Endothermes Tier

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Als endothermes Tier (veraltet „Warmblüter“) wird in der Biologie ein Tier bezeichnet, das seine Körpertemperatur durch eigene Wärmeproduktion von innen her reguliert. Dazu gehören Vögel und Säugetiere, im Gegensatz zu den ektothermen Organismen, die ihre Körperwärme von der Umgebung aufnehmen (Reptilien, die meisten Fische). Dazwischen stehen Lebewesen, deren Wärmeproduktion schwankt (z. B. Schnabeligel oder Säuger im Winterschlaf), und die als heterotherm bezeichnet werden.

Diese Einteilung ist an die Stelle der älteren Einteilung in „gleichwarme(homöotherme) und „wechselwarme(poikilotherme) Arten getreten. Sie berücksichtigt, dass die endogene Wärmeproduktion nicht immer mit der Konstanz der Körpertemperatur korreliert. Zum Beispiel haben Tiefseefische eine sehr gleichmäßige Körpertemperatur; andererseits kann die Temperatur bei Vögeln umgebungsabhängig erheblich schwanken.

Endothermie erhöht den Energieverbrauch, reduziert die möglichen Bauformen (Energieverlust durch Abstrahlung), erleichtert andererseits aber eine wetterunabhängige Aktivität.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einteilung der Tiere nach der Regulation ihrer Körpertemperatur. In: David J. Randall, Warren Burggren, Kathleen French: Tierphysiologie. Georg Thieme Verlag, 2002, ISBN 978-3-13-664004-3, S. 789–794 (google.com).
  • Einfluss von Form, Funktion und Verhalten auf homöostatische Prozesse In: Neil A. Campbell, Jane B. Reece: Biologie – Gymnasiale Oberstufe. 8. Auflage. Pearson Schule, München 2009, ISBN 978-3-8273-7287-1, S. 527–529.

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