Encyclopedia of Life

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Die Encyclopedia of Life (kurz EOL, deutsch: Enzyklopädie des Lebens) ist eine Online-Enzyklopädie, welche von Fachleuten erarbeitete Einträge über sämtliche bekannte Arten von Lebewesen beinhalten wird. Sie wird frei zugänglich sein. Viele Einträge werden Video- und Audiodateien, Bilder, Grafiken und Texte enthalten.

An dem Projekt sind derzeit fünf bedeutende Institutionen beteiligt, weitere werden folgen: Harvard University, Smithsonian Institution, Field Museum in Chicago, Missouri Botanical Garden, Marine Biological Laboratory Woods Hole, Massachusetts. Sie alle werden von einem Vorstand koordiniert unter dem Vorsitz von James Hanken, Direktor des Louis Agassiz Museum of Comparative Zoology der Harvard University. Jede der Institutionen will fünf Millionen Dollar investieren, hinzu kommen zwei gemeinnützige Stiftungen mit jeweils 25 Millionen Dollar. Die Artikel dienen sowohl der Öffentlichkeit, wie vor allem der Wissenschaft bei der Erfassung des gesamten Ökosystems Erde, sowie der Erforschung ökologischer Probleme.

Die Fertigstellung der Enzyklopädie wird voraussichtlich etwa zehn Jahre in Anspruch nehmen, am 26. Februar 2008 startete das Projekt mit 30.000 Einträgen. Der Ansturm auf diese Seite wurde jedoch völlig unterschätzt, deshalb musste es sofort wieder in einen Demonstrationsmodus geschaltet werden[1].

Zunächst werden vor allem Artikel über Tiere, Pflanzen und Pilze erstellt werden, danach aber auch über Mikroorganismen und nichtzelluläre Systeme wie Viren. Es wird auch die spätere Aufnahme ausgestorbener Arten in Betracht gezogen.

Die Kosten für dieses Projekt liegen bei mehr als 100 Millionen US-Dollar (etwa 74 Millionen Euro).

Die Software für das Projekt wird derzeit am Marine Biological Laboratory in Woods Hole, 130 km von Boston entfernt, unter der Leitung des Taxonomen David Patterson von jungen Biologen und Informatikern entwickelt. Das Prinzip der Informationsbeschaffung wird durch Schnittstellen zu großen Datenbanken realisiert, u.a. Catalogue of Life[2], Fishbase, AmphibiaWeb[3]. Große Probleme bei der Entwicklung der Software aber macht die Gewährleistung der wissenschaftlichen Standards. Derzeit wird noch heftig darum gestritten, welches der beste Weg zur Qualitätsgarantie ist. Die einen bevorzugen eine Redaktion von tausenden von wissenschaftlichen Lektoren, die anderen favorisieren ein offenes Wiki, ähnlich wie dies bei Wikipedia der Fall ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Riesenansturm legt Enzyklopädie des Lebens lahm. Spiegel Online vom 27. Februar 2008.
  2. Catalog of Life
  3. AmphibiaWeb

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]