Endbahnhof

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Bahnhof Warnemünde, Endbahnhof der Bahnstrecke Neustrelitz–Warnemünde. Im Hintergrund stumpf endende Kopfgleise, im Vordergrund früher zur Fähre nach Dänemark führende Durchgangsgleise.

Ein Endbahnhof ist ein Bahnhof, der im Gegensatz zum Zwischenbahnhof Ausgangs- bzw. Endpunkt einer oder mehrerer Eisenbahnstrecken ist.[1][2] Baulich können Endbahnhöfe verschieden angelegt worden sein. Häufig wurden Endbahnhöfe als Kopfbahnhof gebaut, wo die Hauptgleise stumpf an einem Prellbock im Bahnhof enden. Es gibt jedoch Endbahnhöfe, die als Durchgangsbahnhof ausgelegt sind, etwa wenn eine Weiterführung der Strecke geplant war[3] oder die Strecke früher weiterführte. Früher wurden einige Endbahnhöfe in Schleifenform gebaut, so dass ein Fahrtrichtungswechsel der Züge einfach möglich war.[3] Wegen der dazu nötigen großen Kurvenradien hat sich diese Form bei der Eisenbahn jedoch nicht durchgesetzt.

Des Weiteren kann der Endpunkt einer Zugfahrt oder einer Zuglinie als Endbahnhof bezeichnet werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jörn Pachl, Systemtechnik des Schienenverkehrs, Vieweg + Teubner 2008, ISBN 978-3-8351-0191-3, Glossar
  2. Stichwort: Bahnhof, in: Lexikon der Eisenbahn, Transpress; Stuttgart: Motorbuch Verlag, 1990, ISBN 3-344-00160-4, S. 69–71.
  3. a b Bahnhöfe. In: Viktor von Röll (Hrsg.): Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, Band 1: Abdeckung–Baueinstellung. 2. Auflage, Urban & Schwarzenberg, Berlin und Wien 1912, S. 383 ff.