Emmerke

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Emmerke
Gemeinde Giesen
Koordinaten: 52° 9′ 58″ N, 9° 52′ 8″ O
Einwohner: 1706 (31. Dez. 2012)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31180
Vorwahl: 05121

Emmerke ist ein Ortsteil der Gemeinde Giesen im Landkreis Hildesheim, Niedersachsen mit und einer flächenmäßige Ausbreitung von 6,6 km². Der Ort liegt 6 km von der Kreisstadt Hildesheim und 25 km von der Landeshauptstadt Hannover entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmerke Panorama Südansicht auf den Ort.jpg

Urkundlich ist das Dorf Emmerke als die älteste geschlossene Siedlung der Gegend anzusehen. Es wurde bereits 854 in einem Güterverzeichnis des Klosters Corvey unter der Ortsbezeichnung „Anmarki in Scotelingen“ genannt.

Auch die Hildesheimer Kirche erhielt in Emmerke früh einen Hof übertragen, welcher abhanden gebracht, von Bischof Hezilo (1054–1179) ihr zurückgegeben wurde. Die Stiftungsurkunde des Godehardiklosters 1146 führt die Namensform „Embrike“ an. Abgewandelt lautet dieselbe 1250 und 1251 „Embreke“.

Es gehörte zum Kleinen Stift Hildesheim und damit zu den wenigen überwiegend katholischen Gemeinden im östlichen Niedersachsen.

Am 1. März 1974 bildete Emmerke mit fünf weiteren Gemeinden die neue Gemeinde Giesen.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Josef Theodor Möller.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MGV-Kinderchor Mini-Martinis
  • MGV St.Martinus Emmerke (Männerchor, Die Martinis, Mini-Martinis)
  • 1946 siedelte Max Seeboth nach Emmerke bei Hildesheim über. Dort entstanden mehrere Werke, unter anderem Klaviersonaten, Fantasien, Kantaten, geistliche Werke und Lieder auf Texte von Christian Morgenstern. Er war Dirigent des Männergesangvereins und der örtlichen Singschar.
  • Singkreis St.Martin
Kirche St.Martinus
  • Das Ortsarchiv Emmerke wird mit seinen Dokumenten etc. durch den Ortsheimatpfleger in den Kellerräumen des Evangelischen Gemeindezentrums in Emmerke verwaltet und auf Anfrage der interessierten Bevölkerung zugänglich gemacht.
  • Die katholische Pfarrkirche Sankt Martinus wurde 1840 gebaut, 1843 konsekriert (Architekt war Stadtbaumeister Carl Schütte, Hildesheim) und hat einen mittelalterlichen Turm aus dem 11. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Emmerke ist überwiegend durch Wohnbebauung und einige landwirtschaftliche Betriebe geprägt.

Unternehmen in Emmerke sind:

  • Holzland Köster
  • Bansemer GmbH, Metallgießerei
  • BEMM GmbH
  • MetaTec Metallbearbeitungs GmbH
  • SOCON Sonar Control
  • TRW Automotive Electronics + Compon. GmbH & Co. KG
  • Wallcover Tapetenproduktionsgesellschaft mbH

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Emmerke liegt an der Bahnstrecke Lehrte–Nordstemmen. Es bestehen regelmäßige Verbindungen der NordWestBahn und der Linie S 4 der S-Bahn Hannover nach Hildesheim Hbf, Hannover Hbf und Nordstemmen. Der Park-And-Ride-Platz am Bahnhof wurde im Jahr 2010 modernisiert. Die Bundesstraße 1 führt direkt am Ort vorbei.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dr.C. M. Zachlod, T.Kreuzkam Emmerke - Dorf im Hochstift Hildesheim , Dorf-Chronik mit Beschreibung der Historie und Bebilderung
  • Emmerke - Dorf im Hochstift Hildesheim (Dorf-Chronik)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 209.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Emmerke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien