stattfindende Straßenrennen ihr letztes als Elite-Radsportlerin sein werde. Sie werde aber weiterhin an Hobby-Rennen sowie an Duathlon-Veranstaltungen teilnehmen.[1]

Die letzten Rennen beendete sie mit dem Gewinn der Silbermedaille jeweils im Straßenrennen und Einzelzeitfahren.[4]

Im September 2014 stellte sie in 6:47:27 Stunden einen neuen Streckenrekord bei der Duathlon-WM in Zofingen auf und krönte sich damit bei ihrem ersten Start auf der Duathlon-Langdistanz gleich zur Weltmeisterin.[5] 2015 entschied sie erneut die Weltmeisterschaft für sich und im September 2016 zum dritten Mal in Folge.[6]

Olympische Sommerspiele 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz zuvor hatte sie im August bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Rang 14 im Einzelzeitfahren belegt und war im Straßenrennen 53. geworden.

Europameisterin Duathlon Mitteldistanz 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2017 gewann sie die Duathlon-Europameisterschaft auf der Mitteldistanz.[7]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 lebt Emma Pooley in der Schweiz, in Hausen am Albis im Kanton Zürich.[8]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  •  Commons: Emma Pooley – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Emma Pooley in der Datenbank von Radsportseiten.net
  • Emma Pooley in der Datenbank von ProCyclingStats.com
  • Emma Pooley in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)
  • Emma Pooley in der Datenbank der ITU auf Triathlon.org (englisch), abgerufen am 21. Mai 2017

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Felix Mattis: Pooley beendet ihre Karriere als Radprofi. radsport-news.com, 29. Juli 2014, abgerufen am 29. Juli 2014.
  2. cyclingnews.com vom 5. November 2012: Britain’s Emma Pooley joins Bigla Cycling for 2013
  3. Emma Pooley wins inaugural Swissman Triathlon auf beyondgoinglong.co.uk v. 24. Juni 2013
  4. Lizzie Armitstead and Emma Pooley in England one-two at Glasgow 2014. The Guardian, 3. August 2014, abgerufen am 6. August 2014 (englisch).
  5. Zwei traumhafte Premieren am Powerman Zofingen (7. September 2014)
  6. Pooley und Odeyn triumphieren (4. September 2016)
  7. Illes holt Bronze bei Duathlon Europameisterschaft (21. Mai 2017)
  8. Dave Schneider: Die spezielle Geschichte der Emma Pooley. In: zuonline.ch. 8. August 2016, abgerufen am 11. August 2016.
  9. ALP D´HUEZ TRIATHLON: CHRISTIAN KRAMER GEWINNT ALS ERSTER DEUTSCHER DIE L-DISTANZ (27. Juli 2017)
  10. Ryf Smashes Switzerland (1. Juni 2014)
  11. Schildknecht Remains Unbeatable in Switzerland (28. Juli 2013)