Emmen (Drente)

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Gemeinde Emmen
Flagge der Gemeinde Emmen
Flagge
Wappen der Gemeinde Emmen
Wappen
Provinz Drente Drente
Bürgermeister Eric van Oosterhout (PvdA)
Sitz der Gemeinde Emmen
Fläche
 – Land
 – Wasser
346,29 km2
337,48 km2
8,81 km2
CBS-Code 0114
Einwohner 107.471 (31. Aug. 2017[1])
Bevölkerungsdichte 310 Einwohner/km2
Koordinaten 52° 47′ N, 6° 54′ OKoordinaten: 52° 47′ N, 6° 54′ O
Bedeutender Verkehrsweg A37 E233 N34 N379 N381 N391 N853 N862 N863
Vorwahl 0591, 0524
Postleitzahlen 7760–7769, 7800–7839, 7844, 7880–7899
Website Homepage von Emmen
LocatieEmmen.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Das Stadtzentrum von Emmen

Emmen (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde im Südosten der niederländischen Provinz Drente mit 107.471 Einwohnern (Stand 31. August 2017), davon leben etwa 85.000 in der gleichnamigen Stadt und 20.000 in den zu der Gemeinde gehörenden Dörfern und Moorkolonien. Die Stadt liegt auf dem südöstlichen Ende des Höhenzuges Hondsrug.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Emmen gliedert sich in vier Bezirke (Kwadranten):

  • De Stad (57.274 Einwohner)
  • De Monden (13.090 Einwohner)
  • De Blokken (21.907 Einwohner)
  • De Velden (17.222 Einwohner)

Diese sind untergliedert in die offiziellen Stadtteile, die mit ihren Einwohnerzahlen 2004 und 2010 (jeweils 1. Januar) in folgender Tabelle genannt werden:

Stadtteil Einwohner
2004
Einwohner
2010[2]
Emmen 51.510 57.452
Klazienaveen 10.930 12.036
Emmer-Compascuum 5.340 8.003
Nieuw-Amsterdam/Veenoord 6.380 7.181
Schoonebeek 3.790 5.177
Erica 3.720 4.864
Nieuw-Weerdinge 3.310 3.655
Zwartemeer 3.130 3.118
Nieuw-Dordrecht 1.660 2.101
Barger-Compascuum 1.480 2.003
Weiteveen 1.540 1.760
Nieuw-Schoonebeek 1.320 1.311
Roswinkel 500 832

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend war schon in der Bronzezeit bewohnt. Der Ort Emmen wurde im 12. Jahrhundert zum ersten Mal als Curtis Emne („Hof von Emmen“) erwähnt und blieb bis ins 20. Jahrhundert ein bäuerlich geprägtes Dorf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die ökonomisch schwache Region als Entwicklungsgebiet staatlich gefördert und vor allem Textil- und Metallindustrie angesiedelt. In den Anfangsjahren der Nachkriegszeit war Emmen eine der am schnellsten wachsenden Städte der Niederlande. Emmen entwickelte sich so von einem armen Bauerndorf zu einer wichtigen Stadt. Umfangreiche Wohnbaumaßnahmen wurden notwendig. Diese wurden teilweise in großem Abstand zur bestehenden Bebauung geplant, um wertvolle Landschaftsgebiete nicht zu zerstören. Dadurch nimmt die Stadt eine relativ große Fläche ein. Heute ist Emmen noch vor der Provinzhauptstadt Assen die größte Stadt der Provinz Drente.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat

Stärkste Partei bei den Kommunalwahlen für die Wahlperiode 2014–2018 wurde die Wählervereinigung Wakker Emmen (Tüchtiges Emmen). Die Sitzverteilung im Gemeinderat von Emmen im Einzelnen:[3]

Partei/Gruppierung Sitze
Wakker Emmen 15
Partij van de Arbeid (PvdA) 6
Christen Democratisch Appèl (CDA) 5
Drente Ouderen Partij / Senioren Belang Noord 3
Democraten 66 (D66) 3
ChristenUnie 2
Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (VVD) 2
LEF! Partij van de Kiezer 2
Groen Links 1
Gesamt 39 Sitze

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 2017 Eric van Oosterhout (PvdA).[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist Endpunkt der Bahnstrecke Zwolle–Stadskanaal, die bis zum Bahnhof Emmen in Betrieb ist. Ins 25 km entfernte Meppen führt eine grenzüberschreitende Buslinie.[5]

Es gibt seit 2002 die Autobahn 37 Richtung Hoogeveen. Auch die Verbindung zur deutschen Autobahn A 31 und nach Meppen (E233) ist seit Ende 2007 vierspurig ausgebaut. Dies ist für Emmen besonders wichtig, da die Stadt als einer der Ausgangspunkte für den niederländischen Export nach Skandinavien gilt.

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt hat eine wichtige Kunstfaserindustrie. In der Umgebung wird Erdgas und seit etwa 100 Jahren auch etwas Erdöl gewonnen. Auch ein „grüner Gewerbepark“ für Hightechunternehmen gehört zu dem am dichtesten konzentrierten Industriegebieten des Nordens der Niederlande. Emmen ist ein wichtiges Einkaufs- und Wirtschaftszentrum der Umgebung.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Van-Gogh-Haus in Nieuw Amsterdam
Plaggenhütte im Freilichtmuseum Veenpark

Der Tourismus ist von großer Bedeutung in Emmen. Veranstaltungen wie das Full Color Festival, der über die Grenzen hinaus bekannte Zoo und das Freilichtmuseum Veenpark lassen immer wieder neue Gäste in die Stadt kommen.

Mitten in Emmen befinden sich die Wildlands, der größte Zoo der Nordniederlande. Im Dörfchen Barger-Compascuum liegt das Freilichtmuseum Veenpark, das über das Leben im ehemaligen Hochmoor in der Nähe von Emmen informiert.

An der Grenze zwischen Veenoord und Nieuw Amsterdam hat im Jahr 1883 für einige Monate der Maler Vincent van Gogh gewohnt. Das Gebäude wurde erst vor wenigen Jahren zu einem kleinen Museum mit Café hergerichtet (Adresse: van Goghstraat 1).

Am Südrand der Gemeinde Emmen erstreckt sich zudem der Internationale Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen.

In der Umgebung liegen mehrere kleine Wälder, Moor- und Heidegebiete, die sich für eine Wander- oder Radtour eignen. Die Gegend ist reich an Hünengräbern. Es gibt mehrere Campingplätze und einige kleinere Hotels.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Emmen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Broschüre Emmen in cijfers 2010 (Memento des Originals vom 11. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.emmen.nl (PDF; 2,7 MB)
  3. Fraktionen im Gemeinderat Emmen (niederländisch), abgerufen am 11. Januar 2018.
  4. Bürgermeister und Beigeordnete (niederländisch), abgerufen am 11. Januar 2018.
  5. Fahrplan Meppen–Emmen