Energie-Museum Berlin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Energie-Museum Berlin in Lankwitz

Das Energie-Museum Berlin in der Teltowkanalstraße 9 des Berliner Ortsteils Lankwitz zeigt im ehemaligen Kraftwerk Steglitz, dem größten jemals in Deutschland betriebenen Batterie-Speicherkraftwerk, historische Geräte der Energieerzeugung und -anwendung.

Das Museum verfügt über ein umfangreiches Archiv, das allen Interessierten offensteht. In mehreren Datenbanken stehen Informationen zur Geschichte und Technik der Energieversorgung sowie zu den Ausstellungsstücken und Asservaten des Museums zur Verfügung.

Ausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einer Ausstellungsfläche von rund 1800 m² wird ein Einblick in folgende Bereiche gewährt:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schild am Energie-Museum Berlin
Berliner Litfaßsäulen-Transformator

Am 10. Mai 2001 wurde der gemeinnützige Förderkreis zur Sammlung historischer Anlagenteile und Geräte aus der Technik der Strom- und Wärmeversorgung Berlins e. V. von Mitarbeitern und Pensionären der ehemaligen Bewag AG gegründet. Dieser Förderverein steht allen Interessierten offen und betreibt das Museum mit dem Ziel, die vielseitige Geschichte der Energieversorgung und Elektrotechnik, vor allem in Berlin, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Beinamen Elektropolis trug, darzustellen.

Das Energie-Museum Berlin wird ehrenamtlich betrieben, daher ist ein Besuch des Museums nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Besucher können mittels Leitfaden selbst auf Erkundung gehen oder sich fachkundig führen lassen. Der Eintritt sowie die Führungen sind frei.

Kraftwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Steglitz errichtete nach den Plänen von Hans Heinrich Müller u. a. zwischen 1910 und 1911 in acht Monaten Bauzeit am Teltowkanal ein eigenes Kraftwerk, das am 15. März 1911 eingeweiht wurde. Das Gelände war gleichzeitig der Betriebshof für die Straßenbahn der Gemeinde Steglitz.

Die ehemalige Wagenhalle, ein Stahlfachwerkbau, ist nicht mehr erhalten, die Werkstatthalle des Kraftwerks soll ursprünglich vom Betriebshof der Straßenbahn genutzt worden sein. Nachdem Steglitz 1920 infolge des Groß-Berlin-Gesetzes zum Stadtteil von Berlin wurde, kam der Betriebshof zur Berliner Straßenbahn, die ihn 1929 stilllegte und das Gelände samt Kraftwerk an die Bewag übertrug.

Das Kraftwerk Steglitz wurde 1984 zum Batterie-Speicherkraftwerk umgebaut. Für das damals in West-Berlin als Inselsystem betriebene Stromnetz wurde dies als Frequenzregeleinrichtung und Sofortreserveanlage benötigt. Die Anlage hatte eine Spitzenleistung von 17 MW, welche nach Vollladung 20 Minuten lang abgegeben werden konnte, und konnte im optimalen Fall in Summe 14,4 MWh an elektrischer Energie speichern. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die Stromnetze verbunden, und Ende 1994 wurde die Anlage stillgelegt. Heute steht sie unter Denkmalschutz. Neben dem Energie-Museum Berlin befindet sich das durch Vattenfall betriebene Umspannwerk Steglitz auf dem Gelände.

Das Gebäude wurde nach den Plänen des Architekten Clemens Mletzko in Beton-Ziegelstein-Verbundkonstruktion mit Flachdach errichtet. Es ist dreigeschossig und unterkellert. Das Gebäude fällt durch seine architektonische Gestaltung im Gesamtbild der anderen Gebäude auf dem Kraftwerksgelände besonders auf und bildet einen Kontrast zu den alten Kraftwerks- und Verwaltungsgebäuden des Architekten Hans Heinrich Müller, deren Fassaden mit dunkelbraunen Rathenower Handstrichziegeln verblendet sowie mit roten und weißen Ziegeln verziert sind.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 26′ 37″ N, 13° 19′ 48″ O