Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Emmering
Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Emmering hervorgehoben

Koordinaten: 48° 11′ N, 11° 17′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Höhe: 515 m ü. NHN
Fläche: 10,95 km2
Einwohner: 6822 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 623 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82275
Vorwahl: 08141
Kfz-Kennzeichen: FFB
Gemeindeschlüssel: 09 1 79 119
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Amperstraße 11a
82275 Emmering
Website: www.emmering.de
Erster Bürgermeister: Stefan Floerecke (CSU)
Lage der Gemeinde Emmering im Landkreis Fürstenfeldbruck
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Über dieses Bild

Emmering ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck. Die Gemeinde grenzt im Westen an die Kreisstadt Fürstenfeldbruck und liegt etwa 25 Kilometer westlich von München.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmering wird von der Amper durchflossen. Zwei Amperbrücken verbinden die beiden Teile. Rathaus, Schule und Fußballstadion befinden sich auf einer Amperinsel, die durch zwei Arme der Amper gebildet wird. Hinzu kommt das Landschaftsschutzgebiet Hölzl, ein Naherholungsgebiet, durch das die Amper mit vielen Abzweigungen fließt.

Die Gemeinde hat zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Untere Au und Tonwerk zählen zu Emmering und sind keine amtlich benannte Gemeindeteile. Die Aufgliederung von Emmering in Fett- und Dürr-Emmering ist ebenfalls nicht amtlich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus vorchristlicher Zeit finden sich 13 zerstörte bronzezeitliche sowie drei ebenfalls zerstörte hallstattzeitliche Grabhügel.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt in einer Güterliste des Klosters Benediktbeuern aus dem 11. Jahrhundert. Dort wird für die Zeit zwischen 740 und 770 Emeheringen (Bedeutung: Bei den Leuten des Emheri) erwähnt. Im 14. Jahrhundert fällt das Dorfgericht Emmering an das Kloster Fürstenfeldbruck.

Mit dem Gemeindeedikt von 1818 erfolgte die Gemeindebildung zusammen mit Roggenstein und Wagelsried. Die Gemeinde gehörte bis 1823 zum Landgericht Dachau.

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der historische Schwankharthof wurde 2012 abgerissen.

Ausgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindeteil Wagelsried wurde 1978 Alling zugeschlagen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 5647 auf 6713 um 1066 Einwohner bzw. um 18,9 %. Aktuell (Nov. 2019) betrug die Einwohnerzahl 7135[3].

Einwohnerentwicklung von Emmering von 1840 bis 2016
Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2016 2017 2018
Anzahl der Einwohner[4] 415 438 609 1010 1243 2318 2891 4488 5539 6070 6224 6071 6007 6318 6777 6709 6688 6713

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sitzverteilung im Gemeinderat
Jahr CSU SPD FW FDP Grüne Gesamt Wahlbeteiligung
2020 8 1 06 1 4 20 62,3 %
2014[5] 9 2 08 1 - 20 k. A.
2008 8 2 10 - 20 65,9 %
2002 8 3 09 - 20 69,7 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck)
Blasonierung: „In Schwarz zwei zugekehrte silberne Halparten (Wurfbeile) an schräg gekreuzten goldenen Griffen, unten belegt mit einem gesenkten, von Rot und Silber geschachten Balken.“[6]

Dieses Wappen wird seit 1982 geführt.

Wappenbegründung: Die Hauptbilder des Wappens, Brücke und Eichblatt, illustrieren die Lage der Gemeinde an der Alz und am Öttinger Forst. Der seit Jahrhunderten genutzte Flussübergang lag ursprünglich beim Weiler Bruck, wurde dann einige Kilometer flussabwärts nach Hohenwart bei Emmerting verlegt; hier entstand eine herzogliche Zollstätte. Das Eichenblatt mit Eichel verweist auf den Öttinger Forst, der für die Gemeindebewohner von großer wirtschaftlicher Bedeutung war, und erinnert zugleich an die Siedlungsgeschichte, die Entstehung von Oberemmerting und Seng als Rodungen. Die Feldfarben Silber (Weiß) und Blau unterstreichen die wichtige herrschaftsgeschichtliche Rolle der wittelsbachischen Landesherren; der Öttinger Forst war auch herzogliches Jagdrevier. Der silberne Pfahl in Rot im Schildhaupt ist aus dem Wappen der Grafen von Taufkirchen-Guttenburg übernommen, die bis in das 19. Jahrhundert als Grundherrschaft von Bedeutung waren. Die Farben Rot und Silber spielen zugleich auf das Wappen des Hochstifts Salzburg an, das im Jahr 815 den Güterkomplex um Unteremmerting als Schenkung erhielt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Johannes der Täufer
  • Zusammen mit den Kirchen St. Stephanus (Pfaffing-Biburg), St. Sebastian (Puch), St. Magdalena und St. Bernhard (Fürstenfeldbruck) bildet die Emmeringer Pfarrkirche St. Johannes der Täufer den Pfarrverband Fürstenfeld. Das aus dem 14. Jahrhundert stammende Vorläufergebäude wurde im April 1928 abgebrochen, wobei der Turm erhalten blieb und in das Nachfolgegebäude integriert wurde. Die neue Kirche wurde im Dezember 1928 eingeweiht. Viele Einrichtungsteile des alten Gebäudes wurden übernommen wie etwa das große Kruzifix, die Kanzel, die Seitenaltäre und den Taufstein. Der Kirchturm wurde 1962 erhöht und 1990 fand eine vollständige Innenrestaurierung statt.[7]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1925 gegründete Fußball-Club Emmering ist mit über 700 Mitgliedern der zweitgrößte Verein im Ort. Zudem gibt es auch eine Stockschützen-Abteilung.

Fast 50 Jahre lang, angefangen 1956 mit dem Aufstieg in die damalige II. Amateurliga, gehörte die erste Mannschaft des FC Emmering zu den erfolgreichsten Teams im Landkreis Fürstenfeldbruck. Mit Spielen gegen Bundesliga-Clubs (Bayern München 2×, Werder Bremen, Schalke 04) und bei einem legendären Gastspiel im russischen Woronesch vor 32.000 Zuschauern (1977) machte sich der FC Emmering einen Namen. Anfang der 1970er-Jahre gründete der FCE eines der ersten Damen-Teams in ganz Bayern.

Tennis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmering hatte eine große Tennisanlage in der Siedlerstraße 17. Diese barg 4 Indoortennis-, 8 Badminton- und 2 Squashplätze als auch eine Indoorgolfanlage. Des Weiteren standen 3 Außenplätze für die Sommersaison zur Verfügung. Der ehemalige TC Amperpark Emmering e. V. hat auch 3 Ranglistenspieler hervorgebracht.

Leichtathletik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abteilung Leichtathletik des 1898 gegründeten TV Emmering ist eine der erfolgreichsten Mannschaften im Münchner Umland. Es wurden hier schon viele Deutsche Meister und Europameister entdeckt und trainiert. Diesen großen Erfolg hat die Abteilung hauptsächlich dem Cheftrainer Franz Kopeczek zu verdanken.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Individualverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmering ist über die Anschlussstelle 78 „Dachau/Fürstenfeldbruck“ an die Bundesautobahn 8 zwischen München und Stuttgart angebunden. Des Weiteren ist die Gemeinde über die Bundesstraßen 2 und 471 per KFZ erreichbar.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke München–Buchloe durchquert den Süden des Gemeindegebiets ohne Haltepunkt. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Fürstenfeldbruck und Eichenau. Die Gemeinde befindet sich in der Tarifzone 2 des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds und wird von den Buslinien 763, 843 und 844 bedient, die Emmering mit den Bahnhöfen Fürstenfeldbruck bzw. Olching verbinden.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet befinden sich eine Grund- und Mittelschule, fünf Kindertageseinrichtungen und eine Gemeindebücherei.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Emmering – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]