Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Emmering
Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Emmering hervorgehoben
48.18333333333311.283333333333515Koordinaten: 48° 11′ N, 11° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Höhe: 515 m ü. NHN
Fläche: 10,95 km²
Einwohner: 6540 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 597 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 82275,
82223 (Roggenstein)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08141
Kfz-Kennzeichen: FFB
Gemeindeschlüssel: 09 1 79 119
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Amperstr. 11a
82275 Emmering
Webpräsenz: www.emmering.de
Bürgermeister: Dr. Michael Schanderl (FW)
Lage der Gemeinde Emmering im Landkreis Fürstenfeldbruck
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Emmering ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck. Sie grenzt im Westen an die Kreisstadt Fürstenfeldbruck und liegt etwa 25 km westlich von München. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Fett- und Dürr-Emmering, Untere Au, Tonwerk und Roggenstein.

Geographie[Bearbeiten]

Emmering wird von der Amper durchflossen. Zwei Amperbrücken verbinden die beiden Teile. Rathaus, Schule und Fußballstadion befinden sich auf einer Amperinsel, die durch zwei Arme der Amper gebildet wird. Hinzu kommt das Landschaftsschutzgebiet Hölzl, ein Naherholungsgebiet, durch das die Amper mit vielen Abzweigungen fließt.

Geschichte[Bearbeiten]

Aus vorchristlicher Zeit finden sich 13 zerstörte bronzezeitliche sowie drei, ebenfalls zerstörte hallstattzeitliche Grabhügel.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt in einer Güterliste des Klosters Benediktbeuern aus dem 11. Jahrhundert. Dort wird für die Zeit zwischen 740 und 770 Emeheringen (Bedeutung: Bei den Leuten des Emheri) erwähnt. Im 14. Jahrhundert fällt das Dorfgericht Emmering an das Kloster Fürstenfeldbruck.

1818 erfolgte die Gemeindebildung zusammen mit Roggenstein und Wagelsried. Die Gemeinde gehörte bis 1823 zum Landgericht Dachau. Wagelsried wurde 1978 Alling zugeschlagen.

Der historische Schwankharthof wurde 2012 abgerissen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2011 2013
Anzahl der Einwohner[2] 415 438 609 1.010 1.243 2.318 2.891 4.488 5.539 6.071 6.550 6.540

Politik[Bearbeiten]

Die Sitzverteilung im Gemeinderat
Jahr CSU SPD FW FDP gesamt Wahlbeteiligung in %
2014[3] 9 2 08 1 20 k.A.
2008 8 2 10 20 65,9
2002 8 3 09 20 69,7

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St. Georgskapelle
  • Im Ortsteil Roggenstein befindet sich der Burgstall Roggenstein mit einer St.-Georgs-Kapelle mit Fresken aus der Zeit um 1400.
St. Johannes der Täufer 48.18009811.279773
  • Zusammen mit den Kirchen St.Stephanus (Pfaffing-Biburg), St.Sebastian (Puch), St.Magdalena und St.Bernhard (Fürstenfeldbruck) bildet die Emmeringer Pfarrkirche St. Johannes der Täufer den Pfarrverband Fürstenfeld. Das aus dem 14. Jahrhundert stammende Vorläufergebäude wurde im April 1928 abgebrochen, wobei der Turm erhalten blieb und in das Nachfolgegebäude integriert wurde. Die neue Kirche wurde im Dezember 1928 eingeweiht. Viele Einrichtungsteile des alten Gebäudes wurden übernommen wie etwa das große Kruzifix, die Kanzel, die Seitenaltäre und den Taufstein. Der Kirchturm wurde 1962 erhöht und 1990 fand eine vollständige Innenrestaurierung statt.[4]
  • siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Emmering ist über die Ausfahrt 78 Dachau/Fürstenfeldbruck an die A8 zwischen München und Stuttgart angebunden. Des Weiteren ist Emmering über die Bundesstraßen 2 und 471 erreichbar. Zwar liegt Emmering an der Linie S4 der S-Bahn München, verfügt jedoch über keine eigene Haltestelle. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Fürstenfeldbruck und Eichenau.

Sport[Bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten]

Der 1925 gegründete Fußball-Club Emmering kann auf eine traditionsreiche Vergangenheit zurückblicken, ist aber auch in der Gegenwart äußerst aktiv und mit über 700 Mitgliedern der zweitgrößte Ortsverein in Emmering. Neben dem Fußball gibt es auch eine Stockschützen-Abteilung.

Fast 50 Jahre lang, angefangen 1956 mit dem Aufstieg in die damalige II. Amateurliga, gehörte die erste Mannschaft des FC Emmering zu den erfolgreichsten Teams im Landkreis Fürstenfeldbruck. Mit Spielen gegen Bundesliga-Clubs (Bayern München 2x, Werder Bremen, Schalke 04) und bei einem legendären Gastspiel im russischen Woronesch vor 32.000 Zuschauern (1977) machte sich der FC Emmering einen Namen. Anfang der 70-er-Jahre gründete der FCE eines der ersten Damen-Teams in ganz Bayern.

Tennis[Bearbeiten]

Emmering hat eine große Tennisanlage in der Siedlerstraße 17. Diese birgt 4 Indoortennis-, 8 Badminton- und 2 Squashplätze als auch eine Indoorgolfanlage. Des Weiteren stehen 3 Außenplätze für die Sommersaison zur Verfügung. Der TC Amperpark Emmering eV. hat auch 3 Ranglistenspieler hervorgebracht.

Leichtathletik[Bearbeiten]

Die Abteilung Leichtathletik des 1898 gegründeten TV Emmering ist eine der erfolgreichsten Mannschaften im Münchner Umland. Es wurden hier schon viele Deutsche Meister und sogar Europameister entdeckt und trainiert. Diesen großen Erfolg hat die Abteilung hauptsächlich dem Cheftrainer Franz Kopeczek zu verdanken.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Emmering – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunalstatistik von Emmering, abgerufen am 21. Oktober 2010
  3. Ergebnis der Kommunalwahlen 2014, abgerufen am 19. März 2014
  4. Kleiner Kirchenführer: Johannes der Täufer, Emmering