Emmelshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Emmelshausen
Emmelshausen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Emmelshausen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 9′ N, 7° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Emmelshausen
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 7,91 km2
Einwohner: 4783 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 605 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56281
Vorwahl: 06747
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 036
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
56281 Emmelshausen
Webpräsenz: www.stadt-emmelshausen.de
Stadtbürgermeisterin: Andrea Mallmann
Lage der Stadt Emmelshausen im Rhein-Hunsrück-Kreis
BoppardBadenhardBeulichBickenbach (Hunsrück)BirkheimDörthEmmelshausenGondershausenHalsenbachHausbayHungenrothKarbach (Hunsrück)KratzenburgLeiningen (Hunsrück)LingerhahnMaisbornMermuthMorshausenMühlpfadNey (Hunsrück)NiedertNorathPfalzfeldSchwall (Rhein-Hunsrück-Kreis)ThörlingenUtzenhainAlterkülzBell (Hunsrück)BeltheimBraunshornBuch (Hunsrück)DommershausenGödenrothHasselbach (Hunsrück)HollnichKastellaunKorweilerLahrMastershausenMichelbach (Hunsrück)MörsdorfRoth (Rhein-Hunsrück-Kreis)SpesenrothUhlerZilshausenBärenbach (Hunsrück)BelgBüchenbeurenDickenschiedDill (Gemeinde)DillendorfGehlweilerGemünden (Hunsrück)Hahn (Hunsrück)Hecken (Hunsrück)HeinzenbachHenau (Hunsrück)Hirschfeld (Hunsrück)Kappel (Hunsrück)Kirchberg (Hunsrück)KludenbachLaufersweilerLautzenhausenLindenschiedMaitzbornMetzenhausenNieder KostenzNiedersohrenNiederweiler (Hunsrück)Ober KostenzRaversbeurenReckershausenRödelhausenRödern (Hunsrück)Rohrbach (Hunsrück)SchlierschiedSchwarzenSohrenSohrschiedTodenrothUnzenbergWahlenauWomrathWoppenrothWürrichArgenthalBenzweilerDichtelbachEllern (Hunsrück)Erbach (Hunsrück)KisselbachLiebshausenMörschbachRiesweilerRheinböllenSchnorbachSteinbach (Hunsrück)DamscheidLaudertNiederburgOberweselPerscheidSankt GoarUrbar (Rhein-Hunsrück-Kreis)WiebelsheimBubachRiegenrothLaubach (Hunsrück)Horn (Hunsrück)KlosterkumbdBudenbachBergenhausenRayerschiedWahlbach (Hunsrück)AltweidelbachPleizenhausenMutterschiedNiederkumbdSimmern/HunsrückNeuerkirchWüschheim (Hunsrück)Reich (Hunsrück)BiebernKülz (Hunsrück)KümbdchenKeidelheimFronhofenHolzbachNannhausenTiefenbach (Hunsrück)OhlweilerSargenrothSchönborn (Hunsrück)OppertshausenBelgweilerRavengiersburgMengerschiedHessenLandkreis Mainz-BingenLandkreis Mainz-BingenLandkreis Bad KreuznachLandkreis BirkenfeldLandkreis Bernkastel-WittlichRhein-Lahn-KreisLandkreis Mayen-KoblenzLandkreis Cochem-ZellKarte
Über dieses Bild
Konzertmuschel im Park Emmelshausen, Stadtfahne
St. Hildegard, Emmelshausen

Emmelshausen ist eine Stadt im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der sie auch angehört. Emmelshausen ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Stadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil Liesenfeld liegt am westlichen Stadtrand von Emmelshausen an der Landesstraße 206 (Rhein-Mosel-Straße) Richtung Gondershausen und bildet den ältesten Kern der Stadt. Ein anderer Stadtteil ist Basselscheid.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten schriftlichen Zeugnisse datieren die Gründung der Siedlung Liesenfeld auf das 15. Jahrhundert. Bereits Ende des 13. Jahrhunderts befand sich auf dem Gebiet von Emmelshausen eine gleichnamige Siedlung, die jedoch im Laufe der Zeit aufgegeben wurde. Nach dem Trierer Feuerbuch von 1563 war Emmelshausen bereits zu diesem Zeitpunkt unbewohnt.[3] Im Wald östlich von Emmelshausen lag der Gerichtsplatz des Gallscheider Gerichts. Verwaltungssitz des Gerichtes war Burg Schöneck. 1314 gelangte es vom Reich als Pfand an Kurtrier und wurde nicht mehr eingelöst. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde die Gegend französisch, 1815 wurde sie auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet.

1906 traten die Gemeinden Liesenfeld, Basselscheid und Halsenbach Gemarkungsflächen ab, damit der Bahnhof der neuen Hunsrückbahn gebaut werden konnte. Die Häuser der Bahnhofssiedlung um den Bahnhof Halsenbach gehörten zunächst drei verschiedenen Gemeinden an. Erst 1935, als die neue Siedlung so prosperiert hatte, traten die Orte Halsenbach und Dörth Teile ihrer Gemeindeflächen und ihre Hoheitsrechte ab und nun, nachdem man einen neuen alten Namen gefunden hatte, wurde Emmelshausen selbständig, Liesenfeld und Basselscheid wurden eingemeindet. Lebten 1920 erst 20 Personen am Bahnhof und um das Gasthaus „Waldfrieden“ des Gastwirts und „Knochenflickers“ Peter Pies, so waren es zur Ortsgründung schon 280. Der Ausbau der Straße Koblenz Kastellaun zur Hunsrückhöhenstraße brachte ab 1938 die Entwicklung weiter voran. [4]

Die Gemeinde ist seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Sie hat sich durch die verkehrsgünstige Lage in der Nähe der A 61 zum Dienstleistungszentrum für den vorderen Hunsrück entwickelt.

Auf Antrag der Ortsgemeinde Emmelshausen hat am 1. September 2009 die Landesregierung von Rheinland-Pfalz beschlossen, Emmelshausen die Bezeichnung Stadt zu verleihen. Der offizielle Verleihungsakt erfolgte am 27. Juni 2010.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat in Emmelshausen besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der vorsitzenden Stadtbürgermeisterin. Bis 2009 gehörten dem Gemeinderat 22 Ratsmitglieder an.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[6]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 5 11 4 20 Sitze
2009 5 11 4 20 Sitze
2004 5 13 4 22 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Emmelshausen e.V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenamtliche Stadtbürgermeisterin von Emmelshausen ist Andrea Mallmann (FWG). Sie wurde am 8. Juni 2014 in einer Stichwahl mit 58,7 % der Stimmen zur neuen Stadtbürgermeisterin gewählt.[7] Sie löste Norbert Monnerjahn in diesem Amt ab.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt und oben gespalten von Silber und Schwarz; vorn in ein durchgehendes rotes Balkenreuz, hinten ein rot gekrönter und -bewehrter goldener Löwe, unten in Rot drei (2:1) goldene Merkurhüte.“

Das rote Balkenkreuz erinnert an die ehemalige Zugehörigkeit von Basselscheid, Halsenbach und Dörth zu Kurtrier, an die Zugehörigkeit von Liesenfeld zum ehemaligen Haus Pfalz-Simmern der Pfälzer Löwe. Die drei Merkurhüte nehmen Bezug auf Handel und Gewerbe, die von der großen Mehrheit der Emmelshausener betrieben werden.[8]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinde der Stadt Emmelshausen ist Luzy im französischen Département Nièvre, diese Partnerschaft besteht seit 1985.

Im Jahr 2015 fanden hierzu verschiedene gemeinschaftliche Veranstaltungen und Feierlichkeiten auf beiden Seiten zur Feier des 30-jährigen Bestehen statt[9], so unter anderem ein Malwettbewerb bei dem Kindergärten und Schulen beider Gemeinden Bilder einsendeten, die die deutsch-französische Freundschaft symbolisieren.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich Kultur ist die Verbandsgemeinde Emmelshausen ein Mittelpunkt im gesamten Rhein-Mosel-Dreieck. Mehr als 20.000 Zuschauer besuchen das Zentrum am Park Jahr für Jahr. Mit dem Kulturkreis Region Emmelshausen, der mehr als 2.200 Mitglieder hat, ist dort der größte Kulturverein in Rheinland-Pfalz angesiedelt.

Im Bereich der bildenden Kunst sind die Wiebelsborner sehr aktiv.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Emmelshausen

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund 100 Vereine zeichnen für eine Vielzahl von Heimatfesten und Veranstaltungen verantwortlich und leisten damit einen Beitrag zum geselligen Miteinander und zur Brauchtumspflege.

Größter Sportverein ist der TSV Emmelshausen. Die Fußballherren wurden 2018 Rheinlandmeister und stiegen in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf, die Frauen- und Mädchenfußballabteilung[11] ist Kooperationspartner des SC 13 Bad Neuenahr.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zug der Linie RB 37 im Bahnhof Emmelshausen

Emmelshausen ist Endpunkt der Hunsrückbahn, die in Boppard beginnt und früher bis Simmern führte. Der Personenverkehr wird von der Rhenus Veniro GmbH & Co. KG betrieben. Heute verkehren auf dieser Strecke die Züge der Linie RB37 nach dem Rheinland-Pfalz-Takt zwischen Boppard und Emmelshausen ca. stündlich in beide Richtungen. Aufgrund der Lage von Emmelshausen im Rhein-Hunsrück-Kreis gilt der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM).

Die Hunsrückhöhenstraße (B327) wird heute um den Ort herumgeführt. Für die A 61 besteht eine eigene Anschlussstelle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Emmelshausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten
  3. Wilhelm Fabricius: Das Pfälzische Oberamt Simmern. In: Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst. Band 28, 1909, S. 103.
  4. … in 75 Jahren zur Stadt: 1935 – 2009. Website der Stadt Emmelshausen, archiviert vom Original am 14. Mai 2014; abgerufen am 15. Juni 2017.
  5. Mitteilung auf den Seiten der Verbandsgemeinde Emmelshausen
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Wahl der ehrenamtlichen Orts- und Stadtbürgermeister
  8. Wappen der Stadt Emmelshausen
  9. 30 Jahre Städte Partnerschaft zwischen Emmelshausen und Luzy. Stadt Emmelshausen, 16. Juni 2015, archiviert vom Original am 6. Juli 2015; abgerufen am 6. Juli 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadt-emmelshausen.de
  10. Marco Kohlhaas, Sven Clemens: Bilderstrecke Luzy. In: Koblenzer Geschichte. 1. Juli 2015, abgerufen am 6. Juli 2015.
  11. Zickensoccer