Emma Thompson

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Emma Thompson 2009 bei der César-Verleihung

Emma Thompson (* 15. April 1959 in London) ist eine britische Schauspielerin, Produzentin, Drehbuchautorin sowie mehrfache Golden-Globe- und Oscar-Preisträgerin.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thompson ist die Tochter der Schauspielerin Phyllida Law und des Schauspielers, Regisseurs und Fernsehproduzenten Eric Thompson. Ihre jüngere Schwester Sophie Thompson ist ebenfalls Schauspielerin. Mutter Phyllida spielt gelegentlich in Filmen ihrer ältesten Tochter Emma.

1986 hatte sie bei Dreharbeiten Kenneth Branagh kennengelernt, mit dem sie nach der Hochzeit 1989 auf Theater-Tournee ging und bis zu ihrer Trennung 1995 elf Filme drehte.

Seit den Dreharbeiten zu Sinn und Sinnlichkeit (1995) ist sie mit ihrem Kollegen Greg Wise liiert, der die Rolle des John Willoughby spielte. 1999 wurde eine gemeinsame Tochter geboren, 2003 heirateten die beiden.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon während ihres Englischstudiums am Newnham College in Cambridge spielte Thompson Theater und trat zusammen mit Stephen Fry und Hugh Laurie in Sketchen auf, danach wurde sie professionelle Schauspielerin. Sie trat in der britischen Comedy-Sendung „Alfresco“ und dem Musical Me and My Girl auf. 1986 spielte sie in der BBC-Fernsehserie Fortunes of War (Auf Wiedersehen in Kairo), wo sie ihren späteren Ehemann, den Schauspieler und Regisseur Kenneth Branagh, kennenlernte. 1987 bekam sie ihre eigene TV-Sitcom Thompson. 1989 gingen Thompson und Branagh gemeinsam auf Theater-Tournee; sie drehten zusammen elf Filme.

Mit Wiedersehen in Howards End (1992) hatte Thompson ihren ersten großen Erfolg, sie wurde mit dem Golden Globe und dem Oscar ausgezeichnet. 1994 bekam sie in Junior mit Arnold Schwarzenegger erstmals eine Rolle in einem Hollywood-Film. Sie schreibt auch Drehbücher, so für den mehrfach preisgekrönten Kinohit Sinn und Sinnlichkeit (1995), für den sie für das beste adaptierte Drehbuch ihren zweiten Oscar erhielt.

Emma Thompson hält einen Rekord bei den Academy Awards: Sie ist die bislang einzige Person, die sowohl einen Oscar für Schauspiel (beste Darstellerin für Wiedersehen in Howards End, 1992) als auch für ein Drehbuch (beste Adaption für Sinn und Sinnlichkeit, 1995) gewinnen konnte.[1] Am 6. August 2010 wurde sie mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Los Angeles geehrt. 2013 stand sie für eine Neuverfilmung des Musicals My Fair Lady und die Romanverfilmung von „Beautiful Creatures“ vor der Kamera.[2]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thompson gehört zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs für eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen, die ein erster Schritt zu einem Weltparlament sein soll.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thompson 2005 bei der Premiere von Eine zauberhafte Nanny

Als Darstellerin

Als Drehbuchautorin

  • 1995: Sinn und Sinnlichkeit
  • 2005: Eine zauberhafte Nanny
  • 2005: Stolz & Vorurteil (zusätzlicher Dialog; nicht im Abspann)
  • 2010: Eine zauberhafte Nanny – Knall auf Fall in ein neues Abenteuer
  • 2010: My Fair Lady (Pre-Production)
  • 2016: Bridget Jones’ Baby (Bridget Jones’s Baby)

Als ausführende Produzentin

  • 2010: Eine zauberhafte Nanny – Knall auf Fall in ein neues Abenteuer
  • 2009: The Journey (Kurzfilm)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscar

Gewonnen:

  • 1992: Beste Hauptdarstellerin für Wiedersehen in Howards End
  • 1995: Beste Drehbuch-Adaption für Sinn und Sinnlichkeit

Nominiert:

  • 1993: Beste Nebendarstellerin für Im Namen des Vaters
  • 1993: Beste Hauptdarstellerin für Was vom Tage übrig blieb
  • 1995: Beste Hauptdarstellerin für Sinn und Sinnlichkeit

British Academy Film Award

Gewonnen:

  • 1993: Beste Hauptdarstellerin für Wiedersehen in Howards End
  • 1996: Beste Hauptdarstellerin für Sinn und Sinnlichkeit

Nominiert:

  • 1994: Beste Hauptdarstellerin für Was vom Tage übrig blieb
  • 2004: Beste Nebendarstellerin für Tatsächlich … Liebe

Golden Globe Award

Gewonnen:

  • 1992: Beste Hauptdarstellerin für Wiedersehen in Howards End
  • 1995: Bestes Drehbuch für Sinn und Sinnlichkeit

Nominiert:

  • 1993: Beste Nebendarstellerin für Im Namen des Vaters
  • 1993: Beste Hauptdarstellerin für Was vom Tage übrig blieb
  • 1994: Beste Hauptdarstellerin für Junior
  • 1995: Beste Hauptdarstellerin für Sinn und Sinnlichkeit
  • 2008: Beste Hauptdarstellerin für Liebe auf den zweiten Blick
  • 2014: Beste Hauptdarstellerin für Saving Mr. Banks

Empire Award

Gewonnen:

  • 2014: Saving Mr. Banks als Beste Darstellerin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Emma Thompson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Emma Thompson: How Jane Austen saved me from going under, auf independent.co.uk, abgerufen am 24. Dezember 2014
  2. Emma Thomspon to be One of the Beautiful Creatures, auf dreadcentral.com, abgerufen am 24. Dezember 2014
  3. Gerrit Wustmann: Die Demokratie globalisieren. In: Telepolis, 6. Juni 2007, abgerufen am 24. Dezember 2014.